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Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Der Dax hat am Freitag in der ersten Handelsstunde seine Vortagesgewinne fast wieder komplett abgegeben.

24.09.2021 - 10:07:27

Börse in Frankfurt - Dax weiter im Minus. Mit einem Minus von zuletzt 0,71 Prozent auf 15.532,20 Punkte steuert der deutsche Leitindex auf Wochensicht derzeit aber noch auf ein Plus von rund 0,3 Prozent zu.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verlor am Freitagmorgen 0,49 Prozent auf 35.308,45 Zähler. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, verbuchte einen Abschlag von 0,7 Prozent. Am Vormittag steht hierzulande die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimas an, was für weitere Bewegung am Markt sorgen könnte.

Die Situation bei dem in Schieflage geratenen chinesischen Immobilienkonzern Evergrande bleibt spannend. Jennifer James, Portfolio-Managerin bei Janus Henderson Investors, hält es für unwahrscheinlich, dass Evergrande allein eine Finanzkrise auslösen wird. Dass die chinesische Regierung die Banken darüber informiert habe, dass das Unternehmen in dieser Woche keine Zinszahlungen vornehmen werde, sei ein Zeichen dafür, dass die Regierung Maßnahmen ergreife, um die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft einzudämmen.

Auch Europas Währungshüter halten die Auswirkungen der Krise von Evergrande für Europa derzeit für begrenzt. «Im Moment sehen wir das auf China konzentriert», sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem US-TV-Sender CNBC. «Für Europa kann ich sagen, dass es nur begrenzt direkt betroffen ist.»

Der Dax war am Montag mit 15.019 Punkten vor allem wegen Evergrande und den Sorgen vor einer möglichen Immobilienkrise in der Volksrepublik auf das tiefste Niveau seit Mai abgerutscht war, hatte zur Wochenmitte die Verluste aber bereits wieder fast wettgemacht. Die jüngsten geldpolitischen Signale der US-Notenbank Fed hatten dabei geholfen.

Aktienseitig stehen vor dem Wochenausklang Sportartikelhersteller im Fokus nach den am Vorabend vorgelegten Geschäftszahlen und einer gesenkten Jahresumsatzprognose von Nike. Analyst James Grzinic von Jefferies verwies auf die anhaltenden Lieferkettenunterbrechungen, die den Nordamerikanern zu schaffen machten. Die Probleme dürften bis ins späte Frühjahr 2022 nicht gelöst sein. Am Freitag beeinflusste dies die Aktienkurse der deutschen Konkurrenz: Adidas und die inzwischen ebenfalls im Dax notierten Titel von Puma verloren 3,5 beziehungsweise 2,7 Prozent. Damit waren sie die schwächsten Werte im Leitindex.

Teamviewer gewannen auf dem ersten Platz im MDax 2,3 Prozent. Das Bankhaus Metzler hatte die Bewertung der Papiere mit «Buy» aufgenommen. Analyst Holger Schmidt attestierte dem Anbieter von Fernwartungslösungen eine attraktive Kombination aus prozentual zweistelligem Umsatzwachstum und hoher Profitabilität. Der Kursabschlag zur Konkurrenz sei zu hoch.

@ dpa.de

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