Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Der Dax hat am Dienstag an seinen starken Jahresauftakt angeknüpft.

04.01.2022 - 10:16:43

Börse in Frankfurt - Moderate Gewinne nach starkem Dax-Jahresauftakt. Der deutsche Leitindex rückte im frühen Handel um 0,30 Prozent auf 16.068,52 Punkte vor.

Am Vortag hatte der Dax erstmals seit den Höchstständen vom November wieder über 16.000 Zähler geschlossen. Marktteilnehmer begründen die gute Stimmung im gerade erst begonnenen Börsenjahr mit der Aussicht, dass die neue Coronavirus-Variante Omikron die weltweite Konjunktur nicht stärker in Mitleidenschaft ziehen dürfte.

«Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto mehr zeichnet sich ab, dass Omikron zwar sehr ansteckend ist, aber keine entsprechend hohen Krankenhauseinweisungen zur Folge hat», schrieb Analyst Jeffrey Halley vom Handelshaus Oanda. Eine Erholung der weltweiten Konjunktur scheine folglich nicht in Gefahr.

Die Aktienmarktstrategen der US-Bank JPMorgan trauen den Börsen eine Fortsetzung ihres zuletzt starken Laufes zu. Das Konjunkturumfeld bleibe positiv, und mit Blick auf Chinas Wirtschaft stünden die Zeichen auf Besserung, sagten die Analysten um Mislav Matejka. Die Experten sehen zudem Anzeichen einer Entspannung bei den globalen Lieferkettenengpässen sowie für einen nachlassenden Druck durch hohe Energiekosten.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es geringfügig auf 35.479,87 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wiederum legte um 0,39 Prozent zu.

Hierzulande standen Aktien aus den hinteren Börsenreihen im Fokus. So erreichte der Leasingspezialist Grenke im vergangenen Jahr beim Neugeschäft nach einem starken vierten Quartal das obere Ende der gesenkten Prognosespanne. Die Aktien gewannen im Nebenwerteindex SDax fast drei Prozent.

Der Windkraftanlagenbauer Nordex erhielt einen Auftrag aus Finnland. Die Papiere legten um rund ein Prozent zu.

Luftfahrtwerte blieben wie schon am Vortag gefragt. So zogen Lufthansa an der MDax-Spitze um gut drei und Fraport um mehr als ein Prozent an. Weiterhin besteht die Hoffnung, dass der internationale Reiseverkehr durch Omikron nicht allzu sehr beeinträchtigt wird.

© dpa-infocom, dpa:220104-99-583083/3

@ dpa.de

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