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Dax, Aktienindex

Frankfurt / Main - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag dank überraschend starker Stimmungsdaten aus der Wirtschaft einen kräftigen Schwung nach oben erhalten.

23.06.2020 - 15:02:05

Börse in Frankfurt - Dax kratzt an 12 600 Punkten

Hinzu kam im weiteren Verlauf Unterstützung aus den USA, denn dort dürfte es ebenfalls aufwärts gehen. Am frühen Nachmittag gewann der Dax 2,67 Prozent auf 12.590,25 Punkte.

Er kratzt damit wieder an der Marke von 12.600 Punkten. Der MDax rückte um 1,29 Prozent auf 26.309,48 Punkte vor und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 2,10 Prozent auf 3309,66 Punkte.

Laut dem Forschungsinstitut IHS Markit erholte sich die Unternehmensstimmung (PMI) im Juni in Europa kräftig von ihrem Einbruch in der Corona-Krise. Der Optimismus unter den Einkaufsmanagern war deutlich ausgeprägter als Analysten erwartet hatten.

Trotz allem aber bleiben Marktbeobachter vorsichtig: Portfoliomanager Thomas Altmann von der Investmentboutique QC Partners etwa verwies auf die allgemein eher geringen Börsenumsätze, was auf Vorsicht und Zurückhaltung der Anleger schließen lasse.

Unter den Einzelwerten blieb die von einem milliardenschweren Bilanzskandal erschütterte Wirecard-Aktie im Fokus. Nach der heftigen Talfahrt seit Donnerstag, während derer sie 85 Prozent einbüßte, ging es nun erstmals wieder aufwärts. Zuletzt erholte sich das Papier des Zahlungsabwicklers mit 27 Prozent auf 18,35 Euro. Noch am Mittwoch hatte es allerdings mehr als 100 Euro gekostet.

Die Anteilsscheine von Bayer setzten sich mit plus 6,3 Prozent an die zweite Stelle. Wie das «Handelsblatt» unter Berufung auf Kreise der Verhandlungspartner und des Unternehmens berichtet, steht der Pharma- und Agrarchemiekonzern unmittelbar vor einem milliardenschweren Vergleich mit den Gyphosat-Klägern in den Vereinigten Staaten. Die Höhe des Vergleichs soll bei 8 bis 10 Milliarden US-Dollar liegen.

Für die Aktien von HeidelbergCement ging es nach einem positiven Analystenurteil um 4,3 Prozent nach oben.

In der zweiten Reihe waren die Anteilsscheine des auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierten Softwareanbieter Compugroup Schlusslicht im MDax mit einem Minus von 3,6 Prozent. Das Unternehmen besorgte sich zur Finanzierung weiteren Wachstums frisches Geld am Aktienmarkt. Der Abschlag auf den Schlusskurs am Vortag kam dabei jedoch nicht gut an.

Für die Aktien der Lufthansa ging es zugleich um 1,0 Prozent abwärts. In den Verhandlungen mit den Gewerkschaften über Sparmaßnahmen gab es bislang keinen Durchbruch.

Im SDax sprangen die Anteilsscheine des Stahlhändlers Klöckner & Co um knapp 20 Prozent hoch. Dank Einsparungen infolge der fortschreitenden Geschäftsdigitalisierung kam KlöCo in der Corona-Krise besser als zunächst befürchtet durch das zweite Quartal.

Der Euro stieg bis zum frühen Nachmittag auf 1,1302 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1213 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite wie am Vortag bei minus 0,44 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 144,94 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,21 Prozent auf 175,58 Zähler.

© dpa-infocom, dpa:200623-99-529064/4

@ dpa.de