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Jones Lang LaSalle SE (JLL)

Frankfurt - Der deutsche Hotelinvestmentmarkt* konnte im ersten Quartal 2021 mit einem Transaktionsvolumen von knapp 500 Mio.

12.04.2021 - 11:02:30

Solider Jahresauftakt auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt - Off-Market Aktivit?ten nehmen zu - Anstieg von Investments durch Privatinvestoren und Family Offices. Euro bei 14 Transaktionen das beste Transaktionsergebnis der vergangenen drei Quartale erzielen.

Frankfurt - Der deutsche Hotelinvestmentmarkt* konnte im ersten Quartal 2021 mit einem Transaktionsvolumen von knapp 500 Mio. Euro bei 14 Transaktionen das beste Transaktionsergebnis der vergangenen drei Quartale erzielen. Im direkten Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres, noch nicht von Corona beeintr?chtigt und das Ergebnis gepusht vor allem durch die ?bernahme der TLG durch Aroundtown, sind die Einbu?en mit einem Minus von 50 Prozent aber betr?chtlich. Auch der F?nf- und Zehnjahresschnitt sind zweistellig (39 % bzw. 11 %) unterschritten.

"Nach wie vor ist die Situation des operativen Hotelgesch?fts prek?r. Der anhaltende Lockdown sorgt f?r eine dramatisch r?ckl?ufige Zimmerauslastung sowie f?r einen ebenso starken R?ckgang beim Ertrag pro Zimmer. Insofern ist das aktuelle Transaktionsvolumen durchaus recht solide. Sicherlich h?ngt das Ergebnis mit ?berh?ngen zusammen, Transaktionen also, die in den letzten Wochen des Vorjahres nicht mehr abgeschlossen worden waren und nun zum Jahresanfang durchgezogen wurden. Das sorgte f?r ein Plus von fast 70 Prozent gegen?ber dem vierten und in der Regel st?rksten Quartal", so Heidi Schmidtke , Managing Director der JLL Hotels & Hospitality Group. Schmidtke weiter: "Die Gespr?che mit Investoren zeigen, dass es dem Hotelmarkt nicht an Interesse oder Kapital mangelt, sondern - nat?rlich von den derzeitigen Rahmenbedingungen verst?rkt - eine Preisfindung zwischen K?ufer und Verk?ufer weiterhin schwierig bleibt. Um jeden Preis will keiner verkaufen. Es zeichnet sich bisweilen au?erdem eine erh?hte Off-Market Aktivit?t ab, die es Eigent?mern erm?glicht, die Stimmung zu testen, ohne die gesamte Aufmerksamkeit des Marktes und den Eindruck einer Distressed Situation zu erwecken. In einigen F?llen bietet sich dadurch ein durchaus attraktives Produkt f?r die K?ufer, oftmals auch mit Entwicklungs- bzw. Umwandlungspotenzial. Damit k?nnten sich die Preisvorstellungen beider Parteien treffen."

In den ersten drei Monaten 2021 wurden insgesamt 11 Einzeltransaktionen mit einem Volumen von 295 Mio. Euro verzeichnet, entsprechend einem R?ckgang von 29 Prozent gegen?ber dem Vorjahr (Q1 2020: 22 mit 414 Mio. Euro). Mit knapp 27 Mio. Euro lag die durchschnittliche Transaktionsgr??e 43 Prozent ?ber dem Vorjahresniveau (Q1 2020: 19 Mio. Euro). Mit 25 Prozent des Gesamtvolumens entfiel erneut ein auff?llig gro?er Anteil auf Hotels als Teil einer gemischt genutzten Immobilie.

In Portfoliotransaktionen , erstmals im vierten Quartal 2020 ausgeblieben, flossen zwischen Januar und Ende M?rz in drei Transaktionen knapp ?ber 200 Mio. Euro (Q1 2020: 5 mit 571 Mio. Euro). Sie machten somit 41 Prozent des Gesamtvolumens aus. Die durchschnittliche Transaktionsgr??e sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 67 Mio. Euro (Q1 2020: 114 Mio. Euro).

