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Vermischtes, Prof. Dr. Heino St?ver - Sozialwissenschaftliche Suchtforschung

Frankfurt a.M. - Trotz umfangreicher Bem?hungen und einer immer restriktiveren Tabakkontrollpolitik raucht immer noch knapp ein Viertel der deutschen Bev?lkerung.

28.05.2021 - 11:07:49

Weltnichtrauchertag: Suchtforscher Prof. Heino St?ver ?u?ert sich zu den Chancen, durch E-Zigaretten, Tabakerhitzer oder Nikotinbeutel den Anteil der rauchenden Bev?lkerung signifikant zu senken. Die traurige Bilanz der "quit or die"-getriebenen Suchtpolitik: 110.000 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen des Tabakkonsums.

Frankfurt a.M. - Trotz umfangreicher Bem?hungen und einer immer restriktiveren Tabakkontrollpolitik raucht immer noch knapp ein Viertel der deutschen Bev?lkerung. Die traurige Bilanz der "quit or die"-getriebenen Suchtpolitik: 110.000 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen des Tabakkonsums.

Dass dieser Zustand unertr?glich ist und dringend Alternativen geboten werden m?ssen, betont Prof. Dr. Heino St?ver am Weltnichtrauchertag noch einmal nachdr?cklich:

"E-Zigaretten bieten mit ihrem 95 % geringerem Schadenspotenzial eine vielversprechende M?glichkeit, das gesundheitliche Risiko sofort zu reduzieren. Ohne den "Harm Reduction"-Ansatz zur zentralen Handlungsmaxime in der Drogen- und Suchtpolitik - auch im Bereich Tabak - zu etablieren, werden wir die Konsument*innenzahlen nicht weiter senken k?nnen. Raucher*innen gelingt es h?ufig nicht, von jetzt auf gleich mit dem Zigarettenkonsum aufzuh?ren. Ganz konkret bedeutet dies daher, dass wir die deutlich weniger sch?dlichen Produkte als Alternative zur Tabakzigarette einsetzen m?ssen."

"Public Health England empfiehlt allen Raucher*innen schon seit L?ngerem den sofortigen Umstieg auf die E-Zigarette. Studien, auf welche sich die Exekutivagentur des britischen Ministeriums f?r Gesundheit und Soziales bezieht, haben gezeigt, dass der Rauchausstieg mit Hilfe der E-Zigarette um bis zu 70 % wahrscheinlicher gelingt als durch den Einsatz von z.B. Kaugummis oder Pflastern.", so der Suchtforscher.

Prof. Dr. Heino St?ver erg?nzt: "Trotzdem sollen E-Zigaretten hierzulande steuerlich mit Tabakzigaretten gleichgestellt werden. Andere europ?ische L?nder gehen ganz anders mit Alternativprodukten um und nutzen diese nachhaltig f?r den Rauchstopp der Bev?lkerung. Das wird auch belohnt: England hat mit ca. 15 % die zweitniedrigste Raucher*innenquote in Europa. Schweden steht noch deutlich besser da; aktuell rauchen dort nur ca. 4 % der Bev?lkerung."

Weiter f?hrt er aus: "Nur durch ein grunds?tzliches Umdenken nach schwedischem oder britischem Vorbild k?nnen wir unsere selbstgesteckten Ziele in der Zukunft erreichen. Andernfalls bleibt "commit to quit" f?r viele Konsument*innen leider nur ein Wunsch, der mangels Unterst?tzung nicht in Erf?llung geht."

"Deutschland rauchfrei 2030 - wir schaffen das! Nur wie?" mit dieser Frage besch?ftigen sich hochkar?tige Wissenschaftler*innen am 02.06.2021 auf dem gleichnamigen, von Prof. Dr. Heino St?ver veranstaltetem, Symposium. Dabei sind u.a. Prof. Dr. Karl Fagerstr?m aus Schweden, Erfinder des Fagerstr?m-Tests f?r Nikotinabh?ngigkeit sowie Dr. Linda Nilson von der University of Oxford und Mit-Autorin des aktualisierten Cochrane Reviews zu E-Zigaretten. Zur kostenfreien Anmeldung gelangen Sie hier. (https://www.frankfurt-university.de/d e/hochschule/fachbereich-4-soziale-arbeit-gesundheit/forschung-am-fb-4/forschung sinstitute/institut-fuer-suchtforschung-isff/veranstaltungen-des-isff/deutschlan d-rauchfrei-2030/anmeldung-symposium-deutschland-rauchfrei-2030/)

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier. (https://www.frankfurt-universit y.de/fileadmin/standard/Hochschule/Fachbereich_4/Forschung/ISFF/Veranstaltungen/ Programm_Webinar_Deutschland_rauchfrei_2030_.pdf)

Zur Person

Heino St?ver ist Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences und Gesch?ftsf?hrender Direktor des Instituts f?r Suchtforschung (http://www.frankfurt-university.de/isff) der Frankfurt University of Applied Sciences (ISFF). Er ist als Berater der WHO, von UNODC, der Europ?ischen Kommission, des Internationalen Roten Kreuzes, der Gesellschaft f?r Internationale Zusammenarbeit, des Open Society Institute und von Gesundheits-/Sozialministerien (in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Litauen, Estland und Lettland) t?tig. Er ist Mitgr?nder der internationalen peer-review-Zeitschrift International Journal of Prisoner Health, sowie Mit-Herausgeber der Schriftenreihe Gesundheitsf?rderung im Justizvollzug. Seit 2008 ist er Vorsitzender des akzept e.V. (Bundesverband f?r akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik). Er ist ebenfalls Mitglied des beratenden Arbeitskreises "M?nnergesundheit" der Bundeszentrale f?r gesundheitliche Aufkl?rung (BZgA).

Pressekontakt:

Frankfurt University of Applied Sciences Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit Prof. Dr. Heino St?ver Telefon: +49 69 1533-2823 und mobil: +49 162 133 45 33 E-Mail: mailto:heino.stoever@fb4.fra-uas.de Twitter: @HeinoStoever

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/136903/4926459 Prof. Dr. Heino St?ver - Sozialwissenschaftliche Suchtforschu ng

@ presseportal.de