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Jones Lang LaSalle SE (JLL)

Frankfurt - Mit einem Transaktionsvolumen von ca.

07.01.2021 - 10:42:29

Wohninvestmentmarkt punktet auch in Krisenzeiten durch stabile und planbare Cashflows - Zweitbestes Ergebnis in den vergangenen f?nf Jahren. 21,7 Mrd. Euro und rund 164.500 Einheiten hat der deutsche gewerbliche Wohninvestmentmarkt* 2020 das zweith?chste Transaktionsvolumen nach 2015 erreicht.

Frankfurt - Mit einem Transaktionsvolumen von ca. 21,7 Mrd. Euro und rund 164.500 Einheiten hat der deutsche gewerbliche Wohninvestmentmarkt* 2020 das zweith?chste Transaktionsvolumen nach 2015 erreicht. Damit konnte nicht nur das f?nfte Jahr in Folge ein Zuwachs am Wohninvestmentmarkt registriert werden, sondern neben dem Plus gegen?ber dem Vorjahr (9 %) und dem F?nfjahresdurchschnitt (16 %) auch die Prognose vom Jahresanfang (18,7 Mrd. Euro) ?bertroffen werden. "Diese hatten wir noch deutlich vor der Covid-19-Krise formuliert, zeigt sich Michael Bender , Head of Residential JLL Germany, vom Gesamtergebnis beeindruckt und erg?nzt: "Waren die Anstiege im Transaktionsvolumen in den vergangenen Jahren vor allem durch die gestiegenen Kapitalwerte getrieben, war es in 2020 die gestiegene Zahl der gehandelten Einheiten (+ 26 %), die f?r Zuw?chse im Volumen sorgte."

Das Gesamttransaktionsvolumen 2020 war zwar ma?geblich von der ?bernahme der Adler Real Estate durch Ado Properties (ca. 58.000 WE, 6 Mrd. Euro) sowie einigen weiteren gro?en Transaktionen wie dem Verkauf von 6.420 Wohneinheiten der Deutsche Wohnen an die LEG (rund 660 Mio. Euro) oder dem Erwerb von 5.060 Einheiten durch die Peach Property Group von Ado/Adler, gepr?gt. "Bemerkenswert ist aber die Intensivierung des Marktgeschehens, die an der Zunahme der Abschl?sse deutlich wird: Fast 450 Transaktionen und damit 13 Prozent mehr als im Jahr zuvor und immer noch 7 Prozent mehr als im F?nfjahresschnitt mit dem Rekordjahr 2015", so Bender .

"Die Regel eines starken vierten Quartals im Laufe eines Jahres hat auch 2020 G?ltigkeit. Mit 5,2 Mrd. Euro (rund 33.100 Einheiten) floss deutlich mehr Kapital als in den beiden vorangegangenen Quartalen (53 Prozent ?ber deren Durchschnitt). Wie die ersten drei Monate konnten die letzten drei ma?geblich zum finalen Jahresabschluss beitragen und markieren deutlich den Aufholbedarf zum Ende eines turbulenten Jahres", stellt Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany, fest.

Was sind die Gr?nde f?r die gute Performance eines Jahres, das deutlich gepr?gt war von Covid-19, dessen Ergebnis aber nicht allein auf das Virus und seine Folgen zur?ckzuf?hren ist?

"Corona hat bereits vorher zu beobachtende Tendenzen verst?rkt - oder g?nzlich neue Aspekte hinzugef?gt", so Michael Bender . Der Wohnungsexperte weiter: "Waren Anlagealternativen im Lichte des Niedrigzinsumfelds des vergangenen Jahrzehnts schon rar, so hat die gro?e Menge an zus?tzlicher Liquidit?t, die dem Markt im Rahmen der Notfallprogramme von Regierungen und Zentralbanken im Zuge der Covid-19-Krise zur Verf?gung gestellt wurden, daf?r gesorgt, dass die institutionelle Nachfrage nach Alternativen zu etablierten Produkten nicht abgerissen ist. Wohnimmobilien gelten als attraktiv durch stabile und planbare Cashflows."

