Spanien, Italien

FRANKFURT - Europas Währungshüter sehen trotz zuletzt stark gestiegener Teuerungsraten keinen Anlass für ein rasches Ende ihrer Billiggeldflut.

08.11.2021 - 17:04:02

EZB-Chefvolkswirt Lane: Nicht überreagieren wegen hoher Inflation. Der Euroraum sei "noch lange nicht in einer Situation (...), in der wir die Ankäufe von Vermögenswerten beenden", sagte der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip R. Lane, in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der spanischen Tageszeitung "El País".

FRANKFURT - Europas Währungshüter sehen trotz zuletzt stark gestiegener Teuerungsraten keinen Anlass für ein rasches Ende ihrer Billiggeldflut. Der Euroraum sei "noch lange nicht in einer Situation (...), in der wir die Ankäufe von Vermögenswerten beenden", sagte der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Philip R. Lane, in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der spanischen Tageszeitung "El País".

Sentix: Konjunkturstimmung im Euroraum steigt erstmals seit Juli

FRANKFURT - Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im November nach drei Rückgängen in Folge gebessert. Gegenüber dem Vormonat stieg der Sentix-Konjunkturindikator um 1,4 Punkte auf 18,3 Zähler, wie das Beratungsunternehmen Sentix am Montag in Frankfurt mitteilte. Es ist der erste Anstieg seit Juli. Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang auf 15,0 Punkte gerechnet.

Warten auf Berlin - Euro-Länder uneins bei Reform der Schuldenregeln

BRÜSSEL - Die Diskussion über eine Reform der EU-Schuldenregeln kommt vor der Regierungsbildung in Deutschland nicht voran. Bei einem Treffen der Eurogruppe am Montag zeigten die unterschiedlichen Parteien kein Entgegenkommen. "Es geht um die Frage: Soll es weitere Ausnahmen geben, um weitere Schulden machen zu können? Wir sind dagegen", sagte der österreichische Finanzminister Gernot Blümel. Sein französischer Kollege Bruno Le Maire hingegen sagte, das derzeitige Schuldenlimit sei "obsolet", und man müsse neue Regeln definieren.

ROUNDUP 2/Sorge und Zuversicht: Die Weihnachtserwartungen im Einzelhandel

BERLIN - Dieses Jahr könnte es für Verbraucher besonders sinnvoll sein, sich frühzeitig um Weihnachtsgeschenke zu kümmern. Denn es ist gut möglich, dass es an der ein oder anderen Stelle im Weihnachtsgeschäft zu Lieferengpässen kommt. Besonders im Bereich der Haushalts- und Unterhaltungselektronik bereitet der anhaltende Chipmangel Händlern Sorge. "Es sind bei einzelnen Sortimenten Lücken möglich", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Montag in Berlin.

FDP: Ampel-Parteien wollen 3G-Regelung am Arbeitsplatz

BERLIN - SPD, Grüne und FDP wollen angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz einführen. Demnach kämen nur noch Beschäftigte zu ihrem Arbeitsplatz, die nachweisen können, dass sie geimpft, genesen oder frisch getestet sind. "Unter SPD, Grünen und FDP gibt es dazu einen Konsens, dass wir das vorantreiben wollen", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, am Montag in Berlin. In Anbetracht der Lage sei dies ein "angemessenes Vorgehen".

Schufa: Hohe Inflation und Corona trüben Verbraucherstimmung

WIESBADEN - Die vierte Corona-Welle trübt laut einer Studie der Auskunftei Schufa die Verbraucherstimmung in Deutschland. Auch die Furcht vor den zuletzt stark steigenden Verbraucherpreisen wirkt sich belastend aus, zeigt eine am Montag veröffentlichte Umfrage.

Göring-Eckardt: 'Das Ergebnis zählt und nicht das Datum'

BERLIN - Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt schließt nicht aus, dass die Koalitionsverhandlungen mit SPD und FDP länger dauern könnten als geplant. Man strenge sich sehr an, versicherte Göring-Eckardt am Montag im ARD-"Morgenmagazin". "Aber das Ergebnis zählt und nicht das Datum." Man versuche alles, dass es gelinge. Aber nicht nur bei der Weltklimakonferenz in Glasgow, auch bei den Koalitionsverhandlungen in Deutschland müsse das Resultat stimmen.

ROUNDUP 2: Entwurf für geändertes Infektionsschutzgesetz soll Montag kommen

BERLIN - SPD, Grüne und FDP wollen an diesem Montag eine rechtliche Grundlage für die weitere Bekämpfung der Corona-Pandemie präsentieren. "Am Montag werden wir dem Parlament einen Gesetzentwurf zur angemessenen und entschlossenen Bekämpfung von Corona vorlegen", sagte SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese der "Welt" (Montag). Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will": "Das sagen wir morgen im Parlament natürlich und den Fraktionen als erstes".

Wiens Finanzminister wünscht sich Lindner als Amtskollegen

WIEN - FDP-Chef Christian Lindner wäre aus Sicht von Österreichs Finanzminister Gernot Blümel die beste Wahl für das Finanzressort in einer künftigen Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP. "Ich hoffe, dass sich die traditionelle deutsche Haltung, dass wir stabile Finanzen brauchen, um auch langfristig Wachstum und Wohlstand in Europa zu sichern, durchsetzt", sagte der konservative Blümel der "Welt" (Montag). "Von den derzeit infrage kommenden Personen wäre das daher ein klares Plädoyer für Christian Lindner."

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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Spahn rechnet nicht mit neuen Corona-Reisebeschränkungen in der EU. "Dass es innerhalb der Europäischen Union zu Reisebeschränkungen kommt, das sehe ich heute nicht", sagte der CDU-Politiker am Dienstag am Rande eines Treffens mit EU-Kollegen in Brüssel. Dies halte er auch nicht für notwendig. BRÜSSEL - Neue Reisebeschränkungen innerhalb der EU sind nach Einschätzung des scheidenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn angesichts der vierten Corona-Welle nicht zu erwarten. (Wirtschaft, 07.12.2021 - 13:16) weiterlesen...

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Stadtbewohner in EU weiter erheblicher Schadstoffbelastung ausgesetzt. 97 Prozent der urbanen Bevölkerung in den 27 EU-Mitgliedstaaten seien einer Feinstaubkonzentration in der Umgebungsluft ausgesetzt, die über den neuen Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation WHO liege, teilte die EEA am Dienstag in Kopenhagen mit. 94 beziehungsweise 99 Prozent der Stadtbewohner lebten zudem mit Belastungen durch Stickstoffdioxid und bodennahes Ozon, die jeweils ebenfalls höher als von der WHO empfohlen seien. KOPENHAGEN - Die große Mehrheit der städtischen Bevölkerung in Europa ist nach Angaben der EU-Umweltagentur EEA noch immer einer gesundheitsschädigenden Menge an Schadstoffen in der Luft ausgesetzt. (Wirtschaft, 07.12.2021 - 11:29) weiterlesen...