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B?rsen-Zeitung

Frankfurt - Trotz der Kursst?rze popul?rer Cyberdevisen ist es zu fr?h, um Abges?nge auf die Kryptowelt anzustimmen.

19.05.2021 - 22:37:20

Verfr?hter Abgesang, Kommentar von Alex Wehnert zu Kryptow?hrungen

Frankfurt - Trotz der Kursst?rze popul?rer Cyberdevisen ist es zu fr?h, um Abges?nge auf die Kryptowelt anzustimmen. Dies soll nicht bedeuten, dass die Abkehr Elon Musks und des von ihm gef?hrten E-Autobauers Tesla, die mit ihrem Engagement entscheidend zur Bitcoin-Rally beigetragen haben, keinen Grund zur Sorge darstellt. Doch zumindest die Argumente, mit denen Musk den Entzug seiner Unterst?tzung f?r die Kryptow?hrung begr?ndet, sind nicht wirklich stichhaltig.

Der streitbare Milliard?r hatte auf Sorgen bez?glich des hohen Stromverbrauchs von Bitcoin-Mining verwiesen. Allerdings werden Marktstrategen nicht m?de zu betonen, dass der absolute Gro?teil des neuen Krypto-Angebots ?ber erneuerbare Energien generiert wird. Damit sind Ressourcenkonflikte zwar nicht ausgeschlossen. F?r andere institutionelle Investoren, die ein Krypto-Engagement aus Nachhaltigkeitsbedenken scheuen, ist diese Information aber trotzdem wichtig. F?r sie gilt es, das ?kosystem der Cyberdevisen differenzierter zu betrachten, als es Musk, der das Segment vor allem als Spielwiese f?r sein Ego zu sehen scheint, tut.

Auch dass sich China erneut gegen Kryptow?hrungen positioniert hat, bietet noch keinen Anlass zur Hysterie. Nat?rlich kommt der Druck aus dem Reich der Mitte f?r Bitcoin & Co. zu einem ung?nstigen Zeitpunkt. Und dass Investoren nerv?s wurden, als Bitcoin am Mittwoch in der Folge zeitweise unter die Marke von 31 000 Dollar abrutschte, ist ihnen nicht zu verdenken. Allerdings ist die Abneigung Pekings gegen Kryptow?hrungen kein neues Ph?nomen; die chinesischen Kryptob?rsen sind schon seit Jahren vom Festland verbannt.

Ohnehin m?ssen Anleger am Kryptomarkt mit hoher Volatilit?t und heftigen R?ckschl?gen rechnen. Auch im vergangenen Fr?hjahr halbierte Bitcoin im Zuge des allgemeinen Corona-Marktcrashs zwischen Anfang Februar und Mitte M?rz seinen Wert. Die Rekordfahrt, in deren Verlauf die Cyberdevise im April des laufenden Jahres auf nahezu 65 000 Dollar kletterte, hielten damals wohl nur die k?hnsten Beobachter f?r m?glich.

Angesichts der Historie erscheint es nicht ausgeschlossen, dass Marktteilnehmer die aktuellen Kursr?cksetzer in der Retrospektive als gute Einstiegsgelegenheiten beurteilen werden - vor allem, wenn die Preisniveaus infolge der aufgestauten Konsumentennachfrage und der Angebotsverknappung in vielen Branchen rasant weiter steigen. Denn in Zeiten hoher Inflation k?nnten zentralbankunabh?ngige Kryptow?hrungen noch ?u?erst attraktiv werden.

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