Indikatoren, Schweiz

FRANKFURT - Deutschland wird nach Einschätzung des Schweizer Bankhauses Julius Bär im kommenden Jahr weiter von einer wachsenden Weltwirtschaft und einer robusten Konjunktur in der Eurozone profitieren.

29.11.2017 - 14:37:24

Julius Bär: Deutsche Wirtschaft bleibt 2018 auf Wachstumskurs. "Die Stimmungsindikatoren zeigen, dass die deutsche Wirtschaft auch 2018 gut laufen wird", sagte David Kohl, Chefvolkswirt Deutschland von Julius Bär, am Mittwoch in Frankfurt. Der Experte erwartet den Aufschwung weiterhin auf einer breiten Basis. Neben den Exporten bleibt auch der private Konsum eine Stütze der Konjunktur.

Für das kommende Jahr rechnet Kohl mit einem deutschen Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent. Damit dürfte die Wirtschaftsleistung ähnlich stark zulegen wie in der Eurozone, wo der Julius-Bär-Experte ein Wachstum von 1,9 Prozent erwartet. Für das laufende Jahr veranschlagte Kohl allerdings noch ein etwas stärkeres deutsches Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent.

Kohl geht davon aus, dass der private Konsum 2018 möglicherweise etwas schwächer wachsen könnte. Dagegen sieht er bei den Investitionen der Unternehmen noch Luft nach oben. Außerdem zählt der Ökonom den Immobilienmarkt zu den treibenden Kräften für den Aufschwung im kommenden Jahr.

Durch die Geldflut der Europäischen Zentralbank sieht der Experte keine Gefahr. Zuletzt hätten die Kreditvergabe und das Wachstum der Geldmenge zwar zugelegt, sagte Kohl. Aber die Dynamik sei viel schwächer als vor der Finanzkrise und es seien keine Kreditexzesse zu befürchten.

Risiken für den Aufschwung erkennt Experte Kohl dagegen in dem starken Euro, der die deutsche Exportwirtschaft bremsen könnte. Auch die jüngste Entwicklung in China wird bei Julius Bär als ein Risikofaktor für die konjunkturelle Entwicklung gesehen. Zuletzt zeigten sich in dem wichtigen Handelspartner deutscher Unternehmen Anzeichen einer Konsolidierung. Unter anderem hatte die Regierung in Peking konjunkturstützende Maßnahmen zurückgefahren.

Vor dem Hintergrund des robusten Aufschwungs in Deutschland sieht Experte Kohl kaum Aussichten für eine Reformpolitik in Deutschland. Im Gegenteil: Sollte es im kommenden Jahr zu einer Neuauflage der Großen Koalition kommen, sei mit einem weiteren Zurückfahren der unter dem Stichwort "Agenda 2010" bekannten Arbeitsmarktreformen der Regierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder zu rechnen.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Eurozone: Leistungsbilanz mit geringerem Überschuss. Er fiel saisonbereinigt von 36,8 Milliarden Euro im Vormonat auf 32,0 Milliarden Euro, wie die Europäischen Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte. Unbereinigt stieg der Überschuss von 24,2 Milliarden Euro auf 40,6 Milliarden Euro. FRANKFURT - Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im März gesunken. (Wirtschaft, 18.05.2018 - 11:34) weiterlesen...

Umfrage: Beste Stimmung im deutschen Mittelstand. In der Frühjahrserhebung des Bankenverbandes BVR und der DZ Bank bewerten 92 Prozent der 1500 repräsentativ befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als "gut" oder "sehr gut". Das ist nach Angaben vom Freitag der höchste Wert seit dem Auftakt der regelmäßigen Umfrage im Jahr 1995. FRANKFURT - Die Stimmung im deutschen Mittelstand ist einer Umfrage zufolge so gut wie seit Jahren nicht. (Wirtschaft, 18.05.2018 - 10:33) weiterlesen...

Japan: Preisauftrieb schwächt sich überraschend deutlich ab. Im April schwächte sich der Preisauftrieb überraschend deutlich ab. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Nahrungsmittel herausgerechnet werden, sei im April um 0,7 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Der Anstieg fiel damit geringer aus, als es Experten zuvor erwartet hatten. TOKIO - In Japan bleibt die Inflation weiter deutlich hinter dem Ziel der Währungshüter zurück. (Wirtschaft, 18.05.2018 - 06:54) weiterlesen...

USA: Frühindikatoren steigen wie erwartet. Er legte zum Vormonat um 0,4 Prozent zu, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit diesem Anstieg gerechnet. Der Zuwachs vom März wurde von 0,3 auf 0,4 Prozent korrigiert. WASHINGTON - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im April erwartungsgemäß gestiegen. (Wirtschaft, 17.05.2018 - 16:12) weiterlesen...

USA: Industrieproduktion steigt dritten Monat in Folge. Sie sei im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch in Washington mit. Dies ist der dritte Anstieg in Folge, nachdem die Produktion im März um revidiert ebenfalls 0,7 Prozent (zuvor 0,5 Prozent) und im Februar um 1,0 Prozent im Monatsvergleich gestiegen war. WASHINGTON - In den USA hat die Industrieproduktion im April weiter zugelegt. (Wirtschaft, 16.05.2018 - 15:35) weiterlesen...

USA: Baubeginne fallen stärker als erwartet. Sowohl die Zahl der neu begonnenen Bauten als auch die Genehmigungen für Neubauten gingen zurück, wie aus Zahlen des Handelsministeriums vom Mittwoch hervorgeht. WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat im April einen Dämpfer bekommen. (Wirtschaft, 16.05.2018 - 14:45) weiterlesen...