DEUTSCHE BANK AG, DE0005140008

FRANKFURT - Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite ist die Finanzwelt nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Vorstandsmitglied Sylvie Matherat deutlich stabiler.

15.09.2018 - 10:02:25

10 JAHRE LEHMAN-PLEITE: Deutsche-Bank-Managerin rechnet nicht mit Wiederholung. Sie glaube nicht, dass sich ein solcher Fall noch einmal wiederholen werde, sagte Matherat im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur und der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

angehe, so seien die meisten der großen Rechtsstreitigkeiten aus den Zeiten vor der Finanzkrise 2007/2008 abgearbeitet, bekräftigte Matherat: "Wir haben die größten Rechtsstreitigkeiten aus der Vergangenheit hinter uns gelassen. Nun sind wir weiterhin dabei, unsere internen Kontrollen zu verbessern. Dabei haben wir schon recht viel erreicht."

Eine weitere Folge der Krise: Regulierer und Aufseher zogen die Zügel an, die Finanzbranche muss seither eine Vielzahl schärferer Regeln befolgen. Sei sei nicht der Ansicht, dass die Branche überreguliert sei, sagte Matherat, die im Deutsche-Bank-Vorstand seit November 2015 für Regulierungsthemen zuständig ist. "Allerdings sollte die Gesamtsituation bewertet werden. Es sind nicht unbedingt zu viele Vorschriften, aber es sollte hinterfragt werden, ob wirklich alle Regeln sinnvoll sind, und vor allem, wie diese im Zusammenspiel funktionieren", forderte die Französin.

Dass es etwa in den USA immer wieder Bestrebungen gibt, schärfere Regeln für Banken wieder aufzuweichen, bereitet Matherat keine allzu großen Sorgen. "Ich glaube nicht, dass es eine Deregulierungswelle in der Finanzbranche geben wird. Es war schwer genug, die heutigen Vorschriften einzuführen. Neben der Tatsache, dass die eingeführten Regeln zusätzliche Sicherheit mit sich gebracht haben, möchte jeder, der das erlebt hat, nicht die gleichen schmerzhaften Prozesse durchlaufen, um alles wieder rückgängig zu machen", sagte Matherat. "Ich gehe davon aus, dass der Gesetzgeber noch einige Steine aus dem Weg räumen wird, die es derzeit beim Umsetzen der Regeln gibt, aber ich rechne nicht mit einer generellen Deregulierung."

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