Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gas, Energie

Gas für Ungarn wird aus Russland nach Jahrzehnten künftig nicht mehr über die Ukraine geliefert.

01.10.2021 - 12:56:07

Energie - Gazprom stellt Gastransit nach Ungarn über die Ukraine ein. Setzt Moskau die Gaslieferung gezielt als Waffe ein? Die Ukraine ist stocksauer.

Kiew - Der russische Gaskonzern Gazprom hat zum Ärger Kiews den Gastransit über die Ukraine nach Ungarn eingestellt und nutzt nun eine Umgehungsleitung durch das Schwarze Meer.

«Jahrzehntelang hat Ungarn Gas über das Territorium der Ukraine erhalten, und die ukrainische Seite hat nicht einmal ihre Pflichten verletzt», sagte der Chef des ukrainischen Gastransportunternehmens, Serhij Makohon, am Freitag. Die ukrainische Route sei zudem die kostengünstigste.

Zum 1. Oktober trat ein neuer Gasversorgungsvertrag zwischen russischen und ungarischen Unternehmen in Kraft. Demnach werden 15 Jahre lang jeweils 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas südlich der Ukraine durch das Schwarze Meer, die Türkei, Bulgarien und Serbien nach Ungarn fließen. Kiew verliert wegen Umgehungsrouten durch das Schwarze Meer und die Ostsee zunehmend seinen Status als Haupttransitland für russisches Erdgas in die Europäische Union.

Der Ukraine gehen damit Milliardeneinnahmen verloren. Kiew spricht daher auch davon, dass Moskau Erdgas gezielt als Waffe einsetze. Der Kreml weist dies zurück. Die Beziehungen der beiden Ex-Sowjetrepubliken sind seit der russischen Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim zerrüttet.

Russland erfülle weiterhin seine bestehenden Verpflichtungen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge auf eine Frage von Journalisten, ob die Umgehung der Ukraine ein Verstoß gegen bestehende Vertragsverpflichtungen sei.

Seit Wochen steigen weltweit die Gaspreise an den Energiebörsen auf Rekordwerte. Energie-Experten sehen vor allem eine größere Nachfrage nach Flüssiggas in China und auch Brasilien als Ursache. Kritiker der Ostseepipeline Nord Stream 2 werfen Gazprom zudem vor, ein noch ausstehendes Genehmigungsverfahren für die Leitung über gezielte Gaspreistreiberei beschleunigen zu wollen. Der Gaskonzern weist die Vorwürfe jedoch unter Verweis auf eigene Lieferengpässe zurück.

© dpa-infocom, dpa:211001-99-441739/2

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Energie - Betreiber: Erste Röhre von Nord Stream 2 ist mit Gas befüllt. Nun wurde die erste Röhre befüllt. Wann der Gastransport beginnt, ist allerdings noch offen. Durch die Ostseepipeline sollen jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Gas nach Deutschland geliefert werden. (Wirtschaft, 18.10.2021 - 10:08) weiterlesen...

Gaskrise in EU: Russland ruft zu Verhandlungen auf. "Ich schließe nicht aus, dass sich eine solche Situation wiederholt", sagte der für Energiefragen zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak am Samstag im Staatsfernsehen. Er rief deshalb die Verantwortlichen in der EU zu Verhandlungen auf. "Wir sind zu einem Dialog bereit." Russland hatte weitere Lieferungen in Aussicht gestellt. Es gebe aber keine Anfragen dazu, meinte Nowak. MOSKAU - Russland hält eine neue Gaskrise in Europa auch in Zukunft für möglich. (Boerse, 17.10.2021 - 14:22) weiterlesen...

Energie - Gaskrise in EU - Russland ruft zu Verhandlungen auf. Der Kreml sei zu einem Dialog bereit, doch von der EU gebe es keine Anfragen, heißt es. Rund 25 Millionen Kubikmeter Gas sollen nach Moskauer Angaben in den europäischen Speichern fehlen. (Wirtschaft, 16.10.2021 - 16:35) weiterlesen...

Gaskrise - Weitere Energieversorger in Großbritannien geben auf. Nun kommen weitere dazu. Erst Anfang vergangenen Monats mussten bereits neun Energieversorger wegen der hohen Gaspreise Insolvenz anmelden. (Wirtschaft, 14.10.2021 - 12:55) weiterlesen...

Israel droht Iran im Atomstreit und spricht von 'Gewaltanwendung'. "Wir wissen, dass es Momente gibt, in denen Nationen Gewalt anwenden müssen, um die Welt vor dem Bösen zu schützen", sagte Israels Außenminister Jair Lapid am Mittwoch in Washington bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Antony Blinken und Abdullah bin Sajid. "Wenn ein Terrorregime im Begriff ist, sich eine Atomwaffe zu beschaffen, müssen wir handeln und deutlich machen, dass die zivilisierte Welt dies nicht zulassen wird", so Lapid. Israel behalte sich das Recht vor, zu jedem Zeitpunkt und auf jede Weise zu handeln. WASHINGTON - Israel hat dem Iran im Atomkonflikt erneut mit deutlichen Worten gedroht. (Boerse, 13.10.2021 - 20:05) weiterlesen...

Opec senkt Prognose für Ölnachfrage. Im laufenden Jahr werde eine Zunahme der globalen Nachfrage nach Rohöl um durchschnittlich 5,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag erwartet, wie aus dem am Mittwoch in Wien veröffentlichten Monatsbericht des Ölkartells hervorgeht. Zuvor hatten Opec-Experten noch mit einem Wachstum 5,96 Millionen Barrel gerechnet. Das Ölkartell geht davon aus, dass im vierten Quartal weltweit 99,82 Millionen Barrel pro Tag gebraucht werden. WIEN - Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat ihre Wachstumsprognose für die weltweite Ölnachfrage gesenkt. (Boerse, 13.10.2021 - 14:25) weiterlesen...