Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

FESSENHEIM - Wenige Tage vor der Stilllegung des Akw im elsässischen Fessenheim ist der noch verbleibende Reaktor ungeplant heruntergefahren worden.

26.06.2020 - 15:52:39

Vor Stilllegung: Reaktor in Akw Fessenheim ungeplant heruntergefahren. Die automatische Abschaltung habe sich am Freitagvormittag ereignet, teilte Betreiber EDF mit. Das Team des Kraftwerks arbeite daran, die Ursache zu finden und bereite sich auf einen Neustart des Druckwasserreaktors vor. Dieser sei für Samstagvormittag geplant. Über dem Akw am Rhein könnten nicht radioaktive Dampfwolken sichtbar sein, teilte EDF mit.

Der Vorfall könne mit einem Gewitter zusammenhängen, das zu dem Zeitpunkt über Fessenheim hinwegzogen sei, berichtete der Radiosender France Bleu online. Frankreichs ältestes noch laufendes Kraftwerk soll in der kommenden Woche endgültig stillgelegt werden. Nach Angaben des Betreibers wird der verbleibende Reaktor am späten Montagabend heruntergefahren. Der erste Druckwasserreaktor war bereits Ende Februar vom Netz genommen worden. Kritikern galt das Kraftwerk an der Grenze zu Baden-Württemberg schon seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko.

Umweltstaatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) begrüßte die Stilllegung des Akw im französischen Fessenheim. "Wir werden auch in Zukunft bei unseren europäischen Nachbarn für eine Abkehr von der Atomkraft werben", teilte Schwarzelühr-Sutter mit. Die Abschaltung sei auch dem Einsatz der zivilgesellschaftlichen Initiativen auf beiden Seiten des Rheins zu verdanken. "Ich bin davon überzeugt, dass die Abschaltung auch unser Land sicherer macht."

Der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt forderte einen weltweiten Atomausstieg. Die Bedrohung für Mensch und Natur müsse auch in Deutschland ein Ende haben, betonte Bandt. "Atomkraft ist nicht nur unberechenbar, sie ist auch hochgradig unwirtschaftlich." Der Neubau von Atomkraftwerken dauere Jahrzehnte, sei unrentabel und sprenge alle Kostenschätzungen, sagte Bandt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Macrons politischer Neustart - Kaum bekannter Castex wird Premier (durchgehend aktualisiert) (Wirtschaft, 03.07.2020 - 21:26) weiterlesen...

Mehrere Länder setzen neue Fahrverbots-Regeln für Raser außer Kraft (weitere Länder ergänzt) (Wirtschaft, 03.07.2020 - 20:42) weiterlesen...

Air France will mehr als 7500 Stellen abbauen. Das betreffe 6560 Stellen bei Air France selbst, wie die Airline am Freitagabend mitteilte. Hinzu kämen 1020 Stellen bei der Regionalfluggesellschaft Air France Hop. Durch viele altersbedingte Abgänge werde der Abbau aber abgefedert - bei Air France werde "mehr als die Hälfte dieses Stellenabbaus dank einer günstigen Alterspyramide ausgeglichen." Bei Hop bleibt der Überschuss aber dennoch recht hoch. PARIS - Die Fluggesellschaft Air France will bis Ende 2022 wegen der Luftfahrtkrise rund 7500 Stellen streichen. (Boerse, 03.07.2020 - 19:49) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Kohle-Ausstieg ist besiegelt. Am Freitag stimmten Bundestag und Bundesrat einem Paket an Gesetzen zu, das den Fahrplan für die schrittweise Stilllegung von Kohlekraftwerken bis spätestens 2038 vorsieht und den betroffenen Regionen im Gegenzug Milliardenhilfen sichert. Die Ministerpräsidenten der Kohle-Länder Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt zeigten sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zufrieden und verteidigten das Ausstiegsdatum, das gerade Umweltschützern zu spät ist. BERLIN - Der deutsche Kohle-Ausstieg ist besiegelt. (Boerse, 03.07.2020 - 19:09) weiterlesen...

Sicherheitsgesetz: Kanada beendet Auslieferungsabkommen mit Hongkong. Das Sicherheitsgesetz stelle eine Verletzung internationaler Verpflichtungen dar und sei in einem "geheimen Prozess" und ohne Einbeziehung Hongkongs beschlossen worden, kritisierte der kanadische Außenminister Francois-Philippe Champagne am Freitag in einer Mitteilung. OTTAWA - Die kanadische Regierung hat wegen der restriktiven Sicherheitsgesetzes Chinas für Hongkong das Auslieferungsabkommen mit der eigentlich autonomen Metropole beendet. (Wirtschaft, 03.07.2020 - 19:05) weiterlesen...

Union und SPD einigen sich auf verbindliches Lobbyregister. Union und SPD einigten sich am Freitag nach langem Zögern auf die Einführung von schärferen Transparenzregeln für Abgeordnete, die einer Nebentätigkeit nachgehen. Nach Angaben der SPD soll das Register im Herbst kommen. BERLIN - Die Affäre um den CDU-Abgeordneten Philipp Amthor hat Bewegung in die Gespräche der Koalition über ein verbindliches Lobbyregister gebracht. (Wirtschaft, 03.07.2020 - 18:54) weiterlesen...