Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gewerkschaften, Tarife

Frankfurt / Main - Im festgefahrenen Tarifkonflikt der Gebäudereiniger verschärft die IG Bauen-Agrar-Umwelt den Ton.

07.10.2019 - 11:36:23

Verschlechterte Konditionen - IG BAU prangert «dreckige Jobs» für Gebäudereiniger an

Auf ihrer Internetseite will die Gewerkschaft in den kommenden Tagen Unternehmen beim Namen nennen, die nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter den tariflosen Zustand ausnutzen, um ihren Beschäftigten deutlich verschlechterte Konditionen aufzuzwingen. Den Anfang machte die IG BAU mit dem Branchenriesen Piepenbrock aus Osnabrück.

Verhandlungsführerin Ulrike Laux sprach von einem «stillen Branchenangriff auf die Arbeitsverträge». Reinigungskräfte würden dabei «regelrecht über den Tisch gezogen», bislang geltende Ansprüche zu Lohn und Urlaub gedrückt.

Am «Dirty-Job-Pranger» ist ein Piepenbrock-Arbeitsvertrag veröffentlicht, der laut IG BAU einem bereits dort beschäftigten Gebäudereiniger angeboten worden sei. Zuschläge für Arbeit an Sonn-und Feiertagen sowie nachts seien gekürzt, der tarifliche Urlaubsanspruch «klammheimlich» gekürzt worden. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Die Gewerkschaft rät Beschäftigten dringend davon ab, neue Arbeitsverträge zu unterschreiben. Die Arbeitgeber hatten den Rahmentarif zum 31. Juli gekündigt und übten nun teils starken Druck auf die Beschäftigten aus. Nach Darstellung der IG BAU wirkt der Rahmentarif für die Alt-Beschäftigten nach. Höchstens bei Neu-Einstellungen könne abgewichen werden. Ab Dienstag sollen erneut Warnstreiks stattfinden. Es gehe um Infrastruktur-Objekte und Produktionsanlagen der Industrie.

@ dpa.de