Dax, Frankfurt

Frankfurt / Main - Am deutschen Aktienmarkt ist die Vortageseuphorie der Ernüchterung gewichen.

04.12.2018 - 14:58:23

Börse in Frankfurt - Dax gibt nach. Der Hoffnung auf eine Lösung im US-Handelskonflikt mit China folgt nun eine gewisse Skepsis.

Anlässlich des G20-Gipfels am Wochenende hatten sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auf einen 90-tägigen «Waffenstillstand» geeinigt.

Der Dax notierte am Nachmittag 0,54 Prozent tiefer bei 11.403,19 Punkten. Der MDax als Index mittelgroßer Unternehmen sank um 0,77 Prozent auf 23.586,21 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte rund 0,4 Prozent ein.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China könne jederzeit wieder aufbrechen, warnte Vermögensverwalter Jens Klatt bei JK Trading.

Mit Spannung erwarteten Anleger das Treffen deutscher Autobosse mit hochrangigen US-Regierungsvertretern in Washington. Aber auch wegen der US-Absatzzahlen deutscher Autobauer sowie einer negativen Analystenstudie stehen Aktien aus dem Fahrzeugsektor im Fokus.

So verbuchten die Aktien von Conti und Hella Verluste von jeweils 3,7 Prozent. Die Papiere von BMW, Daimler und Volkswagen büßten zwischen 1,6 und 2,0 Prozent ein.

Der weiter steigende Ölpreis hat am Dienstag auf die Aktien der Lufthansa gedrückt. Die Papiere der Fluggesellschaft waren mit einem Minus von 4,3 Prozent das Schlusslicht im Dax. Der Brent-Ölpreis verteuerte sich am Dienstag in London um knapp 2 Prozent.

Dank der Fusion von Linde und Praxair wird die Aktie des deutschen Gaseherstellers und Anlagenbauers nun auch in den Stoxx-Europe-50-Index aufgenommen. Dies teilte die Deutsche-Börse-Tochter Stoxx nach einer außerordentlichen Prüfung mit. Die Änderung wird zum Handelsstart am 24. Dezember wirksam. Linde-Aktien gewannen an der Dax-Spitze 2,0 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,15 Prozent auf 141,60 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,04 Prozent auf 161,73 Punkte. Der Euro stieg auf zuletzt 1,1406 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1332 Dollar festgesetzt.

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