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Dax, MDax

Frankfurt / Main - Konjunktursorgen haben den Dax im noch jungen Börsenmonat Oktober ausgebremst.

02.10.2019 - 12:10:25

Börse in Frankfurt - Dax vor dem Feiertag schwach. Nach dem schwachen Vortag ging es für den deutschen Leitindex gegen Mittag um weitere 1,24 Prozent bergab auf 12.112,17 Punkte.

Auslöser der zurzeit schlechten Stimmung waren vor allem enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA, aber auch aus der Eurozone, die am Dienstag bereits belastet hatten.

«Der Konjunkturoptimismus ist verflogen, der Druck wird größer, und die Gefahr speziell für zyklische Unternehmen nimmt drastisch zu», kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank das Geschehen. Anleger müssten nun auch mit stärkeren Schwankungen rechnen, da es in den kommenden Handelstagen kaum Kaufimpulse geben werde und der Verkaufsdruck auf ein eher dünnes Handelsvolumen treffen könnte.

Der MDax, der die mittelgroßen deutschen Werte umfasst, büßte am Mittwoch bislang 1,06 Prozent auf 25.386,63 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 1,31 Prozent.

Die zuletzt schwachen Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone und den USA lasteten zur Wochenmitte weiter auf konjunkturabhängigen Sektoren. Vor allem Chemiewerte gerieten unter Druck. Im Dax wurden Covestro zudem von einer Abstufung durch Mainfirst belastet. Am Index-Ende ging es um fast 4 Prozent abwärts. Im MDax waren Fuchs Petrolub das Schlusslicht mit einem Minus von mehr als 4 Prozent. Auch hier senkte Mainfirst den Daumen.

Aktien von Autoherstellern rückten nach US-Absatzzahlen in den Blick. Die Erfolgsserie von Volkswagen auf dem US-Markt ist vorerst beendet - die Wolfsburger erlitten dort einen Absatzeinbruch. Die Volkswagen-Vorzüge verbilligten sich um annähernd eineinhalb Prozent.

Der Finanzierungsdienstleister Grenke erhöhte die Prognose für das Neugeschäft im Kernsegment Leasing nach einem starken dritten Quartal. An der MDax-Spitze gewannen die Aktien 6 Prozent dazu. Im Aufwind befanden sich zudem die Papiere der Medizintechnikkonzerne Drägerwerk und Carl Zeiss Meditec.

@ dpa.de