Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

FRANKFURT - Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek sieht Öffnungsstrategien wie etwa im Saarland oder in Modellregionen kritisch.

07.04.2021 - 05:45:02

Virologin Ciesek sieht Öffnungsstrategien kritisch. "Die Verantwortung wird auf den Bürger abgewälzt", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update". "Wenn geöffnet wird, muss dem Bürger klar sein, dass das nichts mit Sicherheit zu tun hat." Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, "dass das sicher ist", sondern jeder müsse individuell entscheiden, sich auf diese Freiheiten einzulassen oder auf Vorsicht zu setzen.

Auch wenn es bei der Entwicklung der Infektionszahlen vor Ostern eine gewisse Abflachung gegeben habe und in einigen Städten die Inzidenzwerte über Ostern gesunken seien, halte sie es für riskant, aus diesen Zahlen eine Ablehnung von Maßnahmen und Beschränkungen abzuleiten, sagte die Virologin. Zum einen werde bekanntlich über die Feiertage weniger getestet, zum anderen hätten womöglich manche Menschen vor Ostern Kontakte beschränkt, um dann an den Feiertagen Angehörige treffen zu können. "Man muss schon schauen, wie geht es nach Ostern weiter."

Sorge bereite der Anstieg der Patienten in dem Krankenhäusern und der Zuwachs bei der Belegung der Intensivbetten durch jüngere Patienten, die zwar bessere Überlebenschancen als 80- oder 90-Jährige hätten, aber auch längere Zeit auf den Intensivstationen verbrächten - "Wochen oder auch Monate". Noch immer seien in den Intensivstationen Patienten der zweiten Infektionswelle - das sei eine ganz andere Ausgangslage als im vergangenen Sommer.

Ein Impfeffekt sei noch nicht in Sicht, sagte Ciesek. Es reiche nicht aus, auf den Effekt der Impfungen zu sehen und Kontaktbeschränkungen aufheben zu können. Wichtig sei zudem, dass Geimpfte nach der ersten Impfung nicht auf Vorsichtsmaßnahmen verzichteten. Nach der ersten Impfung gebe es die "gefährliche Phase", da sich Antikörper erst entwickeln müssten, sagte Ciesek über Leichtsinn bei denjenigen, die glaubten, nach der Impfung sofort vor einer Infektion geschützt zu sein.

Zur Testpflicht von Reiserückkehrern sagte Ciesek: "Ich habe schon das Gefühl, dass Reisen ein Risikofaktor sind." Zum einen könnten durch Rückkehrer neue Varianten ins Land gebracht werden, "zum andern verhält man sich auch anders - sonst war's ja kein Urlaub." Mancher verhalte sich dann womöglich unvorsichtiger als im Alltag. Ein Test sei allerdings "nur eine Momentaufnahme", betonte Ciesek. Ihrer Ansicht nach reiche es zudem nicht, nur die Flughäfen abzusichern. Wer etwa mit dem Auto nach Deutschland einreise, falle durchs Raster. "Da besteht sicher noch Optimierungsbedarf."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Erneut über 3000 Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio. TOKIO - In der Olympia-Stadt Tokio steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter an. Die Stadt registrierte am Dienstag binnen 24 Stunden 3709 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche sind das 861 mehr Infektionen. Sieben Menschen starben. In Tokio und anderen Präfekturen gilt noch bis 31. August ein Notstand, der aber nur lockere Maßnahmen vorsieht. So sollen Restaurants und Bars keinen Alkohol ausschenken und früher schließen. Kritiker halten dies für nicht mehr ausreichend, um einen drohenden Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern. In der Regierung wird inzwischen über härtere Maßnahmen wie Ausgangssperren nachgedacht. Einen Lockdown wie in anderen Ländern hat Japan bisher nicht verhängt. Erneut über 3000 Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio (Wirtschaft, 03.08.2021 - 12:12) weiterlesen...

Corona-Impfquote für vollständigen Schutz bei 52,6 Prozent. BERLIN - Die Quote der vollständig gegen das Coronavirus geimpften Menschen in Deutschland steigt nur langsam. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag lag sie zuletzt bei 52,6 Prozent der Bevölkerung, nach 52,3 Prozent am Vortag. Insgesamt wurden zuletzt 274 941 Dosen verabreicht, wie aus den Daten hervorgeht (Stand 9.25 Uhr). Höhepunkt war der 9. Juni mit mehr als 1,4 Millionen Dosen. Gerade bei den Erstimpfungen geht es derzeit nur langsam voran - daher hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bürger nochmals ermuntert, sich möglichst bald impfen zu lassen. Die höchsten Quoten der vollständig Geimpften in den 16 Bundesländern gibt es in Bremen (62,1 Prozent) und im Saarland (56,3 Prozent). Corona-Impfquote für vollständigen Schutz bei 52,6 Prozent (Boerse, 03.08.2021 - 12:05) weiterlesen...

Sächsische Impfkommission verteidigt Impfempfehlung für Kinder ab 12. "Der individuelle Nutzen für ein Kind ist deutlich größer als der Schaden oder die Probleme, die eine Impfung anrichten kann", sagte der Experte der Leipziger Volkszeitung (LVZ) am Dienstag. Grundlage seien neue Daten aus Ländern wie den USA oder Israel, wo seit Langem auch ab 12 Jahren geimpft wird. LEIPZIG - Der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission (Siko), Thomas Grünewald, hat die Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren verteidigt. (Wirtschaft, 03.08.2021 - 11:16) weiterlesen...

Irans oberster Führer bestätigt Raisis Wahl zum neuen Präsidenten. An der Zeremonie am Dienstag in Teheran nahm auch der scheidende Präsident Hassan Ruhani teil. Raisi kündigte an, gegen die Wirtschaftskrise, die hohe Inflation und die Korruption vorzugehen. Auch wolle er erreichen, dass die von den USA im Streit um eine atomare Bewaffnung des Iran verhängten "tyrannischen Sanktionen" aufgehoben werden. TEHERAN - Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat die Wahl Ebrahim Raisis zum neuen Staatspräsidenten bestätigt. (Wirtschaft, 03.08.2021 - 11:05) weiterlesen...

WHO: 2700 Attacken gegen Gesundheitseinrichtungen in drei Jahren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat von 2018 bis 2020 mehr als 2700 Zwischenfälle in 17 Ländern registriert. Dabei sind mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Patienten ums Leben gekommen und mehr als 2000 verletzt worden, wie die WHO am Dienstag in Genf berichtete. Sie registriert diese Daten seit 2018. In diesem Jahr waren es bis Juli 588 Vorfälle mit 114 Todesfällen. GENF - In Konfliktregionen weltweit werden Gesundheitseinrichtungen bewusst attackiert oder bei Kämpfen zerstört oder beschädigt. (Boerse, 03.08.2021 - 10:55) weiterlesen...

Schweden rechnet mit Auffrischimpfung gegen Covid-19 im nächsten Jahr. Der Umfang sei derzeit aber noch unklar und hänge unter anderem von möglichen neuen Virusvarianten sowie davon ab, was Studien über die Schutzwirkung der Impfstoffe im Laufe der Zeit zeigen, teilte die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Dienstag mit. Bestimmte Risikogruppen könnten möglicherweise schon in diesem Herbst eine dritte Impfdosis erhalten. STOCKHOLM - Einem größeren Anteil der schwedischen Bevölkerung wird im nächsten Jahr voraussichtlich eine Auffrischdosis einer Corona-Impfung angeboten. (Wirtschaft, 03.08.2021 - 10:28) weiterlesen...