Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, USA

FRANKFURT - Die Schweizer Privatbank Julius Bär sieht die deutsche Wirtschaft nicht zuletzt dank einer extrem lockeren Geldpolitik auf moderatem Wachstumskurs.

04.12.2019 - 14:14:25

AUSBLICK 2020/Julius Bär: Lockere Geldpolitik stützt Konjunkturerholung. "Die Chancen für eine Erholung der Konjunktur stehen ganz gut", sagte der Chefvolkswirt Deutschland von Julius Bär, David Kohl, am Mittwoch in Frankfurt. Die aktuelle Schwäche in der Industrie werde auch 2020 nicht auf andere Bereiche der deutschen Wirtschaft übergreifen, zeigte sich der Experte überzeugt. Es sei daher mit einer weiter robusten Entwicklung beim privaten Konsum und in der deutschen Bauwirtschaft zu rechnen.

Im kommenden Jahr dürfe die größte europäische Volkswirtschaft wieder stärker Fahrt aufnehmen. Julius Bär rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. In diesem Jahr wird hingegen allgemein ein deutlich schwächeres Wachstum erwartet. Im Herbstgutachten der führenden Forschungsinstitute wird eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent erwartet, nachdem die deutsche Wirtschaft 2018 noch um 1,5 Prozent gewachsen war.

"Im kommenden Jahr wird der Aufschwung maßgeblich von inländischen Faktoren getrieben", sagte Kohl. Obwohl es in Bereichen der Industrie Entlassungen geben dürfte, versicherte der Experte: "Der Arbeitsmarkt bleibt robust." Außerdem sieht das Bankhaus Julius Bär weiterhin kein Ende des Immobilienbooms in Deutschland. Im kommenden Jahr sei darüber hinaus mit einer Zunahme fiskalpolitischer Maßnahmen zu rechnen, die neben der lockeren Geldpolitik in der Eurozone den Aufschwung stützen werden.

"Die Fiskalpolitik ist das große Thema 2020", sagte Kohl. Hier seien die Spielräume "viel größer als bisher gedacht". Neben der weitgehenden Abschaffung des Solidaritätszuschlags rechnen die Julius Bär-Experten aber eher nicht mit größeren Steuersenkungen. Vielmehr seien höhere staatliche Ausgaben zur Stützung der Konjunktur denkbar, sagte Christian Gattiker-Ericsson, Leiter der Research-Abteilung der Schweizer Bank. Demnach seien staatliche Investitionen im Bereich Klimaschutz denkbar, sagte er und verwies auf die Möglichkeit neuer Abwrackprämien.

Rückenwind erhält die deutsche Wirtschaft auch durch die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft. "China wird eine Lokomotive der Weltwirtschaft bleiben", versicherte Gattiker-Ericsson. Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt werde sich zwar weiter abschwächen, aber das sei von der politischen Führung gewollt, die ein stärkeres Gewicht auf die Binnenwirtschaft legen will.

Auch in den USA, in der größten Volkswirtschaft der Welt, rechnet Julius Bär mit einem Abflauen der Konjunktur. Im kommenden Jahr werde eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent erwartet. Damit ist das Wachstum in den USA aber weiter stärker als in der Eurozone. Hier rechnen die Julius Bär-Experten nur mit einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,1 Prozent.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

AUSBLICK: Die Konjunkturdaten der Woche aus der Eurozone im Überblick. FRANKFURT - In der Eurozone stehen in der Woche vom 16. bis 20. Dezember einige wichtige Konjunkturdaten auf dem Kalender. Es werden Frühindikatoren aus der ersten Reihe für den Monat Dezember veröffentlicht. So steht der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Eurozone im Blick der Märkte. Mit dem Ifo-Geschäftsklima wird zudem der wichtigste deutsche Frühindikator veröffentlicht. AUSBLICK: Die Konjunkturdaten der Woche aus der Eurozone im Überblick (Wirtschaft, 13.12.2019 - 17:22) weiterlesen...

AUSBLICK: Die Konjunkturdaten der Woche aus den USA im Überblick. FRANKFURT - In der Woche vom 16. bis 20. Dezember stehen in den USA unter anderem Daten zur Industrieproduktion im November im Mittelpunkt des Interesses. Bei den Kennzahlen, die am Dienstag erwartet werden, zeichnet sich nach Einschätzung von Analysten ein kräftiger Anstieg ab. Als Ursache gilt das Ende eines Streiks beim Autobauer General Motors. AUSBLICK: Die Konjunkturdaten der Woche aus den USA im Überblick (Wirtschaft, 13.12.2019 - 17:07) weiterlesen...

USA: Einzelhandel macht weniger Umsatz als erwartet. Die Erlöse erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen deutlicheren Anstieg um 0,5 Prozent erwartet. Allerdings wurde der Zuwachs im Vormonat von 0,3 auf 0,4 Prozent korrigiert. WASHINGTON - Der US-Einzelhandel hat im November weniger Umsatz erzielt als erwartet. (Boerse, 13.12.2019 - 14:48) weiterlesen...

USA: Einfuhrpreise sinken etwas stärker als erwartet. Zum Vorjahresmonat seien die Einfuhrpreise um 1,3 Prozent gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang um 1,2 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Einfuhrpreise deutlich stärker um 3,0 Prozent gefallen. WASHINGTON - In den USA sind die Preise von importierten Gütern im November etwas stärker als erwartet gefallen. (Wirtschaft, 13.12.2019 - 14:43) weiterlesen...

Spanien: Verbraucherpreise steigen etwas stärker. Die nach europäischer Methode errechneten Lebenshaltungskosten (HVPI) lagen 0,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Im Vormonat hatte die Teuerung noch 0,2 Prozent betragen. MADRID - In Spanien sind die Verbraucherpreise im November wieder etwas stärker gestiegen. (Wirtschaft, 13.12.2019 - 09:22) weiterlesen...

ROUNDUP/Experten: Deutsche Wirtschaft kriecht ins neue Jahr. Nach 0,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt 2020 um 1,1 Prozent zulegen, ein Jahr später um 1,5 Prozent, prognostizierten das Ifo-Institut und das Kieler Instituts für Weltwirtschaft am Donnerstag. Die Zahl der Arbeitslosen werde weiter sinken. BERLIN/KIEL/HALLE (Saale) - Die deutsche Wirtschaft nimmt aus Sicht von Ökonomen im nächsten Jahr erst langsam wieder Fahrt auf. (Wirtschaft, 12.12.2019 - 14:47) weiterlesen...