Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, USA

GENF - In Genf beginnt im Rennen um den Führungsposten bei der Welthandelsorganisation (WTO) das Schaulaufen der Kandidaten.

15.07.2020 - 06:35:00

Schaulaufen der Kandidaten für WTO-Spitzenjob beginnt. Sie stellen sich von diesem Mittwoch an bei den Botschaftern der 164 Mitgliedsländer vor. Am ersten Tag sind gleich zwei der Favoriten am Start: Ngozi Okonjo-Iweala (66) aus Nigeria, die einstige Nummer 2 der Weltbank und Ex-Finanzministerin, sowie Jesús Seade Kuri (73) aus Mexiko, in der Gründungsphase der WTO in den 1990er Jahren Vize-Generaldirektor.

Viele Länder seien sich einig, dass an der WTO-Spitze die Zeit für eine qualifizierte Afrikanerin gekommen sei, heißt es in Genf. Seade gilt im geopolitischen Geschiebe zwischen Großmächten und Entwicklungsländern als guter Kompromisskandidat. Er gilt als US-Vertrauter, hat gerade den neuen nordamerikanischen Freihandelsvertrag mit ausgehandelt.

Der neue WTO-Chef soll bis spätestens Anfang November im Konsens bestimmt werden. Es geht um die Nachfolge von Roberto Azevêdo, der Ende August ein Jahr früher als geplant zurücktritt.

Es bewerben sich zudem der Ägypter Abdel-Hamid Mamdouh, ein Ex-Abteilungsdirektor der WTO, der frühere Außenminister der Republik Moldau, Tudor Ulianovschi, die südkoreanische Handelsministerin Yoo Myung Hee, die frühere kenianische WTO-Botschafterin Amina Mohamed, der ehemalige saudische Wirtschaftsminister Mohammad Maziad Al-Tuwaijri und der britische Ex-Handelsminister Liam Fox.

Die WTO ist in der Krise. Einerseits belasten die US-Politik mit ihren vielen neuen Zöllen und die Gegenmaßnahmen den Welthandel, andererseits lähmen die USA die erfolgreichste Einrichtung der WTO, die unabhängige Streitschlichtung bei Handelsdisputen. Sie blockieren seit Jahren die Besetzung neuer Stellen, die Berufungsinstanz ist deshalb nicht mehr arbeitsfähig. US-Präsident Donald Trump droht mit Austritt aus der WTO, unter anderem, weil die USA seiner Ansicht nach bei Streitschlichtungen zu oft den Kürzeren ziehen. Die USA verlangen Reformen, haben aber keine konkreten Vorschläge gemacht. Kann der oder die neue Generaldirektorin die WTO wieder auf Kurs bringen?

"Der Generaldirektor hat keine Macht", sagte Peter Ungphakorn, ein Handelsexperte und früherer Sprecher der WTO, im Schweizer Radio. "Wenn es WTO-Reformen geben soll, muss das von den Mitgliedsländern kommen. Ein Generaldirektor kann ein wirksamer Vermittler sein, der die Länder zusammenbringt, aber die Länder müssen erstmal den Willen und Ideen haben."

Die WTO ist keine Weltpolizei, die den internationalen Handel reguliert. Es ist eine Regierungsorganisation, deren Mitglieder sich auf Regeln für den freien Welthandel geeinigt haben. Die Regierungen haben die Macht, sie entscheiden im Konsens, und nichts passiert gegen das Veto eines Mitglieds.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Laschet gegen zweiten Corona-Lockdown. Ein weiteres Mal das ganze Land herunterzufahren, könne "nicht die Lösung" sein, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg. "Es war damals richtig, aber für die Zukunft brauchen wir gezieltere regionale abgestimmte Maßnahmen." Ein Lockdown richte auch Schäden wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenzen an. NAUMBURG/DÜSSELDORF - Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gegen eine zweite Stilllegung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr ausgesprochen. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 17:10) weiterlesen...

Walter-Borjans will Koalition mit Linkspartei nicht ausschließen. Die SPD wolle die führende Kraft in einem Regierungsbündnis werden, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt. "Die große Koalition ist dafür keine Grundlage. Wenn wir eine Bündnisoption mit der Linken ausschlössen, hätten die Verteidiger des "Weiter so" und damit der weitergehenden Spaltung der Gesellschaft schon gewonnen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Das sähen auch Vizekanzler Olaf Scholz, Fraktionschef Rolf Mützenich und Co-Chefin Saskia Esken so. "Klärungsbedarf gäbe es dann aber sicher noch genug. Wie mit den Grünen auch", so Walter-Borjans. BERLIN - SPD-Chef Norbert Walter-Borjans will eine Koalition mit der Linkspartei nicht grundsätzlich ausschließen. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 16:39) weiterlesen...

Forscher: Mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen in den USA. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen in den USA, vor allem in Bundesstaaten im Süden und im Westen des Landes, wieder stark angestiegen. Die Schwelle von vier Millionen bekannten Infektionen war erst vor zweieinhalb Wochen überschritten worden. WASHINGTON - In den USA haben die Behörden seit Beginn der Pandemie bereits fünf Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 16:38) weiterlesen...

Konjunkturpaket per Erlass: Trump regiert durch und verspricht viel. Das ist die Logik von US-Präsident Donald Trumps jüngstem Schritt: Er hat Teile eines Corona-Konjunkturpakets einfach per Verfügung angeordnet, weil die Verhandlungen darüber im US-Kongress gescheitert waren. Trump verspricht den Amerikanern dringend benötigte Hilfen, darunter mehr Geld für Millionen Arbeitslose. Seinen Kritikern zufolge handelt es sich dabei aber um leere Versprechen, die vor allem einem Amerikaner helfen sollen: Trump selbst, der sich im November um eine zweite Amtszeit bewirbt. WASHINGTON - Wenn das Parlament nicht spurt, regiert der Staatschef eben per Erlass. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 16:36) weiterlesen...

Russland arbeitet gegen Biden, China gegen Trump. Moskau bemühe sich, den designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten zu "verunglimpfen", erklärte das Büro des US-Geheimdienstkoordinators in Washington. China und der Iran wiederum wollten Trumps Wiederwahl verhindern, hieß es. Weniger als 100 Tage vor der Wahl äußerten sich die Dienste "besorgt über die anhaltenden und potenziellen Aktivitäten" aller drei Länder. WASHINGTON - Im US-Wahlkampf macht Russland nach Erkenntnissen von amerikanischen Geheimdiensten Stimmung für Präsident Donald Trump und gegen dessen Herausforderer Joe Biden. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 16:16) weiterlesen...

Libanon vor Zerreißprobe - Geldgeber beraten über Nothilfen. Während internationale Geber bei einer Videokonferenz Gelder für rasche Nothilfen sammelten, gab es Anzeichen für einen weiteren schrittweisen Zerfall der Regierung. Ministerpräsident Hassan Diab will dem Kabinett an diesem Montag eine Neuwahl vorschlagen. Am Wochenende machten Tausende ihrem Zorn über die politische Elite bei teils gewaltsamen Protesten Luft. 250 Menschen wurden dabei verletzt, ein Polizist starb. BEIRUT/PARIS - Im krisenerschütterten Libanon droht nach der Explosion in Beirut mit mehr als 150 Toten und über 6000 Verletzten eine neue politische Zerreißprobe. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 15:48) weiterlesen...