Einzelhandel, Konsumgüter

FRANKFURT - Die Zahlung per Giro- oder Kreditkarte in Deutschland ist nach Angaben von Zahlungsdienstleistern seit Dienstagabend bundesweit gestört.

25.05.2022 - 15:47:02

Dienstleister: Bundesweite Störung von Giro-Karten-Terminals. "Wir verzeichnen, wie auch andere Netzbetreiber, aktuell bundesweit erhebliche Einschränkungen bei der Verarbeitung von Transaktionen bei Kartenzahlungsterminals des Typs H5000 des Herstellers Verifone", teilte der Zahlungsdienstleister Payone am Mittwoch in Frankfurt mit. Ursache sei den ersten Erkenntnissen nach eine Störung innerhalb bestimmter Versionen der von dem US-Hersteller bereitgestellten Software.

In einigen Einzelhandels-Geschäften ist Kartenzahlung daher derzeit keine Option. "Aufgrund einer deutschlandweiten Störung im gesamten Handel ist zurzeit auch in einigen Filialen von Aldi Nord leider keine Kartenzahlung möglich", hieß es von dem Discounter. Ähnlich äußerte sich die Drogerie-Kette Rossmann und Edeka. Nicht betroffen sind laut eigener Aussage Aldi Süd und die Rewe-Gruppe, das heißt die Märkte von Rewe, Penny und Toom Baumarkt. Der Handelsverband Deutschland (HDE) betonte, dass die Betriebe auf den reibungslosen Ablauf der Bezahlprozesse angewiesen sind. "Temporäre und systembedingte Ausfälle kommen inzwischen nur selten vor und betreffen meist nur wenige Systeme", hieß es weiter.

Der Bundesverband deutscher Banken stellte stellvertretend für die Deutsche Kreditwirtschaft klar, dass die betreffenden Terminals zwar komplett für alle Zahlungsarten ausfallen, der entsprechende Typ jedoch nur einen geringen Anteil an allen in Deutschland eingesetzten Geräten ausmache. "Netzbetreiber und technische Dienstleister arbeiten intensiv an einer Fehlerbehebung", hieß es weiter.

Auch der Finanzdienstleister Concardis bestätigte das Problem mit dem Terminal-Typ. Ein Sprecher des Unternehmens machte jedoch deutlich, dass betroffene Händler keinen eigenen Neustart der Geräte vornehmen sollten. Auch sollten die Geräte weiterhin an Strom und Netzwerk angeschlossen bleiben. Nur so könne der Hersteller das Problem lösen. Payone geht davon aus, dass eine neue Software eingespielt werden muss, um den Fehler zu beheben.

Payone und Concardis gaben an, dass sie mit Verifone in Kontakt stünden und an einer Behebung des Problems arbeiteten. Verifone äußerte sich bislang nicht.

Anbieter alternativer Zahlungsmethoden - wie beispielsweise per QR-Code - sehen sich durch den Vorfall gestärkt. Wie das Beratungsunternehmen ZIIB mitteilte, funktionieren QR-Systeme ganz ohne Terminal-Hardware. Daher könne man hierdurch Umsatzausfälle vermeiden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Moskau stellt in Kaliningrad-Streit Litauens Grenze in Frage. "Im Grunde genommen hat Litauen damit seine eigenen Grenzen in Frage gestellt", sagte der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, Dmitri Rogosin, am Samstag im Staatsfernsehen. Der ungehinderte Transit sei Bedingung dafür, dass Russland die Grenzen der ehemaligen Sowjetrepublik Litauen anerkenne. MOSKAU - Wegen der Beschränkung des Transits in die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad zwischen Litauen und Polen wird in Moskau nun die Rechtmäßigkeit der litauischen Grenze bestritten. (Boerse, 25.06.2022 - 13:25) weiterlesen...

Zalando streicht Ziele zusammen - Aktie bricht ein. Die hohe Inflation, Rezessionsängste und eine trübe Stimmung vieler Verbraucher sorgen aktuell beim Dax-Konzern für eine Flaute. Nun hat das Unternehmen - das während der Corona-Pandemie noch zu den großen Gewinnern gehörte - seine Ziele für das laufende Jahr drastisch zusammengestrichen. Analysten zeigten sich zwar nicht überrascht über die Senkung, wohl aber über ihr Ausmaß. Zalando will jetzt auf die Kostenbremse drücken. BERLIN - Die Zeiten scheinen vorerst vorbei, in denen der Online-Modehändler Zalando mit zweistelligen Wachstumsraten überzeugen konnte. (Boerse, 24.06.2022 - 17:51) weiterlesen...

ANALYSE: BofA warnt nach Zalandos massiver Progosesenkung vor Einstieg in Aktie. Analyst Geoffroy de Mendez überarbeitete in einer am Freitag vorliegenden Studie seine Schätzungen und setzte das Kursziel der Aktie deutlich nach unten. Sein neues Ziel lautet nun 18 Euro nach zuvor 28 Euro. Damit sieht er trotz des aktuellen Kursrutsches von 7 Prozent noch weiteres Abwärtspotenzial von knapp 25 Prozent. Sein Anlageurteil "Underperform" bekräftigte er. NEW YORK - Eine "massiver als befürchtete Gewinnwarnung" von Zalando hat die US-Investmentbank Bank of America (BofA) zum Rotstift greifen lassen. (Boerse, 24.06.2022 - 14:02) weiterlesen...

AKTIEN IM FOKUS: Zalando zieht mit Gewinnwarnung Online- und Modebranche runter. Weil die Verbraucher wegen Inflation und Rezessionsängsten weniger Geld ausgeben, erwartet auch der Modehändler schwindende Einnahmen. Die Zalando-Aktie rauschte um 13,4 Prozent nach unten und zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Ende 2014. Vorübergehend fiel der Kurs unter den Ausgabepreis von 21,50 Euro beim Börsengang im Herbst 2014. FRANKFURT - Wegen der kassierten Prognose haben Zalando -Aktien am Freitag herbe Verluste eingefahren - und Papiere der Online- und Modebranche mit hinab gezogen. (Boerse, 24.06.2022 - 11:20) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank Research senkt Ziel für Zalando auf 42 Euro - 'Buy'. Dieser Schritt sei notwendig gewesen, schrieb Analyst Adam Cochrane in einer am Freitag vorliegenden Studie. Nun seien die Ziele des Online-Modehändlers realistisch und darauf könnten sich die Investoren einstellen. FRANKFURT - Deutsche Bank Research hat das Kursziel für Zalando nach einer Gewinnwarnung von 76 auf 42 Euro gekappt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. (Boerse, 24.06.2022 - 11:08) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Ziel für Zalando auf 30 Euro - 'Equal Weight'. Die Gewinnwarnung des Online-Modehändlers sei unvermeidlich gewesen, schrieb Analystin Emily Johnson in einer am Freitag vorliegenden Studie. LONDON - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Zalando von 48 auf 30 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Equal Weight" belassen. (Boerse, 24.06.2022 - 11:06) weiterlesen...