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FRANKFURT / WASHINGTON - Die US-Notenbank Fed stemmt sich mit der dritten kräftigen Zinserhöhung in Folge gegen die extrem hohe Teuerungsrate.

22.09.2022 - 17:08:59

Fed als Maßstab für EZB?. Und auch die Euro-Währungshüter bekräftigen ihre Entschlossenheit zu weiteren Zinsanhebungen. "Die Menschen können sich auf die EZB verlassen, die Inflation wird wieder sinken", versicherte Isabel Schnabel, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. "Die Menschen können uns vertrauen.

FRANKFURT/WASHINGTON - Die US-Notenbank Fed stemmt sich mit der dritten kräftigen Zinserhöhung in Folge gegen die extrem hohe Teuerungsrate. Und auch die Euro-Währungshüter bekräftigen ihre Entschlossenheit zu weiteren Zinsanhebungen. "Die Menschen können sich auf die EZB verlassen, die Inflation wird wieder sinken", versicherte Isabel Schnabel, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. "Die Menschen können uns vertrauen. Wir werden unsere Aufgabe erfüllen und für stabile Preise sorgen."

ROUNDUP: Türkische Notenbank senkt erneut Leitzins trotz hoher Inflation

ANKARA - Die türkische Notenbank hat ihren Leitzins trotz der sehr hohen Inflation erneut gesenkt. Der Leitzins werde um 1,0 Prozentpunkte auf 12,0 Prozent reduziert, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Ankara mit. Volkswirte hatten dagegen mehrheitlich mit einem unveränderten Leitzins von 13,0 Prozent gerechnet. Bereits im August hatte die Notenbank ihren Leitzins um 1,0 Prozentpunkte reduziert. Im vergangenen Jahr hatte sie mehrfach die Zinsen gesenkt.

Eurozone: Verbraucherstimmung fällt auf Rekordtief

BRÜSSEL - Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hat sich im September wieder eingetrübt. Der Indikator fiel gegenüber dem Vormonat um 3,8 Punkte auf minus 28,8 Zähler, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Das ist der tiefste, jemals verzeichnete Stand. Analysten hatten im Schnitt mit minus 25,5 Punkten gerechnet. Auch in der Europäischen Union (EU) fiel die Verbraucherstimmung auf ein Rekordtief.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestiegen

WASHINGTON - Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA hat sich in der vergangenen Woche nicht weiter verbessert. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg leicht um 5000 auf 213 000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 217 000 Anträgen gerechnet. Die Zahl der Erstanträge war zuvor fünf Wochen in Folge gesunken.

USA: Leistungsbilanz mit geringerem Defizit

WASHINGTON - Das chronische Defizit in der US-Leistungsbilanz hat sich im zweiten Quartal spürbar verringert. Gegenüber dem ersten Quartal sank das Defizit um 31,5 Milliarden auf 251,1 Milliarden US-Dollar, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Die Leistungsbilanz bleibt aber hoch defizitär. Im ersten Quartal hatte das Defizit so hoch gelegen wie noch nie.

Britische Notenbank erhöht Leitzins wie erwartet um 0,5 Prozentpunkte

LONDON - Die britische Notenbank stemmt sich mit einer erneuten Zinserhöhung gegen die hohe Inflation. Der Leitzins steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent, wie die Bank of England am Donnerstag nach ihrer Zinssitzung in London mitteilte. Es ist die mittlerweile siebte Zinserhöhung in Folge. Analysten hatten mit dem Schritt überwiegend gerechnet.

ROUNDUP/Private Banken: Deutsche Wirtschaft rutscht im Winter in Rezession

FRANKFURT/BERLIN - Trübe Aussichten für die deutsche Konjunktur: Die Chefvolkswirte der privaten Banken in Deutschland erwarten, dass die gesamtwirtschaftliche Leistung in vier Quartalen in Folge bis zum Sommer 2023 sinken wird. Hohe Energiepreise, steigende Kosten für Unternehmen und ein erheblicher Kaufkraftverlust bei Verbrauchern infolge der extrem hohen Inflation werden Europas größte Volkswirtschaft der am Donnerstag vorgelegten Prognose zufolge im Winter in die Rezession rutschen lassen.

