Anleihen, Italien

FRANKFURT / MAILAND - Sorgen vor einer populistischen, eurofeindlichen Regierung in Italien haben am Freitag die Finanzmärkte belastet.

18.05.2018 - 17:10:35

Einigung auf Regierungsprogramm in Italien belastet die Finanzmärkte. Auslöser ist die finale Einigung der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega auf ein Regierungsprogramm. Insbesondere italienische Staatsanleihen und Bankaktien gerieten unter Druck.

FRANKFURT/MAILAND - Sorgen vor einer populistischen, eurofeindlichen Regierung in Italien haben am Freitag die Finanzmärkte belastet. Auslöser ist die finale Einigung der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega auf ein Regierungsprogramm. Insbesondere italienische Staatsanleihen und Bankaktien gerieten unter Druck.

Ehemaliger EU-Kommissar Rehn wird Notenbankchef in Finnland

HELSINKI/FRANKFURT - Der ehemalige EU-Kommissar Olli Rehn wechselt in die Führungsriege europäischer Notenbanker. Finnlands Präsident Sauli Niinistö habe Rehn für den Posten an der Spitze der Notenbank des Landes nominiert, teilte die Regierung am Freitag in einer E-Mail mit. Die siebenjährige Amtszeit werde am 12. Juli beginnen. Mit dem Vorsitz der finnischen Notenbank wird Rehn auch dem Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) angehören und an den geldpolitischen Entscheidungen beteiligt sein.

ROUNDUP 2: Trickst Oettinger mit Haushaltszahlen? EU-Parlament stellt Fragen

BRÜSSEL - Experten des Europaparlaments verdächtigen EU-Kommissar Günther Oettinger, beim Werben für seine langfristigen EU-Haushaltsplanungen gezielt mit irreführenden Zahlen zu arbeiten. Bei eigenen Berechnungen wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur festgestellt, dass Landwirte und strukturschwache Regionen deutlich stärkere Einschnitte zu befürchten haben könnten, als die EU-Kommission öffentlich behauptet. Die geplanten Mittelaufstockungen für Forschungs- und Jugendprogramme könnten hingegen real deutlich niedriger ausfallen als angegeben.

EU aktualisiert Abwehrgesetz gegen Iran-Sanktionen der USA

BRÜSSEL - Zur Rettung des Atomabkommens mit dem Iran hat die Europäische Union ihr Gesetz zur Abwehr von US-Sanktionen aktualisiert. Wie die zuständige EU-Kommission mitteilte, wurden dem sogenannten "Blocking Statute" am Freitag die Sanktionen hinzugefügt, die US-Präsident Donald Trump nach dem einseitigen Rückzug seines Landes aus dem Atomabkommen wieder einführt.

Eurozone: Leistungsbilanz mit geringerem Überschuss

FRANKFURT - Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im März gesunken. Er fiel saisonbereinigt von 36,8 Milliarden Euro im Vormonat auf 32,0 Milliarden Euro, wie die Europäischen Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte. Unbereinigt stieg der Überschuss von 24,2 Milliarden Euro auf 40,6 Milliarden Euro.

Umfrage: Beste Stimmung im deutschen Mittelstand

FRANKFURT - Die Stimmung im deutschen Mittelstand ist einer Umfrage zufolge so gut wie seit Jahren nicht. In der Frühjahrserhebung des Bankenverbandes BVR und der DZ Bank bewerten 92 Prozent der 1500 repräsentativ befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als "gut" oder "sehr gut". Das ist nach Angaben vom Freitag der höchste Wert seit dem Auftakt der regelmäßigen Umfrage im Jahr 1995.

ROUNDUP: China dementiert Angebot zu US-Defizitreduzierung

WASHINGTON/PEKING - Verwirrung im Handelsdisput zwischen den USA und China: Nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag über ein Angebot Chinas zur Verringerung seines großen Handelsüberschusses mit den USA berichtet hatte, streuten chinesische Medien Zweifel an der Existenz des Angebots. Beiträge in den staatlichen sozialen Medien Chinas dementierten den Medienbericht ebenso wie ein Offizieller des chinesischen Außenministeriums. Ein derartiger Vorschlag entziehe sich seiner Kenntnis, so der Offizielle.

US-Botschafter: deutsche Firmen nicht bereit zu Konfrontation mit USA

BERLIN - Der neue US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, ist überzeugt, dass viele mit dem Iran handelnde deutsche Firmen nicht den Bruch mit den USA wagen werden. "Ich weiß aber von vielen deutschen Unternehmen, dass sie offen zugeben, dass sie nicht mit dem Iran Geschäfte machen wollen, wenn das ihr amerikanisches Geschäft aufs Spiel setzt. Da gibt es einfach keinen Vergleich in der Größenordnung", sagte Grenell am Freitag im Deutschlandfunk.

Deutschland: Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

WIESBADEN - In Deutschland sind die Preise auf Herstellerebene im April stärker gestiegen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, lagen die Erzeugerpreise 2,0 Prozent über ihrem Vorjahresniveau. Analysten hatten im Mittel eine Rate von 1,8 Prozent erwartet. Im Vormonat hatte der Preisanstieg 1,9 Prozent betragen.

Japan: Preisauftrieb schwächt sich überraschend deutlich ab

TOKIO - In Japan bleibt die Inflation weiter deutlich hinter dem Ziel der Währungshüter zurück. Im April schwächte sich der Preisauftrieb überraschend deutlich ab. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Nahrungsmittel herausgerechnet werden, sei im April um 0,7 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Der Anstieg fiel damit geringer aus, als es Experten zuvor erwartet hatten.

