Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Der Stabilisierungsversuch des Dax hat sich erst einmal als Strohfeuer erwiesen.

13.02.2018 - 10:34:25

Börse in Frankfurt - Dax kommt nicht von der Stelle. An diesem Dienstag sank der deutsche Leitindex in der ersten Handelsstunde um 0,26 Prozent auf 12 250,37 Punkte.

Zu Wochenbeginn hatte er sich noch deutlich von seiner Talfahrt der vergangenen Wochen erholt, die ihn am Freitag auf den tiefsten Stand seit August gedrückt hatte.

Nur wenig besser als der Dax schlugen sich am Dienstagvormittag die anderen deutschen Aktienindizes: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen gewann 0,11 Prozent auf 25 238,83 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax bei 2477,95 Zählen auf der Stelle trat. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,26 Prozent auf 3359,38 Punkte nach unten.

Angesichts der jüngsten Diskussionen über die Zinsen achten Investoren ganz genau auf Signale zur Inflationsentwicklung. So stehen in Kürze Verbraucherpreisdaten aus Großbritannien auf der Agenda und und in den kommenden Tagen aus Deutschland sowie aus den USA.

Im Fokus standen am Dienstag einige Unternehmenszahlen. Die Anteilsscheine von Aurubis sackten mit minus 3,86 Prozent ans MDax-Ende. Der Kupferhersteller profitierte im ersten Geschäftsquartal zwar von höheren Kupferpreisen und gestiegenen Raffinierlöhnen für Altkupfer. Börsianer sahen die Resultate aber unter den Erwartungen und sprachen von Gewinnmitnahmen bei den zuletzt etwas erholten Aktien.

Dagegen gehörten Metro-Aktien mit plus 0,89 Prozent zu den größten Gewinnern im MDax. Der Lebensmittelkonzern steigerte im Weihnachtsquartal seinen Gewinn. Einerseits wurde er in seiner wichtigen Großhandelssparte durch ein schwaches Russland-Geschäft gebremst. Auf der anderen Seite musste Metro aber nicht mehr wie im Vorjahr hohe Umbaukosten bei der Supermarkttochter Real verkraften. Nach eher mauen Umsatzzahlen, die bereits vorab veröffentlicht worden waren, hätten die Gewinnkennzahlen die Anleger wieder positiver gestimmt, sagten Marktbeobachter.

Beim Internetportalbetreiber Scout24 konnten sich die Anleger über ein Kursplus von 1,49 Prozent und einen der vorderen Plätze im Nebenwerte-Index SDax freuen. Das Unternehmen verdiente zum Jahresende hin dank steigender Makler- und Händlerzahlen operativ unerwartet viel. Zudem lasse der Ausblick mit Blick auf die Markterwartungen noch Spielraum nach oben, erklärte Analyst Ian Whittaker vom britischen Investmenthaus Liberum.

@ dpa.de

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