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Regierungen, Deutschland

GAZA / TEL AVIV - In dem von der islamistischen Hamas beherrschten Gazastreifen können in Kürze Impfungen gegen das Coronavirus beginnen.

17.02.2021 - 13:55:27

Erster Corona-Impfstoff im Gazastreifen eingetroffen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums traf am Mittwoch die erste Impfstofflieferung in dem Küstengebiet ein - 2000 Dosen des aus Russland stammenden Präparats Sputnik.

Die Spende der russischen Regierung wurde von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) aus dem Westjordanland in den Gazastreifen geliefert. Für den Transport war eine Erlaubnis Israels nötig. Ein Vertreter aus dem israelischen Sicherheitsapparat sagte, die Lieferung sei auf Ersuchen der Palästinenserbehörde und mit Genehmigung von politischer Seite genehmigt worden.

Eine Impfstofflieferung hatte nach palästinensischen Angaben bereits am Sonntag im Gazastreifen eintreffen sollen. Die Palästinenser warfen Israel vor, den Transport zu blockieren. Israel hatte 2007 eine Abriegelung des Gazastreifens verschärft, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen hatte mit Blick auf den Impfbeginn eine Registrierungskampagne gestartet. Alle Impfwilligen werden gemäß eines Kriterienkatalogs in eine Warteliste einsortiert. Vorrang haben demnach medizinisches Personal, Ältere und Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Im Gazastreifen leben etwas mehr als zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Gebiet fast 54 000 Infektionen und 538 Todesfälle registriert. Die Infektionszahlen hatten im Herbst massiv zugenommen. Zeitweise fiel rund jeder dritte Coronatest positiv aus, das Gesundheitssystem war nahe der Belastungsgrenze. Die Hamas führte daraufhin strenge Restriktionen ein. Die Zahlen fielen, Lockerungen sind in Kraft.

@ dpa.de

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