Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Hoffnungen auf eine atomare Abrüstung Nordkoreas haben am Dienstag für optimistische Stimmung am deutschen Aktienmarkt gesorgt.

12.06.2018 - 11:26:25

Börse in Frankfurt - Optimismus an der Börse nach Gipfeltreffen in Singapur. Im frühen Handel gewann der deutsche Leitindex 0,30 Prozent auf 12 881,98 Punkte.

Der MDax, in dem sich die mittelgroßen Unternehmen befinden, rückte um 0,42 Prozent auf 26 823,35 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,59 Prozent auf 2860,71 Zähler. Ein wenig aufwärts ging es auch für den EuroStoxx 50. Der Leitindex der Eurozone legte zuletzt um 0,10 Prozent auf 3483,87 Punkte zu.

Das historische Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un nannten beide erfolgreich. Kim erklärte sich zu einer kompletten atomaren Abrüstung bereit. Trump versprach im Gegenzug Sicherheitsgarantien.

Auf Unternehmensseite richteten sich die Blicke abermals auf die Deutsche Post sowie auf den Autobauer Daimler. Die «Aktie Gelb» büßte am Dax-Ende 1,1 Prozent ein. Der Bonner Logistikkonzern hatte in der vergangenen Woche die Anleger mit einer Gewinnwarnung wegen Problemen im Briefgeschäft geschockt und Restrukturierungen angekündigt. Nun soll laut dem «Manager Magazin» der Vorstand des erst kürzlich geschaffenen Ressorts für Mobilitätslösungen, Jürgen Gerdes, gehen. Unzufriedenheit mit dessen langjähriger Tätigkeit als Chef der Kernsparte PeP (Postbriefe, E-Commerce, Pakete) sei der Grund.

Um das Thema Abgas-Manipulation ging es erneut beim Autobauer Daimler. Die Stuttgarter müssen wegen des Vorwurfs unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung europaweit 774 000 Fahrzeuge zurückrufen, darunter 238 000 in Deutschland. Die Aktien legten nach Verlusten am Vortag als Spitzenwert im Leitindex um 1,5 Prozent zu. Ein Händler sprach unter anderem von Erleichterung unter den Anlegern, da Zetsche gesagt haben soll, dass ein milliardenschweres Ordnungsgeld vom Tisch sei.

Die Aussicht auf eine steigende Gewinnbeteiligung hat die Aktionäre des Baustoffkonzerns HeidelbergCement überzeugt, dessen Papiere um 0,7 Prozent zulegten. Im SDax hingegen ging es um 6,6 Prozent abwärts für die Aktien von Heidelberger Druck, nachdem der Druckmaschinen-Hersteller mit seinem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr enttäuschte. Eine negative Studie der Schweizer Bank Credit Suisse belastete die Anteile von Wacker Chemie mit minus 1,3 Prozent. Für die Papiere des Außenwerbespezialisten Ströer dagegen ging es um 3,6 Prozent nach oben.

@ dpa.de

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