Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Anleihen, Spanien

FRANKFURT - Die Debatte über den Fortgang der riesigen Corona-Wertpapierkäufe durch die EZB scheint eröffnet zu sein.

31.08.2021 - 18:46:30

EZB-Notenbanker fordern Debatte über EZB-Wertpapierkäufe. Am Dienstag äußerten sich gleich zwei ranghohe Zentralbanker aus den Reihen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu dem Thema. Beide sprachen sich für eine Diskussion über das Krisenprogramm Pepp aus. An den Finanzmärkten gerieten Staatsanleihen großer Euroländer unter erheblichen Druck, darunter deutsche Bundeswertpapiere. Der Euro legte zeitweise spürbar zu.

Der Chef der österreichischen Zentralbank, Robert Holzmann, sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, die Wirtschaft des Euroraums erhole sich in etwa erwartungsgemäß von der Corona-Krise. Dies erlaube, über geringere Anleihekäufe nachzudenken. Holzmann, der als EZB-Rat über die Geldpolitik im Euroraum mitentscheidet, bezog sich auf das Corona-Krisenprogramm Pepp. Er gilt als Zentralbanker, der im Zweifel für eine eher straffe Geldpolitik votiert - im Fachjargon "Falke" genannt.

"Wir sind jetzt in einer Situation, in der wir darüber nachdenken können, wie wir die Pandemie-Sonderprogramme reduzieren können", sagte Holzmann gut eine Woche vor der nächsten Zinssitzung der EZB. Auf dieser Sitzung habe man Gelegenheit, darüber zu diskutieren, wie man den Pandemie-Teil der Wertpapierkäufe abschließen und sich anschließend auf den Inflations-Teil konzentrieren könne.

Mit letzterem dürfte Holzmann das allgemeine Wertpapierkaufprogramm APP ansprechen, das Jahre vor dem Corona-Programm Pepp installiert wurde und vor allem auf die lange Zeit schwache Inflation im Währungsraum abzielt. Seit dem zweiten Quartal dieses Jahres kauft die EZB in einem schnelleren Tempo Wertpapiere wie Staatsanleihen. Damit sollte dem zeitweise auftretenden Zinsanstieg an den Märkten begegnet werden, der die lockere Geldpolitik der EZB zu konterkarieren drohte.

Dem Österreicher sprang sein Kollege aus den Niederlanden bei. Der Chef der niederländischen Zentralbank, Klaas Knot, argumentierte mit der erhöhten Inflation im Währungsraum. Diese war nach Daten vom Dienstag im August auf 3,0 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast zehn Jahren gestiegen. Die Teuerungsentwicklung dürfte geringere Wertpapierkäufe und ein Auslaufen des Programms im März kommenden Jahres rechtfertigen, erklärte Knot. Zu diesem Zeitpunkt soll das 1,85 Billionen Euro schwere Programm nach aktuellen Planungen mindestens laufen. Auch Knot gilt als geldpolitischer "Falke".

Der Österreicher Holzmann sprach sich darüber hinaus dagegen aus, einen Teil der Flexibilität des Pepp-Programms auf die allgemeinen Wertpapierkäufe im Programm APP zu übertragen. Das Corona-Programm Pepp weist im Vergleich zum APP weniger strenge Vorschriften auf. Einige Euro-Notenbanker - sogenannte "Tauben", die für eine eher lockere Linie eintreten - wollen die weniger strengen Regeln von Pepp auf das allgemeine Kaufprogramm APP übertragen. Andere Zentralbanker wie Holzmann oder Knot sprechen sich eher dagegen aus.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

US-Anleihen: Verluste ausgeweitet. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) fiel um 0,22 Prozent auf 132,80 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe stieg auf 1,37 Prozent und verpasste nur knapp den Anstieg auf ein Hoch seit Mitte Juli. NEW YORK - US-Staatsanleihen haben am Freitag im späten Handel die Verluste ausgeweitet. (Sonstige, 17.09.2021 - 21:01) weiterlesen...

New York: Kursverluste - Großer Verfall und Fed-Sitzung voraus. Der Leitindex Dow Jones Industrial gab um 0,33 Prozent nach auf 34 638 Punkte. Auf Wochensicht tritt der Dow damit auf der Stelle. Im Verlauf der Woche pendelte der Index unter 35 000 Zählern auf und ab. NEW YORK - Am letzten Handelstag der Woche haben an den US-Börsen Kursverluste das Bild bestimmt. (Boerse, 17.09.2021 - 20:02) weiterlesen...

Aktien Osteuropa Schluss: Moskau und Warschau melden Verluste PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU - Die wichtigsten Börsen in Mittel- und Osteuropa haben zum Wochenschluss am Freitag ein gemischtes Bild präsentiert. (Boerse, 17.09.2021 - 18:33) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: Zum großen Verfall verfallen die Kurse. An diesem Termin laufen Optionen und Terminkontrakte auf einzelne Aktien und Börsenindizes aus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 war mit Gewinnen in den Handel gegangen, konnte diese aber nicht lange halten. Am Mittag, pünktlich zum Verfall der Optionen und Futures auf den EuroStoxx 50, drehte dieser ins Minus. Am Ende stand ein Verlust von 0,94 Prozent auf 4130,84 Punkte zu Buche, das war der tiefste Stand seit vier Wochen. Auf Wochensicht verlor der Index knapp ein Prozent. PARIS/LONDON - Der sogenannte große Verfall an Europas Börsen hat die Aktienkurse am Freitag spürbar belastet. (Boerse, 17.09.2021 - 18:26) weiterlesen...

Aktien Wien Schluss: Leitindex belastet von großem Verfallstag. Der heimische Leitindex ATX hatte den Handel zunächst freundlich aufgenommen, rutschte aber kurz vor Mittag ins Minus. Am Nachmittag ging es dann kontinuierlich nach unten. In der Auktion konnte der heimische Leitindex ATX zwar noch ein paar Punkte gutmachen - es blieb aber ein kräftiges Minus von 1,23 Prozent auf 3605,76 Einheiten. Der ATX Prime verlor 1,06 Prozent auf 1828,34 Zähler. WIEN - Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag mit klaren Kursverlusten beendet. (Boerse, 17.09.2021 - 18:14) weiterlesen...

Aktien Frankfurt: Unsicherheit und großer Verfallstag bremsen Dax. Erneut ließ beim deutschen Leitindex nach dem Sprung über die Hürde von 15 700 Punkten schnell der Schwung wieder nach. Am Nachmittag trat der Dax mit plus 0,01 Prozent bei 15 652,58 Punkten nahezu auf der Stelle. Auf Wochensicht steuert das Börsenbarometer damit aktuell auf ein recht dünnes Kursplus zu. FRANKFURT - Nach einer durchwachsenen Börsenwoche hat sich der Dax auch am sogenannten großen Verfallstag am Freitag schwer getan. (Boerse, 17.09.2021 - 18:13) weiterlesen...