Indikatoren, Deutschland

FRANKFURT - Die Top-Wirtschaftsberater der Bundesregierung stellen der deutschen Konjunktur ein gutes Zeugnis aus.

20.03.2017 - 15:18:45

Deutsche Konjunktur im Aufschwung. Trotz politischer Unsicherheiten rund um den Globus bleibt Europas größte Volkswirtschaft nach ihrer Einschätzung klar auf Wachstumskurs: "Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2017 im Aufschwung." Für dieses Jahr korrigierten die "Wirtschaftsweisen" ihre Prognose am Montag leicht nach oben. Sie rechnen nun mit einem Wachstum von 1,4 Prozent.

Frankfurt/Main - Die deutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung von Ökonomen schwungvoll ins Jahr 2017 gestartet. Die «Wirtschaftsweisen» trauen Europas größter Volkswirtschaft trotz politischer Unsicherheiten rund um den Globus im Gesamtjahr sogar ein etwas höheres Tempo zu als zuletzt angenommen.

Die Top-Wirtschaftsberater der Bundesregierung korrigierten ihre Konjunkturprognose leicht nach oben. Auch die Bundesbank zeigte sich optimistisch.

«Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2017 im Aufschwung», erklärten die «Wirtschaftsweisen» in Frankfurt. Für dieses Jahr rechnen sie mit einem Wachstum von 1,4 Prozent. Zuletzt war der Sachverständigenrat von einem Plus von 1,3 Prozent ausgegangen. Im kommenden Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt dann um 1,6 Prozent steigen.

Getragen wird der Aufschwung nach Einschätzung der Ökonomen vor allem von der robusten Konjunktur im Inland und der weiterhin guten Lage auf dem Arbeitsmarkt. 2016 war die deutsche Wirtschaft um 1,9 Prozent gewachsen, allerdings gab es auch mehr Arbeitstage als 2017.

«Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs», schrieb auch die Bundesbank in Monatsbericht. «Ein wesentlicher Träger des Wirtschaftswachstums ist gegenwärtig die Industrie, die von einer lebhaften Nachfrage aus dem Inland und dem Ausland profitiert.»

Auch die Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt sieht die Notenbank unverändert mit Zuversicht. In den nächsten Monaten könnten in erheblichem Umfang zusätzliche Stellen aufgebaut werden.

Zugleich verteidigten die Ökonomen die Exportstärke Deutschlands. Die Mehrheit des fünfköpfigen Sachverständigenrates bezeichnete die Kritik insbesondere aus den USA am Überschuss im Handel mit anderen Ländern als nicht stichhaltig. Die deutsche Wirtschaft sei nicht verpflichtet, sich schlechter zu machen.

Die Politik müsse sich allerdings fragen, «warum deutsche Unternehmen vergleichsweise viel im Ausland und nicht im Inland investieren», sagte der Vorsitzende der «Wirtschaftsweisen», Christoph Schmidt. Die Bundesregierung sollte daher die Attraktivität des Investitionsstandortes Deutschland steigern.

Die neue US-Regierung unter Donald Trump hatte den Ton zuletzt deutlich verschärft. Der Vorwurf der Währungsmanipulation sei «absurd, angesichts der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB)», sagte Schmidt.

Europas größte Volkswirtschaft verkauft seit Jahren deutlich mehr Waren ins Ausland als von dort eingeführt werden. In den Leistungsbilanz-Überschuss fließen neben dem Austausch von Waren und Dienstleistungen auch Zinsen und Löhne ein.

Die Bundesbank sieht Forderungen der EU-Kommission nach einem Ausgleich der deutschen Exportstärke durch mehr staatliche Investitionen im Inland skeptisch. Eine gute Infrastruktur sei zwar wichtig für eine solide wirtschaftliche Entwicklung. Es stelle sich aber die Frage, «ob eine noch stärker expansiv ausgerichtete Fiskalpolitik in der augenblicklichen Konjunkturlage angemessen wäre». Die EU-Kommission sieht in dem deutschen Exportüberschuss mögliche Gefahren für den Euroraum wegen ökonomischer Ungleichgewichte.

