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Agrar, Getränke

Französische Weine könnten kommendes Jahr knapp werden.

04.11.2021 - 18:11:30

Ungünstiges Klima - Extrem niedrige weltweite Weinproduktion erwartet. Frost, Regen und Hagelstürme führen zu einer katastrophalen Weinlese. Erneut erwartet die Branche auch aus Italien und Spanien weniger Erträge.

Paris - In diesem Jahr wird eine extrem niedrige weltweite Weinproduktion erwartet, die voraussichtlich zum dritten Mal in Folge unter dem Durchschnitt liegt.

Wie die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) am Donnerstag in Paris mitteilte, wird in der EU vor allem in Italien, Spanien und Frankreich mit niedrigen Produktionsmengen gerechnet, was auf Spätfrost und ein ungünstiges Klima zurückzuführen ist. Die einzigen großen Weinerzeugerländer der Europäischen Union, die höhere Erntemengen als 2020 verzeichnen dürften, sind Deutschland, Portugal, Rumänien und Ungarn.

Die ersten Ernteprognosen in den USA deuteten auf Produktionsmengen hin, die leicht über denen von 2020 liegen, teilte die OIV mit. Ein sehr positives Jahr für die Weinerzeuger gab es auch in den Ländern Südamerikas, in Südafrika und Australien, wobei Neuseeland die einzige Ausnahme bildet. Weltweit wird nach mittlerer Schätzung eine Weinproduktion von 250,3 Millionen Hektolitern erwartet. Diese läge damit sieben Prozent unter dem Schnitt der vergangenen 20 Jahre.

In der EU bleibt Italien mit erwarteten 44,5 Millionen Hektolitern Weinerzeuger Nummer eins, gefolgt von Spanien auf Platz zwei mit voraussichtlich 35,0 Millionen Hektolitern. Erstmals seit Erfassung der Daten durch die internationale Weinbauorganisation belegt Frankreich lediglich den dritten Platz der größten Weinhersteller. Starker Frost im Frühjahr, Regen im Sommer und Hagelstürme führten dort zu einer katastrophalen Weinlese mit einer erwarteten Produktion von 34,2 Millionen Hektolitern, was einem Rückgang von 27 Prozent gegenüber 2020 entspricht. In Deutschland, dem viertgrößten europäischen Erzeugerland, wird die Weinproduktion auf 8,8 Millionen Hektoliter geschätzt, vier Prozent mehr als im Vorjahr.

@ dpa.de