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Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Der Dax hat am Donnerstagvormittag die Marke von 13 100 Punkten verteidigt.

23.07.2020 - 10:30:09

Börse in Frankfurt - Dax bekommt durch Quartalsberichte Aufwind. Eine Reihe sehr erfreulicher Quartalsberichte von US-Konzernen sowie von heimischen Unternehmen sorgte für positive Stimmung.

Allerdings ist angesichts der US-chinesischen Spannungen nach der von US-Präsident Trump verfügten Schließung eines chinesischen Konsulats auch die Unsicherheit zurückgekehrt. Sie gesellt sich zum Streit zwischen Republikanern und Demokraten über das nächste Konjunkturpaket und den Sorgen über die hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA.

Im frühen Handel stieg der deutsche Leitindex um 0,60 Prozent auf 13 183,00 Punkte und machte damit seinen Vortagesverlust mehr als wett. Nach einem anderthalbwöchigen starken Lauf, durch den der Dax gut sechseinhalb Prozent gewonnen hatte, war er am Dienstag bis auf 13 313 Punkte geklettert. Damit hatte er erstmals seit dem Corona-Crash in diesem Jahr wieder im Plus gelegen. Zugleich hatte das Börsenbarometer so auch seinen höchsten Stand seit Februar zurückerobert, bevor es zur Wochenmitte dann zu leichten Gewinnmitnahmen kam.

Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, trat am Donnerstagmorgen mit minus 0,02 Prozent bei 27 384,96 Punkten nahezu auf der Stelle. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte zugleich um 0,56 Prozent auf 3389,77 Punkte zu.

Neben stärker als erwartet ausgefallenen Quartalsberichten von Schwergewichten wie Microsoft und Tesla aus den USA überzeugte im Dax an diesem Tag der Autobauer Daimler. Zur Vorlage endgültiger Zahlen gab Vorstandschef Ola Källenius einen zuversichtlichen Ausblick auf das Gesamtjahr und bekräftigte seine jüngsten Aussagen, noch mehr als bisher angekündigt sparen zu wollen. Die Aktien sprangen mit plus 4,9 Prozent an die Index-Spitze und zogen die Papiere der Konkurrenz mit nach oben. VW und BMW, die wie Daimler am Tag zuvor noch von den Anlegern gemieden wurden, legten um 1,3 und 2,7 Prozent zu.

Die Papiere von Covestro indes büßten nach detaillierten Zahlen 1,5 Prozent ein und waren - abgesehen von den Aktien der insolventen Wirecard - das Schlusslicht im Dax. Überraschungen waren zur Vorlage des endgültigen Quartalsberichts des Kunststoffherstellers ausgeblieben. Den Ausblick hatte das Unternehmen wie erwartet beibehalten.

Im SDax sprangen die Anteilsscheine von Jungheinrich um 12 Prozent hoch und erreichten ein neues Hoch seit Mitte Dezember. Die Halbjahreszahlen sowie die Aussagen des Gabelstaplerherstellers zum Gesamtjahr überzeugten.

Salzgitter meldete für das erste Halbjahr wegen der Corona-Pandemie einen Verlust vor Steuern, der allerdings geringer als am Kapitalmarkt erwartet ausfiel. Zudem gab der Stahlhersteller auch einen nun deutlich zuversichtlicheren Ausblick auf 2020 als bislang. Die Anleger reagierten erleichtert und die Aktie gewann 1,4 Prozent.

Aixtron stiegen indes nur um 0,4 Prozent, denn der gemeldete starke Auftragseingang im zweiten Quartal war bereits erwartet und im Kurs vorweg genommen worden. Auch die nach wie vor begründete Hoffnung auf einen möglichen Aufstieg des LED- und Chipindustrieausrüsters in den MDax noch im August konnte keine weiteren starken Impulse liefern.

Um 2,8 Prozent ging es zugleich für das Hypoport-Papier abwärts. Anleger nahmen nach einem enttäuschenden zweiten Quartal Gewinne mit. Im Blick der Anleger standen zudem die Aktien des Autozulieferers Hella, die nun von der US-Bank Citigroup zum Kauf empfohlen werden. Sie zogen an der MDax-Spitze um 3,9 Prozent an.

© dpa-infocom, dpa:200723-99-894488/3

@ dpa.de

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