Dax, MDax

Frankfurt / Main - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben den Schock der jüngsten US-Inflationsdaten am Mittwoch noch nicht ganz verdaut.

14.09.2022 - 12:45:26

Börse in Frankfurt - Dax verliert leicht. Der Leitindex Dax verlor gegen Mittag zwar 0,47 Prozent auf 13.127,40 Punkte, stand damit aber etwas weniger unter Druck als am Vortag. Der MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen sank um 0,67 Prozent auf 25.146,59 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,25 Prozent auf 3577,36 Zähler nach unten. An den US-Börsen zeichnet sich nach dem gestrigen heftigen Rückschlag eine Stabilisierung ab.

Am Dienstag hatte der Dax an den freundlichen Wochenauftakt angeknüpft und war bis an seine 100-Tage-Linie herangelaufen, die den langfristigen Trend beschreibt, bevor die unerwartet beständige US-Inflation die Anleger kalt erwischte. Die für den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed so wichtige Kerninflation lag im August überraschend 0,6 Prozentpunkte über dem Vormonat und 6,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Aus Unternehmenssicht schockte Kion die Anleger: Der Gabelstapler-Hersteller rechnet im dritten Quartal wegen gestiegener Kosten im Projektgeschäft mit einem Verlust im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Störungen in den Lieferketten und deutlich gestiegene Kosten belasteten das Geschäft schwer.

Die Aktien von Kion brachen als klares Schlusslicht im MDax um rund ein Viertel ihres Werts ein und waren so günstig wie zuletzt im Jahr 2014. Die Papiere des Wettbewerbers Jungheinrich fielen um knapp dreieinhalb Prozent.

Für die Papiere der Lufthansa ging es um dreieinhalb Prozent nach unten, nachdem der Bund seine Beteiligung an der Fluggesellschaft komplett verkauft hat. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds veräußerte seinen zuletzt verbliebenen Anteil von knapp zehn Prozent im Rahmen einer Blockplatzierung an internationale Investoren.

Der Online-Händler About You reduzierte wegen der sinkenden Konsumlaune und der Eintrübung der Konjunktur die Umsatz- und Ergebnisziele für das laufende Geschäftsjahr. Die Anteilsscheine knickten am Ende des Nebenwerteindex SDax um sechseinhalb Prozent ein.

Dagegen katapultierte eine angehobene Geschäftsprognose die Anteilsscheine des Autovermieters Sixt mit über vier Prozent Plus in die MDax-Spitzengruppe.

@ dpa.de

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