ROUNDUP: Japan stemmt sich erstmals seit langem gegen den schwachen Yen

TOKIO - Erstmals seit langer Zeit hat die japanische Regierung dem Yen direkt am Devisenmarkt unter die Arme gegriffen. Sie stemmt sich damit gegen die extrem schwache Landeswährung. Masato Kanda, der im Finanzministerium für den Devisenmarkt zuständig ist, bestätigte den Eingriff am Donnerstag gegenüber Journalisten. Man sei sehr besorgt und werde die Entwicklung weiter beobachten. Der Yen reagierte auf die Nachricht mit deutlichen Kursgewinnen gegenüber dem US-Dollar und dem Euro.

London hebt Fracking-Verbot wegen Energiekrise auf

LONDON - Die neue britische Regierung hebt wegen der rasant steigenden Energiepreise ein Fracking-Moratorium auf. "Angesichts der illegalen Invasion von (Kremlchef Wladimir) Putin in der Ukraine und des Missbrauchs von Energie als Waffe hat die Stärkung unserer Energiesicherheit absolute Priorität", sagte Wirtschaftsminister Jacob Rees-Mogg am Donnerstag. Damit solle zugleich sichergestellt werden, dass Großbritannien bis 2040 zum Nettoenergieexporteur wird.

Norwegische Notenbank hebt Leitzins weiter an

OSLO - Die Zentralbank Norwegens stemmt sich mit höheren Leitzinsen gegen die hohe Inflation im Land. Am Donnerstag straffte sie ihre Geldpolitik mit einer Zinsanhebung um 0,5 Prozentpunkte, wie die Notenbank nach ihrer Sitzung in Oslo mitteilte. Analysten hatten mit der Entscheidung, die den Leitzins auf 2,25 Prozent steigen lässt, überwiegend gerechnet. Die Norges Bank hat ihre Geldpolitik bereits mehrfach gestrafft, um gegen die hohe Teuerung vorzugehen.

ROUNDUP: Schweizer Notenbank lässt Negativzinsen hinter sich

ZÜRICH - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hebt ihren Leitzins erneut an. Die Notenbank erhöht den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 0,50 Prozent. Mit dem Schritt wollen die Währungshüter dem erneut gestiegenen Inflationsdruck entgegenwirken, wie die SNB am Donnerstag nach ihrer Zinssitzung erklärte. Zudem soll ein Übergreifen der Teuerung auf bisher weniger betroffene Waren und Dienstleistungen erschwert werden.

EZB-Direktorin Schnabel: Die Inflation wird wieder sinken

FRANKFURT - EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel hat die Bereitschaft der Notenbank zu weiteren Zinserhöhungen im Kampf gegen die rekordhohe Inflation bekräftigt. "Ich gehe davon aus, dass der EZB-Rat in seiner nächsten Sitzung die Zinsen weiter anheben wird", sagte Schnabel dem Nachrichtenportal "t-online" in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. "Wie groß dieser Zinsschritt sein wird und bis zu welchem Niveau wir die Zinsen anheben werden, kann ich derzeit nicht sagen. Wir fahren auf Sicht und bewerten die Konjunktur- und Inflationsdaten vor jeder Sitzung aufs Neue."

Frankreich: Geschäftsklima trübt sich ein

PARIS - Die Unternehmensstimmung in Frankreich hat sich im September verschlechtert. Das Geschäftsklima fiel um zwei Punkte auf 102 Zähler, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris mitteilte. Analysten hatten mit der Entwicklung gerechnet. Das Stimmungsbarometer liegt trotz des Rücksetzers über seinem längerfristigen Durchschnitt von 100 Punkten. Der Einbruch während der Corona-Pandemie liegt deutlich tiefer. Bis auf den Bausektor trübte sich die Stimmung in allen erfassten Bereichen ein.

EU-Außenbeauftragter kündigt weitere Sanktionen gegen Russland an

NEW YORK - Die EU will mit weiteren Sanktionen gegen Russland auf dessen Teilmobilmachung im Krieg gegen die Ukraine reagieren. "Es ist klar, dass Russland versucht, die Ukraine zu zerstören", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Mittwochabend (Ortszeit) nach einem Sondertreffen der EU-Außenminister am Rande der UN-Generalversammlung in New York.

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