Angesichts der Konjunkturerholung im Euroraum forderten die «Wirtschaftsweisen» ein baldiges Ende der ultralockeren Geldpolitik der EZB. Die Währungshüter sollten im Sommer den schrittweisen Ausstieg aus dem milliardenschweren Kaufprogramm von Anleihen und anderen Wertpapieren ankündigen und es zum Jahresende auslaufen lassen. Zuerst die Zinsen zu erhöhen, sei dagegen der falsche Ansatz, sagte der Wirtschaftsweise Volker Wieland.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

DGB-Chef verlangt mehr Schutz und Respekt für Betriebsräte. Sie müssten früher und besser vor Kündigung und Schikanen gesetzlich geschützt werden, sagte der Gewerkschafter der Deutschen Presse-Agentur. Gegen Arbeitgeber, die Betriebsratsarbeit behinderten, müsse entschiedener vorgegangen werden. BERLIN/FRANKFURT - Unmittelbar vor Beginn der Betriebsratswahlen in mehr als 28 000 Unternehmen hat DGB-Chef Reiner Hoffmann einen besseren rechtlichen Schutz der Arbeitnehmervertreter gefordert. (Wirtschaft, 24.02.2018 - 13:33) weiterlesen...

Beschäftigten drohen nach Firmeninsolvenz oft Gehaltseinbußen. Im Schnitt verdienten sie selbst fünf Jahren nach der Pleite ihres früheren Arbeitgebers jährlich rund 4000 Euro weniger als vor der Insolvenz, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Das Risiko, Opfer einer Firmenpleite zu werden, ist aber regional sehr verschieden. NÜRNBERG - Beschäftigten eines insolvent gewordenen Betriebes drohen im weiteren Verlauf ihres Berufslebens teils empfindliche Gehaltseinbußen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 14:23) weiterlesen...

Bauindustrie sieht nach Boomjahr kein Ende des Aufschwungs. Um die prall gefüllten Auftragsbücher zeitnah abarbeiten zu können, planten viele Betriebe in den kommenden zwölf Monaten zusätzliches Personal und mehr Investitionen, erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am Freitag. Es spreche alles dafür, dass die zu Jahresbeginn aufgestellte Umsatzprognose von 4 Prozent Plus im laufenden Jahr übertroffen werde. WIESBADEN/BERLIN - Die deutsche Bauindustrie sieht nach ihrem besten Jahr seit Mitte der 1990er Jahre auch für 2018 kein Ende des Aufschwungs. (Boerse, 23.02.2018 - 13:56) weiterlesen...

KORREKTUR/Forscher: Beschäftigten drohen nach Insolvenz häufig Gehaltseinbußen (Die genannte Anzahl der Tage gibt an, um wie viele Tage Insolvenz-Betroffene im Schnitt länger arbeitslos waren als Beschäftigte in einem wirtschaftlich stabilen Unternehmen, nicht die Gesamtdauer der Arbeitslosigkeit. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:51) weiterlesen...

Forscher: Beschäftigten droht nach Insolvenz häufig Gehaltseinbußen. Im Schnitt verdienten sie selbst fünf Jahren nach der Pleite ihres früheren Arbeitgebers jährlich rund 4000 Euro weniger als vor der Insolvenz, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer am Freitag veröffentlichten Studie. NÜRNBERG - Beschäftigten eines insolvent gewordenen Betriebs drohen im weiteren Verlauf ihres Berufslebens teils empfindliche Gehaltseinbußen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:19) weiterlesen...

Eurozone: Inflation schwächt sich weiter ab. Im Januar seien die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer zweiten Schätzung mit. Die Statistiker bestätigten damit wie erwartet eine erste Erhebung von Ende Januar. Die Inflation im Euroraum ist so niedrig wie seit dem vergangenen Juli nicht mehr. LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich die Preisentwicklung Anfang des Jahres erneut abgeschwächt. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 11:02) weiterlesen...