Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, USA

FRANKFURT - Für die deutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung der Commerzbank die Gefahr einer Rezession vorerst gebannt.

29.11.2019 - 12:44:24

AUSBLICK 2020/Commerzbank: Deutschland wächst - Wettbewerbsfähigkeit erodiert. "Im kommenden Jahr ist eine Aufwärtsbewegung wahrscheinlicher als eine Rezession", sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, am Freitag in Frankfurt. Allerdings sei in den kommenden Monaten ein eher schwaches Wachstum knapp über der Nulllinie zu erwarten. Ökonom Krämer sprach von einer "blutleeren wirtschaftlichen Aufwärtsbewegung".

Ab dem Frühjahr dürfte die deutsche Wirtschaft demnach etwas an Fahrt aufnehmen. Im kommenden Jahr rechnet die Commerzbank mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent. Allerdings spielt 2020 die ungewöhnlich hohe Zahl an Arbeitstagen eine wichtige Rolle. Bereinigt um diesen Effekt sei nur mit einem Wachstum von 0,4 Prozent zu rechnen. Für die Eurozone erwartet die Commerzbank ein etwas stärkeres Wachstum von 0,9 Prozent im kommenden Jahr und 1,1 Prozent im Jahr 2021.

Eine Ursache für das schwache Wachstum der heimischen Wirtschaft sieht Krämer in der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen, die seiner Einschätzung nach "erodiert". Der Standort Deutschland habe im internationalen Vergleich "massiv an Attraktivität verloren", stellte Krämer fest. Er verwies unter anderem auf langwierige Baugenehmigungen und Gerichtsverfahren sowie auf das komplizierte Steuerrecht.

Trotz der weiter schwachen konjunkturellen Entwicklung werde der deutsche Arbeitsmarkt keinen Schaden nehmen. "Der stabile Arbeitsmarkt wirkt wie ein Sicherheitsnetz für die deutsche Konjunktur", sagte Krämer. Der Ökonom verwies auf gut gefüllte Arbeitszeitkonten. Außerdem gebe es "bewährte Instrumente" wie zum Beispiel die Kurzarbeit, die den Arbeitsmarkt stützten.

Generell wird die Konjunktur darüber hinaus durch eine lockere Geldpolitik angetrieben, die für stärkeren Konsum sorge und die Bauwirtschaft anschiebe. Im kommenden Jahr rechnet Experte Krämer aber nicht mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB). Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde werde "die Füße im Zweifel stillhalten", wenn es nicht zu einem überraschenden konjunkturellen Einbruch kommen sollte.

Allgemein stützend hätten auch jüngste Zinssenkungen in den USA und in vielen Schwellenländern gewirkt. Wegen des massiven politischen Drucks auf die US-Notenbank Fed durch den amerikanischen Präsidenten Donald Trump rechnet die Commerzbank darüber hinaus auch im kommenden Jahr mit einer weiteren Zinssenkung durch die Fed.

Positiv für Deutschland und die Eurozone sei darüber hinaus, dass im kommenden Jahr nicht mit einer Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China zu rechnen sei. US-Präsident Donald Trump brauche für den anstehenden Präsidentschaftswahlkampf eine stabile Konjunktur und steigende Aktienkurse. "Deshalb strebt er mit China zumindest ein Teilabkommen an und dürfte gegenüber der EU bis auf weiteres auf Autozölle verzichten", sagte Krämer.

Die größte Belastung für die Weltwirtschaft sieht Krämer in der anhaltenden Konjunkturschwäche in China. Trotz zahlreicher Maßnahmen der Führung in Peking zur Ankurbelung der Wirtschaft seien die Konsumenten in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verunsichert. Unterm Strich stellte Krämer fest: "China wird auch 2020 als Konjunkturlokomotive ausfallen."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Erntehelfer dürfen unter Auflagen doch nach Deutschland kommen. Darauf haben sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag verständigt. BERLIN - Um drohende Ernteausfälle zu verhindern, sollen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40 000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen dürfen. (Boerse, 02.04.2020 - 17:15) weiterlesen...

USA: Auftragseingang in der Industrie stagniert im Februar. Die Zahl der Bestellungen habe auf dem Niveau vom Vormonat gelegen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im Januar waren die Aufträge noch um 0,5 Prozent gefallen. WASHINGTON - Die Auftragsentwicklung in der US-Industrie hat sich im Februar nicht von der Stelle bewegt. (Wirtschaft, 02.04.2020 - 16:23) weiterlesen...

VIRUS/ROUNDUP: Lage am US-Arbeitsmarkt verschlechtert sich dramatisch. WASHINGTON - Wegen der Zuspitzung der Corona-Krise in den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut dramatisch angestiegen. Ihre Zahl hat sich in der Woche bis 28. März von 3,3 Millionen in der Vorwoche auf nunmehr 6,65 Millionen in etwa verdoppelt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Erstanträge in der Vorwoche war bereits die höchste seit Beginn der Erfassung der Daten gewesen, nun gibt es einen neuen Rekord. VIRUS/ROUNDUP: Lage am US-Arbeitsmarkt verschlechtert sich dramatisch (Wirtschaft, 02.04.2020 - 15:18) weiterlesen...

USA: Handelsbilanzdefizit geht im Februar zurück. Das Defizit fiel von 45,5 Milliarden US-Dollar im Monat zuvor auf 39,9 Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 40,0 Milliarden Dollar gerechnet. Die Importe fielen stärker als die Exporte. WASHINGTON - Das Handelsbilanzdefizit der USA ist im Februar gesunken. (Wirtschaft, 02.04.2020 - 15:01) weiterlesen...

USA: 6,65 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe - Rekordwert in Krise. WASHINGTON - In den USA haben infolge der Corona-Krise zuletzt gut sechseinhalb Millionen Menschen einen neuen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt und damit so viele wie noch nie. Wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, stieg die Zahl der Erstanträge in der vergangenen Woche bis zum 28. März auf 6,65 Millionen. Damit wurde der Rekord aus der Vorwoche von 3,3 Millionen Neuanträgen klar überboten. Analysten hatten im Schnitt nur mit 3,6 Millionen Neuanträgen gerechnet. USA: 6,65 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe - Rekordwert in Krise (Wirtschaft, 02.04.2020 - 14:55) weiterlesen...

Scholz stellt Konjunkturpaket nach Corona-Krise in Aussicht. Die Unternehmen, die jetzt vom Staat unterstützt würden, dürften diese Solidarität dann nicht vergessen, mahnte er. "Wir wollen sicherstellen, dass - wenn wir die Gesundheitskrise bewältigt haben, wenn wir die Arbeitsplätze, die Unternehmen gesichert haben, wenn es wieder aufwärts geht - das auch unterstützt wird mit konjunkturellen Maßnahmen", sagte der Vizekanzler am Donnerstag in Berlin. Ziel müsse eine Politik sein, "in der hohe Investitionen eine Rolle spielen und in der der Sozialstaat ausgebaut und nicht zurückgebaut" werde. BERLIN - Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Wirtschaft nach der Corona-Krise mit einem Konjunkturpaket wieder ankurbeln - sieht aber auch die Firmen selbst in der Pflicht. (Wirtschaft, 02.04.2020 - 13:58) weiterlesen...