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Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Wieder ist der Dax am Montag an der Kursmarke von 13 300 Punkten abgeprallt.

14.09.2020 - 12:11:30

Börse in Frankfurt - Dax gibt frühe Gewinne ab

Gegen Mittag reduzierte der deutsche Leitindex sein Plus auf nur noch 0,16 Prozent auf 13.223,77 Punkte. Anleger hätten zuletzt immer wieder ab 13.300 Punkten angefangen, ihre Gewinne mitzunehmen, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Wenn es dem Dax nicht gelinge, diesen Widerstand zu überwinden, drohe womöglich eine Korrektur bis 13.000 Punkte, prognostizierten die Charttechnik-Experten der UBS.

Besser sah es zum Wochenauftakt für den MDax der mittelgroßen Werte aus mit plus 0,68 Prozent auf 27.531,85 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone legte um 0,2 Prozent zu.

Im Blick haben die Anleger bereits die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch. «An ihrem Leitzins wird die Fed sicherlich nicht rütteln», sagte Experte Altmann. Interessant werde aber, mit welchen Worten die Notenbanker die bereits angekündigte Änderung der Inflationsstrategie in ihre Aussagen einbauen. Anders als die Europäische Zentralbank (EZB) zeigten sich die Währungshüter in den USA trotz solider Konjunkturdaten deutlich vorsichtiger und großzügiger, was die Bereitstellung von Liquidität angehe, ergänzte Experte Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader.

Die Papiere der Merck KGaA rückten gegen Mittag mit plus 0,6 Prozent ins vordere Dax-Feld vor. Die Darmstädter verbreiteten mit Blick auf die bevorstehende Onlinetagung europäischer Onkologen Mitte des Monats Optimismus.

Halbleiterwerte wurden von der Erholung im Technologiesektor mit nach oben gezogen. Für Bewegung im Sektor sorgte die Nachricht zur angepeilten Übernahme des britischen Chip-Designers Arm, ein Schlüssel-Unternehmen für die Smartphone-Branche, durch den US-amerikanischen Grafikkarten-Spezialisten Nvidia. Im Dax gewannen Infineon 1,1 Prozent.

Im MDax schnellten die Stamm-Aktien von Metro mit plus 7,4 Prozent auf 8,93 Euro an die Spitze. Die Nachricht, dass der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky seine Macht beim deutschen Handelskonzern weiter ausbauen will, war hier der Treiber. Den Anteilseignern werde ein freiwilliges Übernahmeangebot von wahrscheinlich 8,48 Euro je Stammaktie sowie zirka 8,87 Euro je Vorzugsaktie unterbreitet, teilte die von Kretinsky kontrollierte EP Global Commerce GmbH (EPGC) mit. Von Metro hieß es, die Offerte sei deutlich zu niedrig.

Der Immobilieninvestor Corestate Capital beschaffte sich am Kapitalmarkt frisches Geld. Der Markt nehme es wohlwollend auf, dass Corestate mehr Barmittel zur Verfügung habe und in der Lage sei, Schulden abzubauen, hieß es aus dem Handel. Corestate gewannen an der SDax-Spitze rund zehn Prozent.

@ dpa.de

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