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DAX, Mdax

Frankfurt / Main - Die Aussicht auf einen lang ersehnten Etappenerfolg im Handelskonflikt hat den Dax am Donnerstag zeitweise über 13.300 Punkte getrieben.

07.11.2019 - 18:22:38

Börse in Frankfurt - Dax steigt weiter

Im Fokus standen außerdem zahlreiche deutsche Konzerne mit Quartalsberichten. Der deutsche Leitindex baute seine Gewinne der vergangenen vier Handelstage weiter aus und schloss letztlich mit plus 0,83 Prozent auf 13.289,46 Punkten. Bis zum Rekordhoch im Januar 2018 fehlen dem Dax nun nur noch etwas mehr als 300 Punkte.

Der MDax stieg am Donnerstag erstmals wieder seit August 2018 über 27.000 Punkte. Mit einem Plus von 0,63 Prozent auf 27.132,43 Zähler ging der Index der mittelgroßen Unternehmen letztlich aus dem Tag. Auch weltweit herrschte gute Stimmung an den Börsen.

Wie die chinesische Regierung mitteilte, hätten sich im Handelskrieg zwischen den USA und China Fortschritte abgezeichnet. Nach «ernsthaften und konstruktiven» Gesprächen zwischen führenden Regierungsvertretern beider Länder habe man sich darauf verständigt, die Strafzölle bei Fortschritten in den Verhandlungen schrittweise zurückzunehmen, zitierten chinesische Medien den Sprecher des Handelsministeriums Gao Feng auf einer Pressekonferenz am Donnerstag. Die Senkung der Zölle sei «eine wichtige Bedingung für eine Einigung», hieß es. Die USA haben Chinas Erklärung indes noch nicht bestätigt.

Mit allein fünf Dax-Konzernen, die Quartalszahlen vorlegten, sowie weiteren Zahlen aus der zweiten und dritten Börsenreihe lief hierzulande die Berichtssaison auf Hochtouren.

Die Lufthansa-Aktien führten mit plus 6,8 Prozent die Gewinner im Leitindex an. Die Fluggesellschaft hatte von ersten Erfolgen durch Eingriffe bei Eurowings sowie von neuen Sparpläne für weitere schwächelnde Tochtergesellschaften profitiert. Die Quartalszahlen fielen besser als befürchtet aus und trotz Streiks und Preiskampfes in Europa hält das Management am Jahresgewinnziel (bereinigtes Ebit) fest.

Der Technologiekonzern Siemens will die Dividende anheben. Die Titel setzten ihre Rally der vergangenen Wochen fort und gewannen 4,9 Prozent, womit sie den höchsten Stand seit Sommer 2018 erreichten.

Die Anteile von HeidelbergCement und Deutsche Telekom zählten mit minus 4,5 Prozent beziehungsweise minus 2,0 Prozent zu den schwächsten Dax-Werten. Der Baustoffkonzern hatte den Quartalsumsatz nicht so stark wie von Analysten erwartet gesteigert. Allerdings waren die Papiere seit Anfang Oktober bereits stark gestiegen. Bei der Telekom vergrätzten vor allem Aussagen zur Dividendenpolitik die Anleger. Die endgültigen Zahlen von Munich Re fanden kaum Interesse. Die Aktien schlossen nahezu unverändert.

Im MDax zogen der Chiphersteller Dialog mit plus 7,4 Prozent und Freenet mit plus 3,3 Prozent nach Quartalsberichten deutlich an. Auch das kräftige Wachstum des auf Arztpraxen und Apotheken ausgerichteten Softwareherstellers Compugroup fand am Markt Anklang. Die Aktien gewannen 2,8 Prozent.

ProSiebenSat.1 büßten als MDax-Schlusslicht 3,0 Prozent ein. Ein überraschend schwaches Fernsehwerbegeschäft hatte Spuren hinterlassen. Im SDax knickten die Papiere von SMA Solar um 12 Prozent ein. Nach der jüngsten Kurserholung nutzen Anleger die Quartalszahlen, um Kasse zu machen. Die Aktien des Motorenbauers Deutz als Index-Spitzenwert stiegen um 9,7 Prozent. Ein deutlicher Umsatzanstieg im dritten Quartal hatte die Investoren überzeugt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,49 Prozent höher bei 3706,68 Zählern. Auch in Paris und London stiegen die Indizes. In den USA legte der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zum Börsenschluss in Europa um 0,8 Prozent zu.

Am deutschen Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei 0,32 Prozent. Der Rentenindex Rex zeigte sich ebenfalls unverändert bei 144,36 Punkten. Der Bund-Future verlor 0,85 Prozent auf 169,44 Punkte. Der Eurokurs sank. Die Gemeinschaftswährung kostete am Abend 1,1043 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1077 (Mittwoch: 1,1090) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9028 (0,9017) Euro.

@ dpa.de

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