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FRANKFURT - Bittere Zeiten für Sparer in Deutschland: Nicht nur gestiegene Inflationsraten nagen am Geld auf dem Konto, sondern auch Negativzinsen, die immer mehr Kreditinstitute verlangen.

01.04.2022 - 14:09:29

Negativzinsen: 'Durchschnittssparer immer häufiger betroffen'. Nach Daten des Vergleichsportals Verivox erheben inzwischen 449 von rund 1300 ausgewerteten Banken und Sparkassen Negativzinsen ab bestimmten Summen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto (Stand 31.03.2022). Ende 2021 waren es 423 und vor einem Jahr nur 281. Zugleich setze sich der Trend zu immer niedrigeren Freibeträgen fort, die von Negativzinsen ausgenommen sind. Verbraucherschützer kämpfen vor Gericht gegen das sogenannte Verwahrentgelt.

gehörenden Comdirect verloren Sparer in Deutschland allein im vergangenen Jahr in Summe 80 Milliarden Euro wegen niedrig verzinster Einlagen.

Verivox wertet die im Internet veröffentlichten Preisaushänge von etwa 1300 Banken und Sparkassen in Deutschland aus. Da nicht alle Institute ihre Negativzinsen frei zugänglich auf ihrer Website veröffentlichen, dürften mehr als die ermittelten 449 Institute Verwahrentgelte erheben. Nach jüngsten Daten der Deutschen Bundesbank gab es 2020 in Deutschland 1679 eigenständige Kreditinstitute.

@ dpa.de