Im ersten Quartal zeichnete sich ein Anstieg des Investmentvolumens durch Privatinvestoren und Family Offices ab. Mit 224 Mio. Euro (3 Transaktionen) und einem Anteil am Gesamttransaktionsvolumen von 45 Prozent investierten sie im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich mehr (Q1 2020: 89 Mio. Euro, Anteil 9 %). Sie avancierten damit zur aktuell st?rksten Investorengruppe. "Die Zunahme h?ngt u.a. damit zusammen, dass Privatinvestoren in gro?en und besonders kompetitiven Prozessen historisch weniger zum Zuge kommen konnten. Dies hat sich gerade auch im Hinblick auf den aktuell steigenden Anteil an Off-Market Aktivit?ten ver?ndert", erkl?rt Heidi Schmidtke .

Institutionelle Anleger kamen auf einen Anteil von 39 Prozent (6 Transaktionen), entsprechend knapp 200 Mio. Euro.

In Zeiten eingeschr?nkter internationaler Mobilit?t entfiel auf deutsches Kapital fast alles: 13 von 14 Transaktionen, damit 85 Prozent des Investitionsvolumens, gingen auf das Konto inl?ndischer Anleger, nur bei einer Transaktion war ein ausl?ndischer Investor beteiligt.

Heidi Schmidtke abschlie?end: "Die erwartete gro?e Welle notleidender Hotels bleibt bislang weiterhin aus. Viele Objekte mit starken P?chtern und Garantien kommen voraussichtlich vorerst nicht an den Markt, da die meisten Fonds erstens unter dem Buchwert kaum einen Verkauf erw?gen und zweitens, es zudem an alternativen Investmentm?glichkeiten mangelt. Dort wo Betreiber auf Kurz oder Lang auf der Kippe stehen, analysiert man betreiberfreie Exit Szenarien, die je nach Standort durchaus gro?es Interesse von alternativen Betreibern hervorrufen k?nnen. In nicht weiter f?r Hotels tauglichen Lagen k?nnen zudem auch andere Nutzungen attraktiv werden, um langfristig den Cash Flow zu sichern. W?hrend also operativ bedingt die Stress-Situationen auf Betreiberseite zunehmen, bieten sich auf Eigent?merseite zumindest vorerst ausreichend Alternativen, die einen Verkauf umgehen lassen. Allerdings tut sich auch auf Betreiberseite einiges. W?hrend sich einige Hotelgruppen schon in der Vergangenheit kapitalstarke Partner gesucht haben, wird dar?ber zuk?nftig auch bei anderen Betreibern nachgedacht. Dieses erste Quartal war zus?tzlich gepr?gt

von erh?hter Konsolidierungsaktivit?t, die zeigt, dass einige der kapitalstarken Player, sei es Whitbread, HR Group oder Activum, bereits aktiv sind. Diese Entwicklung vermittelt eine gewisse Marktstabilit?t und wird der Erholung des Hotelinvestmentmarktes kurz- und mittelfristig zugutekommen.

Klar ist: Es wird Opportunit?ten geben. W?hrend konservative institutionelle Investoren weiterhin verst?rkt auf Core Assets in Top-Lagen setzen, sondieren auch opportunistische Investoren weiter den Markt und hoffen auf attraktive Einstiegsm?glichkeiten. Wann und in welchem Ausma? diese verf?gbar werden, h?ngt von der Entwicklung der Pandemie, dem Impffortschritt und vielen weiteren Folgefaktoren ab. Der Hotelmarkt ist angez?hlt, aber nicht gefallen, wir haben noch neun Runden vor uns, ein harter Kampf f?r viele, Chancen f?r andere, am Ende wird sich die Hotelimmobilie als Anlageklasse als resilient erwiesen haben."

*Die Hotels & Hospitality Group von JLL, Germany, ber?cksichtigt Einzeltransaktionen mit einem Investitionsvolumen von mindestens 5 Mio. Euro sowie Portfoliotransaktionen mit Objekten ausschlie?lich in Deutschland. Ebenso enthalten sind deutsche Hotels, die als Teil von grenz?berschreitenden Portfolioverk?ufen ver?u?ert werden.

Pressekontakt:

Dorothea Koch, Tel. +49 (0)69 2003 1007, mailto:dorothea.koch@eu.jll.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/62984/4886159 Jones Lang LaSalle SE (JLL)

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