Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Der Dax ist unter die Marke von 12 000 Punkten gerutscht.

11.08.2017 - 10:05:24

Börse in Frankfurt - Dax rutscht unter 12 000 Punkte. In der ersten Stunde nach der Eröffnung verlor der deutsche Leitindex 0,23 Prozent auf 11 986,98 Zähler.

Am Vortag hatte er die 12 000er-Marke zum Handelsschluss noch gerade so verteidigt. Die steigenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea lieferten den großen Aktienindizes keine große Chance auf eine signifikante Erholung vor dem Wochenende, kommentierten die Experten der LBBW.

Das Barometer droht nun unter die 200-Tage-Linie zu sinken, die den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Börsentage anzeigt. Fällt diese Unterstützung, könnte es weitere Kursverluste geben.

Grund für die zunehmende Risikoscheu sind weitere Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Nordkorea. Die eskalierende Rhetorik verunsichert die Anleger rund um den Globus. Trump hatte im Atomkonflikt mit Nordkorea seine «Feuer-und-Wut»-Rede verteidigt. Möglicherweise sei sie sogar nicht scharf genug gewesen, sagte er.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Freitag um 0,74 Prozent auf 24 441,18 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,82 Prozent auf 2214,98 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte 0,51 Prozent schwächer.

Im Dax fielen die Anteile der Deutschen Bank nach einem negativen Analystenkommentar um 1,2 Prozent auf 14,245 Euro und somit auf einen weiteren Tiefstand seit Ende vergangenen Jahres.

Im MDax verloren die Papiere von Deutsche Wohnen nach der Vorlage von Geschäftszahlen mehr als eineinhalb Prozent. Der Immobilienkonzern hatte den Ausblick auf 2017 bestätigt. Einige Analysten hätten aber auf eine Anhebung gehofft, sagten Händler. Für die Papiere von Innogy ging es um rund 1 Prozent runter. Die RWE-Ökostromtochter habe im ersten Halbjahr etwas schwächer als erwartet abgeschnitten, hieß es am Markt.

Die Cancom-Anteile rückten im TecDax zunächst deutlich vor, notierten aber zuletzt so gut wie unverändert. Der IT-Dienstleister hatte im zweiten Quartal zugelegt und den Ausblick bestätigt. An der Spitze im Kleinwerteindex SDax gewannen die Aktien des Autozulieferers Stabilus nach Quartalszahlen und erhöhter Umsatzprognose mehr als eineinhalb Prozent.

@ dpa.de

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