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Dax, Deutschland

Frankfurt / Main - Der deutsche Aktienmarkt bleibt nach den jüngsten Kursverlusten unter Druck.

20.08.2021 - 10:22:07

Börse - Anleger bleiben nach Kursverlusten vorsichtig. Der Leitindex Dax gab im frühen Handel am Freitag um 0,15 Prozent auf 15.741,38 Punkte nach. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Minus von rund 1,5 Prozent an. Sein vor einer Woche erreichtes Rekordhoch von 16.030 Zählern hat das Barometer aus den Augen verloren.

Hinweise der US-Notenbank auf eine geldpolitische Straffung womöglich noch in diesem Jahr hatten den Dax am Donnerstag um zeitweise mehr als zwei Prozent auf das tiefste Niveau seit Anfang August absacken lassen. Zudem gibt es angesichts der Ausbreitung der Deltavariante des Coronavirus Konjunktursorgen. Die Industrie bekommt weiter Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten zu spüren.

Auf Wochensicht deutet sich beim Dax ein Minus von rund zwei Prozent an. Sein vor einer Woche erreichtes Rekordhoch von 16.030 Zählern hat er aus den Augen verloren. Der MDax büßte am Freitag 0,71 Prozent auf 35.356,00 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,4 Prozent nach.

Im Autosektor knüpften die Vorzugsaktien von Volkswagen an ihre jüngsten Verluste an und fielen am Dax-Ende um rund zwei Prozent. Wegen der Knappheit bei Halbleitern soll die Produktion im Stammwerk in Wolfsburg nach der Sommerpause nur eingeschränkt anlaufen. Es wird Kurzarbeit beantragt. Bereits am Vortag hatte ein Bericht über eine anstehende Produktionskürzung beim japanischen Autobauer Toyota wegen des Mangels an Halbleitern Autowerte generell belastet.

Am MDax-Ende sackten die Anteilsscheine der Lufthansa um 2,6 Prozent ab. Die Papiere befinden sich bereits seit Anfang März in einem Abwärtstrend. Zu Beginn der Woche hatte die Ankündigung, dass der deutsche Staat seinen Aktienanteil zurückschrauben will, den Kurs zusätzlich belastet. Zudem steht eine Kapitalerhöhung im Raum. Auch die Corona-Infektionszahlen verschrecken die Anleger. Die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport fielen um knapp 2 Prozent.

In den hinteren Börsenreihen knickten die Papiere der Container-Reederei Hapag-Lloyd nach einer Verkaufsempfehlung des Bankhauses Metzler um mehr als 6 Prozent ein.

Gefragt waren als defensiv geltende Aktien etwa aus dem Versorgersektor. So stiegen die Eon-Papiere um 0,3 Prozent. Mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent waren nur die Aktien von RWE besser im Dax. Ihnen half ein positiver Kommentar der Bank JPMorgan.

@ dpa.de

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