Auch wenn der Gro?teil des in Wohnimmobilien flie?enden Kapitals in 2020 weiterhin von inl?ndischen Investoren kommt, hat der Anteil internationaler Investoren zugenommen. Selbst ohne den genannten Megadeal, mit dem der Anteil bei 46 Prozent liegt, entfallen 25 Prozent auf internationale Investoren, mehr als 2019 und mehr als im F?nfjahresdurchschnitt.

"Das erh?hte Interesse ist auch in Coronazeiten nicht ?berraschend. Niedrige Mietausfallsquoten, stabile Ertr?ge und langfristige Wachstumspotentiale. Der Wohninvestmentmarkt konnte mit seinem defensiven Risikoprofil in Krisenzeiten punkten", erkl?rt Michael Bender und erg?nzt einen anderen Aspekt: "Durch die unmittelbaren strukturellen Ver?nderungen im Zuge von Covid-19 auf dem Arbeitsmarkt, etwa durch vermehrte Nutzung von Home-Office, hat sich das Bewusstsein f?r das Konsumgut Wohnen ver?ndert. Zusammen mit der hohen Resilienz der Assetklasse war das ein weiterer Grund f?r die Verlagerung und Zunahme der Nachfrage im Wohnsegment."

Auf K?uferseite konnten die Spezialfonds mit einem Volumen von etwa 1,68 Mrd. Euro ihr Verm?gen in 2020 am st?rksten ausbauen, dicht gefolgt von den Asset/Fonds Managern (1,14 Mrd. Euro) und den kommunalen, gemeinn?tzigen Wohnungsunternehmen (846 Mio. Euro). "Besonders bemerkenswert ist der erstarkte Sekund?rmarkt. In den letzten 10 Jahren haben Offene und Spezialfonds rund 23,3 Mrd. Euro in Wohnimmobilien investiert, davon allein ?ber 60 Prozent seit 2017", so Chefresearcher Scheunemann .

Auch 2021 wird die Covid-19 Krise mittelbar und unmittelbar das Geschehen am Wohninvestmentmarkt mitbestimmen.

I Die expansive Geldpolitik wird die institutionelle Nachfrage nach Wohninvestments noch auf unabsehbare Zeit befeuern : "Einerseits d?rften sich viele Investoren nach der Kommunikation der Europ?ischen Zentralbank, die Notkaufprogramme trotz des Starts des Impfprogramms auch in Zukunft fortzusetzen, in ihrem verst?rkten Engagement in Sachwerte best?tigt sehen. Zum anderen passt die Assetklasse Wohnen mit ihrem defensiven Profil, den stabilen Ertr?gen und dem langfristigen Potenzial auch auf der Angebotsseite ideal zum Profil der aktuellen Investorensuche", sagt Helge Scheunemann und f?gt hinzu: "Insofern ist von anhaltender Attraktivit?t der Assetklasse Wohnen auszugehen."

II M?rkte und Objekte mit stabiler Rendite sind besonders gefragt : Der seit Jahren anhaltende Anstieg der Kapitalwerte als Folge der Preisinflation in Verbindung mit teilregulierten Mieten hat die Ankaufsrenditen deutlich gedr?ckt. "Der Spread zu Anlagealternativen mit ?hnlichem strukturiertem Profil, wie etwa Staatsanleihen, und damit das Interesse an Wohninvestments bleibt zwar bestehen, allerdings wird dadurch auch der Risikospielraum im Assetmanagement kleiner", beschreibt Michael Bender die Situation und erg?nzt: "In der Konsequenz bedeutet dies, dass in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit regionale Core+/Core-M?rkte bzw. -Objekte besonders gefragt sind, auch wenn sich die Marktakteure hinsichtlich des Produkttyps und des Investitionsvolumens deutlich flexibler zeigen. So d?rfen es neben klassischen Mehrfamilienh?usern und Wohnanlagen auch mal andere Wohntypologien wie beispielsweise Reihenh?user oder Investments mit kleinerem Volumen sein. Ein Trend, der sich aus unserer Sicht auch im Jahr 2021 erst einmal fortsetzen wird."

