Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt eine klare Positionierung gescheut.

06.11.2018 - 18:31:25

Börse in Frankfurt - Wenig Bewegung im Dax vor US-Zwischenwahlen. Der Leitindex Dax pendelte um den Vortags-Schlusskurs und verlor letztlich 0,09 Prozent auf 11 484,34 Punkte.

Wenig anders sah es beim MDax aus, in dem sich die mittelgroßen Unternehmen versammeln: Er verabschiedete sich am Dienstag 0,19 Prozent tiefer bei 24 203,29 Zählern aus dem Handel.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es letztlich um 0,31 Prozent auf 3207,42 Punkte nach unten. Die nationalen Indizes in Paris und London gaben etwas deutlicher nach. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Börsenschluss hingegen leicht in der Gewinnzone.

Die traditionelle Abstimmung zur Hälfte der Amtszeit eines US-Präsidenten, bei der das gesamte Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatoren neu gewählt werden, ist immer auch ein Referendum über dessen Politik, so auch im Fall von Donald Trump. Prognosen zufolge könnte Trumps republikanische Partei ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren, den knappen Vorsprung im Senat - der zweiten Kongresskammer - aber behaupten. Meinungsforscher warnten allerdings davor, sich zu sehr auf Umfragen zu verlassen.

Ein solcher Wahlausgang würde Trump in seiner bisherigen Politik stark hemmen, was zu Unsicherheiten an den Märkten führen könnte, sagte Fondsmanager Olivier de Berranger von La Financière de L'Echiquier. Die Chancen auf eine Entspannung im Handelsstreit mit China stiegen dann zwar, doch zugleich nähmen die Gefahren einer Konfrontation zwischen einem demokratischen Repräsentantenhaus und einem republikanischen Senat zu.

Im Dax setzten sich die Papiere der Deutschen Post mit fast dreieinhalb Prozent Plus an die Spitze. Zwar brockte die Sanierung des heimischen Brief- und Paketgeschäfts der Post im Sommer deutlich rückläufige Gewinne ein. Doch Analysten hatten nach der Warnung im Juni mit einem noch etwas stärkeren Einbruch gerechnet.

Am Dax-Ende hingegen litten die Aktien von Eon mit einem Kursrückgang um knapp zwei Prozent unter einer Abstufung.

Im MDax waren die Anteilsscheine des Biotech-Unternehmens Morphosys nach Zahlen sowie einem nun noch etwas optimistischeren Blick auf den Jahresumsatz mit knapp acht Prozent Plus Favorit. K+S-Titel profitierten von optimistischeren Aussagen zum Gesamtjahr der Düngerhersteller-Konkurrenten Nutrien und Mosaic und stiegen mehr als anderthalb Prozent.

Das Modeunternehmen Hugo Boss und der Online-Modehändler Zalando konnten hingegen mit ihren Geschäftsberichten nicht begeistern. Zalando rutschte im dritten Quartal tiefer in die roten Zahlen. Höhere Kosten für Logistik, Vertrieb und Service mussten gestemmt werden. Zugleich schmälerte - wie bei Hugo Boss - der heiße Sommer die Nachfrage. Zalando-Aktien verloren als MDax-Schlusslicht rund achteinhalb Prozent. Anteile von Hugo Boss verbilligten sich um dreieinhalb Prozent.

Im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen sprangen die Aktien der SGL Group mit plus elf Prozent an die Spitze. Der Kohlefaserspezialist, der 2017 nach einer langen Durststrecke aus den roten Zahlen kam, hob seine Jahresziele an und rechnet für 2018 erstmals mit einem Jahresumsatz von einer Milliarde Euro.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,27 Prozent am Vortag auf 0,25 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 140,92 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,08 Prozent auf 159,64 Punkte. Der Euronotierte bei 1,1421 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1428 Dollar festgesetzt.

@ dpa.de

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