ROUNDUP: Arbeitnehmer fühlen sich schlecht gerüstet für Digitalisierung

MÜNCHEN - Die große Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland fühlt sich einer Umfrage zufolge nur unzureichend auf die Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt vorbereitet. Wie der "Trend Index" zur bevorstehenden Robotik- und Automationsmesse Automatica (19. bis 22. Juni) in München ergab, hinkt die Aus- und Weiterbildung der Unternehmen bisher deutlich hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurück. Nur gut ein Fünftel der Arbeitnehmer in Deutschland habe den Eindruck, dass ihr Arbeitgeber entsprechende Angebote vorantreibt.

Scholz wehrt sich gegen Kritik - Scharfe Replik der AfD

BERLIN - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Kritik zurückgewiesen, er würde zu viel Augenmerk auf das Sparen legen. "Dieser Haushalt und diese Finanzplanung sind sehr investiv", sagte Scholz am Freitag im Bundestag zum Abschluss der ersten Runde der Haushaltsberatungen. "Jede Qualifizierung als Sparpolitik ist falsch." Neben den bereits von Union und SPD geplanten Ausgaben und Investitionen von zusätzlich 46 Milliarden Euro würden auch Steuermehreinnahmen des Bundes von rund zehn Milliarden Euro investiert. Das seien 56 Milliarden, "die wir in vier Jahren mehr ausgeben", betonte der Finanzminister.

ROUNDUP/Sozialbeiträge: Union und SPD uneins bei Entlastung der Bürger

BERLIN - Union und SPD sind uneinig über die Entlastung der Bürger bei den Beiträgen zur Arbeitslosen- und zur Krankenversicherung. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wies die Forderungen der CSU und aus der CDU zurück, den Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent vom Einkommen zu senken. Strittig bleibt auch der von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angestrebte Abbau von Milliarden-Rücklagen bei gesetzlichen Krankenkassen mit sehr großem Finanzpolster durch Beitragssenkungen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser hebt Sixt auf 'Buy' - Ziel 118 Euro. Die Neuigkeit des Autovermieters sei kein Grund zur Sorge, da der Wechsel zuvor gut vorbereitet worden sei, schrieb Analyst Pierre Gröning in einer am Dienstag vorliegenden Studie. HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Sixt nach der Ankündigung eines neuen Finanzchefs von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 118 Euro belassen. (Boerse, 16.10.2018 - 10:10) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Talanx auf 39,50 Euro - 'Overweight'. Analyst Michael Huttner senkte in einer am Dienstag vorliegenden Studie seine Schätzungen für den Nettogewinn und die Dividenden bis zum Jahr 2020. Das für die Gewinnwarnung verantwortliche Industrieversicherungsgeschäft bleibe schwierig, doch andere Bereiche kompensierten dessen Schwäche teilweise. NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Talanx nach einer Gewinnwarnung von 41,00 auf 39,50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. (Boerse, 16.10.2018 - 10:05) weiterlesen...

Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax weiter auf Stabilisierungskurs. Der Index der mittelgroßen deutschen Werte legte um 0,47 Prozent auf 23 861,61 Punkte zu. FRANKFURT - Der Dax hingegen hob sich positiv ab. (Boerse, 16.10.2018 - 10:00) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Equinet belässt Linde auf 'Neutral' - Ziel 176 Euro. Nachdem sich der Gasekonzern und sein US-Branchenkollege Praxair mit der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) zu den für die geplante Fusion erforderlichen Veräußerungen von Geschäftsteilen abgestimmt und das Zusagenpaket den FTC-Entscheidern vorgelegt hätten, sollte deren Zustimmung binnen einiger Tage erfolgen, schrieb Analyst Knud Hinkel in einer am Dienstag vorliegenden Studie. FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Aktie von Linde auf "Neutral" mit einem Kursziel von 176 Euro belassen. (Boerse, 16.10.2018 - 09:52) weiterlesen...

ANALYSE/DZ Bank: Trübere Perspektiven für Welthandel könnten Lufthansa belasten. Eingetrübte Perspektiven für die Konjunktur, etwa durch erhöhte Risiken für das profitable Geschäft mit der Business Class, und der Druck auf die Preise im Frachtgeschäft könnten die Gewinnmargen in nächster Zeit schmälern, schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Hinzu kämen die gestiegenen Ölpreise, der Kostendruck im Geschäft mit Wartung, Reparatur und Instandhaltung (MRO) sowie der harte Wettbewerb im innereuropäischen Flugverkehr. FRANKFURT - Die Lufthansa muss sich nach Meinung der DZ Bank in den Monaten auf zunehmenden Gegenwind einstellen. (Boerse, 16.10.2018 - 09:42) weiterlesen...

Analyse: JPMorgan prognostiziert starken Gegenwind für Wacker Chemie. Der Konzern habe bei der Produktion von Polysilizium für die Solarindustrie sowie in seiner Chemie-Sparte mit Problemen zu kämpfen, erklärte Analyst Chetan Udeshi in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Er stufte die Aktien von "Neutral" auf "Underweight" ab und senkte das Kursziel um mehr als ein Drittel auf 86 Euro von 132 Euro. NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan rechnet in den kommenden Monaten mit starkem Gegenwind für das Spezialchemieunternehmen Wacker Chemie . (Boerse, 16.10.2018 - 09:29) weiterlesen...