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Indikatoren, Analyse

FRANKFURT - Im November hat sich die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen verbessert.

25.11.2019 - 11:31:25

Ökonomenstimmen zum Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist leicht auf 95,0 Punkte gestiegen, nach 94,7 Punkten im Monat zuvor. "Die deutsche Konjunktur zeigt sich widerstandsfähig", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der Umfrage unter etwa 9000 deutschen Unternehmen.

Uwe Burkert, Chefvolkswirt Landesbank Baden-Württemberg

"Der leichte Anstieg passt ins Muster der Mehrzahl der Konjunkturzahlen für Deutschland in den vergangenen Wochen. Die kurze und heftige Talfahrt der Industrie seit dem Sommer scheint zunächst gestoppt. Eine neue Richtung - eher seitwärts oder eher aufwärts - ist aber noch nicht auszumachen. Für eine Trendwende nach oben bedarf es einer Beseitigung der Hauptrisiken, namentlich ungeregelter Brexit und Handelsstreit. Vor allem für letzteren ist es für eine Entwarnung noch zu früh. Das Zittern geht also erst einmal weiter."

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt VR-Bank

"Das Wachstum wird zunächst nicht in den freien Fall übergehen. Das ist eine gute Nachricht. Wichtige Konjunkturfrühindikatoren zeigen Anzeichen einer Stabilisierung. Wenig erbaulich ist derweil, dass sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe erneut eingetrübt hat. Die Dienstleistungsbranche ist hingegen im November etwas zuversichtlicher gestimmt. Umgekehrt wäre es allerdings besser gewesen. Es gilt zu beachten, dass die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe dem Dienstleistungsgewerbe vorausläuft. Die Gefahren für die deutsche Wirtschaft sind also keineswegs gebannt."

Ralph Solveen, Analyst Commerzbank

"Für eine Entwarnung ist es aber sicherlich noch deutlich zu früh. Zwar hat sich der Ifo stabilisiert, für ein verlässliches Wendesignal müsste er aber stärker über einen längeren Zeitraum zulegen. Aber auch wenn sich die jüngste Stabilisierung des Ifo als nachhaltig herausstellen sollte, ist eine kräftige Erholung der deutschen Wirtschaft eher unwahrscheinlich. Denn dafür dürfte die vom Handelskonflikt zwischen den USA und China ausgehende Unsicherheit zu sehr auf der Wirtschaft lasten."

Stefan Große, Analyst NordLB

"Der Ifo-Geschäftsklimaindex kann sich auf 95 Punkte maßgeblich aufgrund der optimistischeren Geschäftsaussichten verbessern. Diese sind unter anderem von den besseren Aussichten beim Handelskonflikt und dem Brexit getrieben, aber auch von tatsächlich wieder etwas besseren harten Zahlen. Allerdings kann man hier wohl eher von einer Bodenbildung sprechen. Angesichts dessen, dass Donald Trump nicht für seine Berechenbarkeit bekannt ist und auch Theresa May schon einmal in den Umfragen führte bevor sie die Mehrheit im Parlament verlor, bleibt die Unsicherheit vorerst erhalten."

Ulrich Wortberg, Analyst Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)

"Positiv hervorzuheben ist der erneute Anstieg der Erwartungskomponente. Zwar ist das Niveau noch immer niedrig, dennoch sind Hoffnungen berechtigt, dass das Stimmungstief durchschritten wurde. Zinssenkungserwartungen bezüglich der EZB werden kaum beeinflusst, da die Zahlen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind."

Jack Allen-Reynolds, Analyst Capital Economics

"Das Ergebnis der Ifo-Umfrage stützt unsere Einschätzung, dass die deutsche Wirtschaft noch einige Zeit zu kämpfen hat. Tatsache ist, dass in den kommenden Quartalen ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung wahrscheinlicher ist als eine Expansion. Wir denken daher, dass die Wirtschaftsleistung in 2020 um etwa 0,2 Prozent schrumpfen dürfte."

@ dpa.de

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