Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Der Dax ist inmitten der nächsten großen Welle von Quartalsberichten mau in den Tag gestartet.

09.08.2018 - 10:40:25

Börse in Frankfurt - Erneut kaum Dynamik im Dax

Der deutsche Leitindex stecke fest, Investoren steuerten derzeit lieber die Wall Street an, sagte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Dem Dax sei die Dynamik völlig abhanden gekommen.

In der ersten Handelsstunde bewegte sich das wichtigste deutsche Börsenbarometer mit zuletzt minus 0,01 Prozent beim Stand von 12.632,73 Punkten kaum. Seit seinem Kursrutsch Mitte vergangener Woche fällt ihm der nachhaltige Sprung über die 12.700-Punkte-Marke schwer.

Auch der MDax der mittelgroßen Firmen zeigte sich am Donnerstag mit minus 0,06 Prozent auf 26.778,89 Punkte kraftlos. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,20 Prozent auf 2933,07 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,25 Prozent auf 3484,75 Punkte.

Der internationale Handelsstreit blieb im Fokus der Anleger. Auf die neuen US-Zölle für China hatte das Reich der Mitte nun Vergeltungszölle in gleicher Höhe angekündigt. Auch wenn die USA die negativen Effekte einer fortwährenden Eskalation ebenfalls spüren dürften, seien Investoren der Ansicht, dass die US-Wirtschaft aus diesem Streit als Sieger hervorgehe, schrieb Analyst Cutkovic.

Mit der Deutschen Telekom, Merck KGaA, Thyssenkrupp und Adidas berichten am vorletzten Handelstag der Woche vier Konzerne aus der ersten deutschen Börsenliga über ihre jüngste Entwicklung. Dazu gibt es eine größere Menge an Bilanzen von Unternehmen unter dem Dax.

Die Adidas-Anteile sprangen mit einem Plus von fast 8 Prozent an die Dax-Spitze nach besser als erwartet ausgefallenen Zahlen für das zweite Quartal. Damit fand die verhaltene Entwicklung der vergangenen Wochen ein Ende.

Ernüchterung machte sich bei den Anleger des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck KGaA breit, der einen Gewinnrückgang verkraften musste. Die Aktien verloren als schwächster Dax-Wert mehr als 3 Prozent. Sie seien zuletzt gut gelaufen, der Quartalsbericht gebe keinen Anlass für weitere Käufe, kommentierte ein Börsianer. Die Papiere der Deutschen Telekom und von Thyssenkrupp zeigten sich im frühen Handel nur wenig verändert.

Im MDax rückten Ströer-Papiere nach der Vorlage von Zahlen als beste Aktie um mehr als 4 Prozent vor. Der Medien- und Werbekonzern hatte im ersten Halbjahr vor allem dank des Ausbaus des Telefon- und Direktvertriebs kräftig zugelegt.

Verluste von mehr als 3 Prozent verbuchten die Titel des Anlagenbauers Dürr. Ein Analyst sagte, die Schwäche beim zu Dürr zählenden Maschinenbauer Homag sei ausgeprägter als gedacht. Schlechter waren im MDax nur die Papiere des Kupferkonzerns Aurubis, die nach der Vorstellung von Zahlen mehr als 4 Prozent einbüßten.

@ dpa.de

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