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Spencer Stuart

Frankfurt / M?nchen / D?sseldorf - - Die zeitliche und inhaltliche Beanspruchung durch ?bernommene Aufsichtsratsmandate ist deutlich angestiegen.

13.01.2021 - 12:57:45

Spencer Stuart Board Index 2020 Deutschland: H?here Anforderungen bei steigendem Risiko - Deutsche Aufsichtsr?te m?ssen mehr leisten. Dabei spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle.

Frankfurt / M?nchen / D?sseldorf -

- Die zeitliche und inhaltliche Beanspruchung durch ?bernommene Aufsichtsratsmandate ist deutlich angestiegen. Dabei spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Gleichzeitig f?hren gro?e Unternehmensskandale vor Augen, dass die Haftungsrisiken f?r Aufsichtsr?te bei Pflichtverletzungen mindestens ebenso stark zugenommen haben. - Mehr als ein Drittel der Aufsichtsr?te (35 Prozent) sind mittlerweile Frauen, die gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote wird weitgehend erf?llt.

Das beherrschende Thema der vergangenen Jahre in den Aufsichtsr?ten war die seit 2016 gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote. Spencer Stuart, eines der Top drei Executive-Search- und Leadership-Advisory-Unternehmen weltweit, analysiert mit dem "Board Index", wie sich die Aufsichtsratsarbeit und die Governance in relevanten Unternehmen ver?ndert und weiterentwickelt. Dazu untersucht Spencer Stuart weltweit und in Deutschland alle DAX-30-Unternehmen sowie 38 Unternehmen aus M-DAX, S-DAX und Tec-DAX nach fest definierten Kriterien. Aktuell zeigt sich: Bei der Erf?llung der Frauenquote sind die Unternehmen im Vergleich zu 2018 nochmals einen Schritt vorangekommen. Insgesamt stieg der Anteil von Frauen von 32 Prozent auf 35 Prozent aller Mandate weiter an. Damit erf?llen mittlerweile 90 Prozent der Unternehmen die gesetzliche Vorgabe.

Nur wenige Frauen sitzen dem Aufsichtsrat vor

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung dominieren weiterhin eindeutig M?nner die deutschen Aufsichtsgremien. Nur bei wenigen Unternehmen sind mehr Frauen im Aufsichtsrat als das Gesetz vorschreibt. Unter den untersuchten Unternehmen befinden sich zudem nur f?nf mit einer Frau an der Aufsichtsratsspitze. "Die gesetzliche Frauenquote hat sich bei der Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden noch nicht stark ausgewirkt", sagt Dr. Claudia Sch?tz, Mitglied der deutschen Board Practice von Spencer Stuart. "Wir gehen aber davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren mit der wachsenden Erfahrung weiblicher Aufsichtsr?te ?ndern wird. Immerhin ist die Zahl der weiblichen Vorsitzenden im Vergleich zu 2018 bereits von drei auf f?nf angestiegen." Im DAX-30 hat mit Henkel nur ein Unternehmen eine Frau an der Spitze des Aufsichtsgremiums.

Weniger Mitglieder, mehr Sitzungen und Aussch?sse

"Gleichzeitig sind insbesondere im l?ngerfristigen Vergleich die Kontrollpflichten und Anforderungen an die Aufsichtsr?te substanziell angestiegen", sagt Ralf Landmann, Deutschland-Gesch?ftsf?hrer von Spencer Stuart. Das l?sst sich zum einen mit der Zahl der j?hrlichen Sitzungen belegen, die sich von durchschnittlich 4,6 in 2008 auf 7,1 in 2020 deutlich erh?ht hat. Gleichzeitig hat sich die Gr??e der Aufsichtsr?te seit 2010 von durchschnittlich 16 Personen auf 14 verringert. Die Kontrollarbeit verteilt sich also auf weniger Schultern. Und sie ist nicht geringer oder weniger anspruchsvoll geworden - ganz im Gegenteil. Es sind zahlreiche regelm??ige Treffen in verschiedenen Aussch?ssen dazugekommen. Praktisch alle Unternehmen haben Sonderaussch?sse eingef?hrt, im Schnitt sind es vier mit unterschiedlichen Funktionen und Sitzungszyklen. So erfordert etwa die Arbeit im Pr?fungsausschuss, der den Jahresabschluss pr?ft sowie interne und externe Pr?fungsberichte im Detail mit den Pr?fern bespricht und f?r das Plenum fundiert vorbereitet, besondere Kenntnisse in Bilanzierungs- und Finanzfragen. Dringend geboten ist auch Branchen-/Sektor-Expertise.

F?r einen Pr?fungsausschuss stellen 97 Prozent der Aufsichtsr?te Mitglieder ab. Ein Risiko-Komitee findet sich dagegen nur bei sieben Prozent der Unternehmen, und das sind ausnahmslos Finanzinstitute, die laut Kreditwesengesetz dazu verpflichtet sind. Fast die H?lfte aller untersuchten Unternehmen diskutiert zudem im Aufsichtsrat regelm??ig die Unternehmensstrategie, vor sechs Jahren waren solche Strategie-Meetings erst bei jedem dritten Unternehmen ?blich.

