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SDAX, DE0009653386

FRANKFURT - Mit zu optimistischen Gewinnprognosen haben die Vorstände börsennotierter Unternehmen in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 häufig danebengelegen.

04.09.2019 - 09:25:24

EY: So viele Gewinnwarnungen wie nie in einem ersten Halbjahr. In 54 Fällen sahen sich die 308 im Prime Standard gelisteten Unternehmen gezwungen, ihre Erwartungen nach unten zu korrigieren. Die Zahl der Gewinn- und Umsatzwarnungen stieg einer Auswertung des Beratungsunternehmens EY zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum somit um 38 Prozent. EY erhebt in der Studie Daten seit einschließlich 2011.

als auch im MDax und SDax lag der am Mittwoch veröffentlichten EY-Studie zufolge die Zahl negativer Prognosekorrekturen auf Rekordniveau: Im Dax und im MDax legten die Warnungen im Vergleich der ersten Halbjahre 2018 und 2019 jeweils von 5 auf 7 zu, im SDax stieg die Zahl von 5 auf 12. Im übrigen Prime Standard wurden 28 Warnungen gezählt - nach 24 im Vorjahreszeitraum.

Die meisten Warnungen kamen den Angaben zufolge in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres aus der Automobilbranche: Fünf der zwölf börsennotierten Autokonzerne bzw. -zulieferer mussten im ersten Halbjahr ihre Prognosen nach unten korrigieren. "Der weltweite Absatzrückgang trifft die Branche zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt - denn ohnehin stehen die Gewinne aufgrund hoher Investitionen derzeit stark unter Druck", erklärte EY-Partner Marc Förstemann.

Mancher Aktionäre konnte sich aber auch über positive Nachrichten freuen: 51 Mal wurden in den ersten sechs Monaten 2019 Prognosen bezüglich Umsatz und/oder Gewinn nach oben geschraubt. Das waren etwas mehr solcher Meldungen als im Vorjahreszeitraum (43), aber nur halb so viele wie im ersten Halbjahr 2017.

@ dpa.de