Regierungen, Deutschland

FREIBURG - Der Freiburger Infektionsepidemiologe Hajo Grundmann mahnt angesichts verstärkter Forderungen nach einem Lockdown zur Vorsicht.

03.12.2021 - 09:09:28

Epidemiologe Grundmann: Impfung besser als Lockdown. "Weder ein Lockdown noch Kontaktbeschränkungen werden uns auf Dauer weiterhelfen, das kann nur die Impfung", sagte der medizinische Leiter des Instituts für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg in einem Interview mit der "Badischen Zeitung" (BZ/Freitag). Zwar würden durch einen Lockdown die Zahlen schnell zusammenbrechen und man hätte wieder Platz in den Kliniken. Dafür gäbe es aber wieder Menschen in Kurzarbeit sowie in Arbeitslosigkeit und es drohten Insolvenzen.

Mit der 2G-Regelung gebe es bereits einen Quasi-Lockdown für Ungeimpfte. "Diesen bestehenden Maßnahmen muss man etwas Zeit geben und sich anschauen, wie sich das entwickelt. Einen solchen vorsichtigen Weg würde ich derzeit noch für sinnvoll halten." Die Impfung kann man ihm zufolge nicht hoch genug bewerten. "Sie ist das Einzige, was uns aus dieser Katastrophe herausführen kann. Sonst bleibt das ein Schrecken ohne Ende und wir hangeln uns von einem Lockdown zum nächsten, das könnte noch Jahre so weitergehen."

Nach Einschätzung Grundmanns ist der vorläufige Höhepunkt der vierten Welle erreicht. "Der Grund dafür scheint mir, dass die Besorgnis bei der Bevölkerung angekommen ist." Die beschlossenen Kontaktreduzierungen würden helfen, die Corona-Zahlen zu senken. "Wenn wir nun keine neue Variante hinzukriegen, wird die Erholung der Infektionszahlen bald spürbar werden", so der Epidemiologe. Auf den Intensivstationen rechnet er aber noch bis zur dritten oder vierten Dezemberwoche mit einer zunehmenden Eskalation.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Russland fordert Ukraine zum Dialog mit Separatisten auf. Der Moskauer Unterhändler Dmitri Kosak sagte am Mittwoch in Paris nach mehr als achtstündigen Krisengesprächen, dass Kiew nun zwei Wochen Zeit habe, eine Position zu erarbeiten. Kosak, der Beauftragte des russischen Präsidenten Wladimir Putin für den Ukraine-Konflikt, beklagte, dass die Regierung auf humanitäre Anfragen und anderen Kontaktversuche aus der Ostukraine ablehnend oder gar nicht reagiere. PARIS - Bei den Verhandlungen zur Lösung des Ukraine-Konflikts hat Russland die Regierung in Kiew zum Dialog mit den Kräften im Krisengebiet Donbass aufgerufen. (Wirtschaft, 26.01.2022 - 23:42) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP 2: Nato und USA antworten Russland auf Sicherheits-Forderungen (mit Normandie-Gesprächen) (Wirtschaft, 26.01.2022 - 22:24) weiterlesen...

Lauterbach will verkürzten Genesenenstatus europaweit umsetzen. "Wir werden in Kürze erneut versuchen, die drei Monate auch auf europäischer Ebene umzusetzen", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend im ZDF-"heute journal". "Nach drei Monaten kann sich derjenige, der schon mit der Delta-Variante infiziert war, erneut mit der Omikron-Variante infizieren. Somit sind die drei Monate wissenschaftlich richtig", betonte Lauterbach. BERLIN - Im Streit um die Verkürzung des Genesenenstatus nach Corona-Infektionen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Drei-Monats-Frist verteidigt und will sich um Umsetzung auch auf europäischer Ebene bemühen. (Boerse, 26.01.2022 - 22:15) weiterlesen...

WDH 2: Dänemark hebt Anfang Februar fast alle Corona-Beschränkungen auf (Tippfehler im letzten Satz berichtigt: Institut) (Wirtschaft, 26.01.2022 - 21:46) weiterlesen...

WDH 2/ROUNDUP: Dänemark hebt Anfang Februar fast alle Corona-Beschränkungen auf (Tippfehler im letzten Satz berichtigt: Institut) (Wirtschaft, 26.01.2022 - 21:46) weiterlesen...

WDH: Dänemark hebt Anfang Februar fast alle Corona-Beschränkungen auf (Tippfehler bei der Schreibweise Frederiksen berichtigt) (Boerse, 26.01.2022 - 20:45) weiterlesen...