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afz - allgemeine fleischer zeitung

Frankfurt - "Der undifferenzierte Blick auf die Fleischwirtschaft ist ein gro?es ?rgernis." Das beklagt erneut der Deutsche Fleischer-Verband (DFV).

07.10.2020 - 16:22:28

Handwerk braucht Ausnahmen

Frankfurt - "Der undifferenzierte Blick auf die Fleischwirtschaft ist ein gro?es ?rgernis." Das beklagt erneut der Deutsche Fleischer-Verband (DFV). In einem Exklusiv-Interview mit der Branchenzeitschrift afz - allgemeine fleischer zeitung (dfv Mediengruppe) im Vorfeld der DFV- Mitgliederversammlung in Fulda macht DFV-Pr?sident Herbert Dohrmann deutlich, dass das Fleischerhandwerk nicht weiter mit den "Gro?en" der Branche - sprich der Schlacht- und Zerlege Industrie - in einen Topf geworfen werden will.

Schlie?lich h?tten die oft inhabergef?hrten, fleischerhandwerklichen Betriebe mit Werkvertr?gen und mangelhaften Unterk?nften f?r ihre Besch?ftigten nichts zu tun. Das finde inzwischen auch Eingang in die K?pfe, beobachtet der Bremer Fleischermeister: " Die starke Verankerung in der Region - sowohl beim Einkauf als auch in der Arbeitswelt - die famili?ren Strukturen, auch bei gr??eren Handwerksunternehmen, das wurde durch die Debatten auf breiter Front wahrgenommen."

Diese Differenzierung rechtfertige nun durchaus eine Ausnahme von dem versch?rften Arbeitsschutzkontrollgesetz, das im Januar 2021 in Kraft treten soll und derzeit in den politischen Gremien beraten wird. Noch wird um eine faire Abgrenzung zwischen Handwerk und Industrie gerungen: Die Trennung anhand der Mitarbeiterzahl befindet der DFV als "nicht sachgerecht genug". In einer Anh?rung im Deutschen Bundestag am Montag dieser Woche regte der Pr?sident an, den Eintrag in der Handwerksrolle als Abgrenzungskriterium einzusetzen. Mit dem neuen Gesetz w?rden f?r die Fleischer-Fachgesch?fte weitere b?rokratische H?rden aufgebaut, etwa die Pflicht zur elektronischen Zeiterfassung f?r die Mitarbeiter.

Die erste Coronawelle und den Lockdown im Fr?hjahr hat das Fleischerhandwerk gut ?berstanden. "Wir haben stark davon profitiert, dass es uns gelungen ist, dass das Fleischerhandwerk der kritischen Infrastruktur zugerechnet wird", sagte Dohrmann der afz. "Dadurch haben wir unsere Gesch?fte weiter ?ffnen k?nnen, was die Kunden dankbar angenommen haben." Und noch eine Beobachtung macht der DFV-Pr?sident: "Das Fleischerhandwerk hat auf breiter Front sehr deutlich an Reputation gewonnen: in der ?ffentlichen Diskussion, bei den politischen Entscheidungstr?gern und nat?rlich auch bei den Kunden, die h?ufiger und mehr bei uns einkaufen."

Das vollst?ndige Interview gibt es zum Nachlesen auf www.fleischwirtschaft.de.

Pressekontakt:

dfv Mediengruppe Unternehmenskommunikation

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