Gremien werden digitaler

Um geeignete Aufsichtsr?te zu finden, haben mittlerweile 93 Prozent der Unternehmen ein Anforderungsprofil f?r Aufsichtsr?te ver?ffentlicht. Management-Erfahrung bleibt eine entscheidende Voraussetzung f?r die Berufung. Diese bringen immerhin 75 Prozent der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat mit. Daneben spielt Erfahrung in Finanz-Fragen eine herausragende Rolle, 56 Prozent erf?llen diese Anforderung, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr mit 49 Prozent. Dagegen ging der Anteil der Aufsichtsr?te, die ?ber Branchenerfahrung verf?gen, um zwei Prozentpunkte auf 41 Prozent leicht zur?ck. Technologie- beziehungsweise Digitalkompetenz ist weiterhin gesucht. Mittlerweile erf?llt nahezu ein Drittel der Aufsichtsr?te diese wichtige Anforderung. "Die Digitalstrategie nicht nur zu verstehen, sondern sie kompetent zu hinterfragen und im Vergleich zu Wettbewerbern einzuordnen und zu bewerten - das wird eine immer wichtigere Aufgabe des Aufsichtsrats", sagt Landmann.

Unternehmens- und Bilanzskandale verdeutlichen die Haftungsrisiken f?r Aufsichtsr?te

Wie wichtig es ist, die Kontrollaufgabe gegen?ber dem Vorstand sehr ernst zu nehmen, zeigen j?ngste Ereignisse in Deutschland. Kommt es zu Unternehmensskandalen mit Bilanzf?lschungen und sogar mutma?lich kriminellen Handlungen von Vorst?nden, dann stellt sich schnell die Frage nach einer m?glichen Mitverantwortung oder gar einer schuldhaften Pflichtverletzung der Aufsichtsr?te. "Jeder einzelne Aufsichtsrat muss sich dar?ber im Klaren sein, dass es seine Aufgabe ist, den Vorstand zu beraten und zu kontrollieren, das interne Kontrollsystem zu pr?fen, die Zahlen und die Strategie konstruktiv kritisch zu hinterfragen, um sich ein umfassendes und differenziertes Bild von der Lage Im Unternehmen zu verschaffen", so Landmann. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass zwar alle Aufsichtsgremien im Board Index ihre Arbeit in der Regel einmal j?hrlich evaluieren lassen, aber nur 13 Prozent einen solchen Board Review von externen Experten durchf?hren lassen. "Externe Spezialisten k?nnen hier einen wichtigen Beitrag leisten, Defizite in der Kontrolle zu identifizieren und einen kritischen Blick auf die Qualit?t der Arbeit des Aufsichtsrats zu entwickeln", meint Claudia Sch?tz.

Zu folgenden ausgew?hlten Themen stehen weitere detaillierte Informationen im "Board Index 2020 Deutschland" zur Verf?gung:

- Aufsichtsratsverg?tung: Der starke Anstieg der Vorjahre ist abgeflacht. - Anteil ausl?ndischer Mitglieder im Aufsichtsrat: Steigt weiter an, bleibt aber sehr heterogen, Spanne reicht von null bis zu 30 Prozent auf der Anteilseignerseite - Alter und Amtszeit von Aufsichtsr?ten: Immer mehr Unternehmen f?hren Altersobergrenzen ein. - Ehemalige Mitglieder des Vorstands im Aufsichtsrat: Sind zumindest im Dax nicht mehr so h?ufig vertreten wie fr?her. - Aufsichtsratsvorsitzender: Ist im Durchschnitt 65 Jahre alt, aber mit gro?er Streuung.

Den gesamten Spencer Stuart Board Index 2020 Deutschland finden Sie als Online-Version hier (https://www.spencerstuart.de/research-and-insight/germany-board-index) .

Zur Studie

Der Board Index ist eine Bestandsaufnahme der T?tigkeit von Boards in wichtigen Europ?ischen L?ndern und den USA. In Deutschland erscheint er seit 18 Jahren im zweij?hrigen Rhythmus; die Ergebnisse werden regelm??ig in den Internationalen Zusammenhang gestellt. Seit 2012 wertet Spencer Stuart ?ffentlich zug?ngliche Daten von Unternehmen aus. F?r den neusten Board Index 2020 wurden die Daten von 68 Gesellschaften erfasst. Das schlie?t alle DAX-30-Unternehmen sowie 38 aus dem M-DAX, S-DAX und Tec-DAX ein.

?ber Spencer Stuart

Spencer Stuart ist seit der Gr?ndung 1956 pr?gender Vordenker der Top-Executive-Search-Branche. Als einer der weltweit und in Deutschland gr??ten Anbieter ber?t die Partnerschaft f?hrende Unternehmen und Organisationen dabei, Schl?sselpositionen mit geeigneten Pers?nlichkeiten zu besetzen. Spencer Stuart unterst?tzt Klienten zudem mit Dienstleistungen im Bereich Leadership Advisory bei der Potenzial- und Talententwicklung, bei Kulturfragen sowie beim Aufbau und der Weiterentwicklung von Aufsichtsgremien. Besondere Expertise hat Spencer Stuart bei der Begleitung unternehmenskritischer Entscheidungen auf h?chster Ebene, in Nachfolge- und ?bernahmesituationen sowie bei strategischen Prozessen und Ver?nderungsphasen. Das Unternehmen ist weltweit mit mehr als 60 B?ros in ?ber 30 L?ndern vertreten und deckt mit mehr als 50 Practices unterschiedlichen Industrien und Funktionen mit vertiefter Kompetenz ab.

Pressekontakt:

IWK Communication Partner Florian Bergmann Ohmstra?e 1 D-80802 M?nchen Tel.: +49 (0) 89 2000 30-30 E-Mail: mailto:spencerstuart@iwk-cp.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/113610/4810787 Spencer Stuart

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