III Die Abh?ngigkeit von politischen Rahmenbedingungen bleibt hoch : "Wir befinden uns derzeit in einem Investitionsumfeld, das verl?ssliche Rahmenbedingungen und Leitplanken durch die Politik im Markt notwendig macht. Auch wenn aktuell im Spannungsfeld zwischen Investitionsdruck und wohnungspolitischer Unsicherheit die Chancen auf dem Wohninvestmentmarkt die Oberhand behalten, werden die anhaltenden wohnungspolitischen Eingriffe auch in naher Zukunft f?r regulatorische Unsicherheit sorgen", so Scheunemann . W?hrend beispielsweise in Berlin noch der Ausgang der laufenden ?berpr?fung der Berliner Mietobergrenze durch das Bundesverfassungsgericht abgewartet wird, werden bereits Stimmen f?r eine bundesweite Einf?hrung lauter.

IV Regionale Verschiebungen in der Wohnraumnachfrage bieten Opportunit?ten : Die Covid-19-Krise hat die Pr?ferenzen der Wohnraumnachfrage ver?ndert. Dieser Trend ist auch mit r?umlichen Verschiebungen verkn?pft, die den institutionellen Blick auf neue und/oder erweiterte regionale M?rkte lenken. "Investitionsschwerpunkte sind vor allem die deutschen Ballungszentren. Der Berliner Transaktionsmarkt konnte sich noch weiter von den anderen St?dten absetzen und kommt auf einen Anteil von 18 Prozent (4 Mrd. Euro) am gesamten deutschlandweiten Transaktionsvolumens. Mit deutlichem Abstand folgen Hamburg mit 6 Prozent (1,2 Mrd. Euro) und Frankfurt am Main mit 5 Prozent (1,1 Mrd. Euro)", f?hrt Michael Bender aus und erg?nzt: "In 2021 werden sich die Grenzen der Ballungszentren weiter in die Peripherie verschieben und dadurch auch neue M?rkte attraktiver werden."

V Flexibilit?t und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger :Auch auf Seiten der institutionellen Investoren sind Ver?nderungen in der Nachfrage zu erkennen, die aus der direkten Erfahrung der Krise resultieren. Bei Immobilien im Neubau wird verst?rkt darauf geachtet, dass diese die F?higkeit haben, sich zuk?nftig an Marktver?nderungen noch flexibler anzupassen. "Neben der Flexibilit?t h?lt auch das Thema soziale und ?kologische Nachhaltigkeit (kurz: ESG) zunehmend Einzug in die Wohnungswirtschaft. Politische Bestrebungen, wie der 'Green Deal' auf europ?ischer Ebene, eine h?here Sensibilit?t auf der Verbraucherseite und eine zunehmende Relevanz entsprechender Zertifizierungen er?ffnen auch institutionellen Investoren neue M?glichkeiten", so Helge Scheunemann und Michael Bender erg?nzt: "Es bleibt abzuwarten, wie genau sich das Kriterium der Nachhaltigkeit in Zukunft in das gewohnte Risiko-Rendite-Paradigma einf?gen wird. Der Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit wurde jedoch bereits als ein zentraler Schl?ssel zur Erzielung langfristig stabiler Cashflows identifiziert und gerade dieser Aspekt konnte im Zuge der Krise eine besonders hohe Priorit?t verzeichnen."

Michael Bender abschlie?end: "Insgesamt l?sst sich also festhalten, dass indirekte und direkte Effekte nicht nur kurzfristig das Geschehen am Markt beeinflussen werden, sondern dass die Erfahrungen der Krise das Interesse an Wohninvestments nachhaltig ver?ndert haben. Angesichts dieser Entwicklungen erwarten wir f?r das Jahr 2021 eine ?hnliche Anzahl von Deals auf dem institutionellen Wohninvestmentmarkt wie im vergangenen Jahr. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Gro?teil im Segment der kleineren und mittelgro?en Deals liegen wird, so dass das Transaktionsvolumen in etwa auf dem F?nfjahresdurchschnitt von rund 19 Mrd. Euro liegen d?rfte."

* Verkauf von Wohnungspaketen und Studentenheimen mit mindestens 10 WE und 75 Prozent Wohnnutzung sowie der Verkauf von Unternehmensanteilen mit ?bernahme einer Kontrollmehrheit ohne B?rseng?nge

Pressekontakt:

Dorothea Koch, Tel. 069 2003 1007, mailto:dorothea.koch@eu.jll.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/62984/4805970 Jones Lang LaSalle SE (JLL)

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