Regierungen, Sachversicherungen

Expertin: Einige Tage vor Juli-Hochwasser erster Warnhinweis

26.11.2021 - 18:35:30

Expertin: Einige Tage vor Juli-Hochwasser erster Warnhinweis. DÜSSELDORF - Schon einige Tage vor der Flutkatastrophe von Mitte Juli hat nach Angaben der britischen Expertin Hannah Cloke das europäische Hochwasser-Warnsystem EFAS einen ersten Hinweis auf ein mögliches Extremereignis im Rheinland gegeben. Am 10. Juli 2021 habe EFAS ein Hochwasser, das einmal in 20 Jahren auftritt, mit einer Wahrscheinlichkeit von 22 Prozent für das Rheinbecken prognostiziert, sagte die Hydrologie-Professorin als Zeugin am Freitag im Untersuchungsausschuss des NRW-Landtags in Düsseldorf.

Diese Information sei zwar noch unsicher gewesen, aber man sollte in einen solchem Fall besonders aufmerksam sein, erläuterte sie. Das wäre der Zeitpunkt, an dem national zuständige Behörden einige Informationen zusätzlich anschauen, um ein klareres Bild der Lage zu bekommen. Sie habe keine Hinweise, wie die von EFAS zur Verfügung gestellten Informationen von den entsprechenden nationalen und lokalen Stellen letztlich verwendet worden seien. EFAS-Partner erhielten Warnungen. Diese könnten dann selbstständig auf das Webportal des Warnsystems zugreifen und dort weiterarbeiten.

"Wenn so viele Menschen sterben, müssen wir zugeben, dass das System insgesamt versagt hat", bekräftigte die Expertin ihre bereits geäußerte Kritik und verwies dabei auf die vielen Toten. Allein in NRW starben 49 Menschen. Sie betonte dabei auch, dass sich diese Kritik nicht auf bestimmte Teile in Nordrhein-Westfalen beziehe. Sie habe keine Untersuchungen angestellt, wie die einzelnen Teile des Systems im Fall der Flutkatastrophe von Juli funktioniert haben.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Südkorea: Nordkorea testet zwei mutmaßliche Marschflugkörper. Die Raketen seien am Dienstagmorgen (Ortszeit) abgeschossen worden, teilte der Generalstab mit. Es werde vermutet, dass Lenkflugkörper getestet wurden. Der Waffentest werde zusammen mit den USA noch genauer ausgewertet. Wie weit die Flugkörper flogen und wo sie landeten, war zunächst nicht bekannt. SEOUL - Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs mindestens zwei mutmaßliche Marschflugkörper abgefeuert. (Boerse, 25.01.2022 - 07:44) weiterlesen...

Grünen-Vorsitzkandidatin Lang für allgemeine Impfpflicht. Zwar sei es gut, dass im Bundestag ernsthaft diskutiert werde und unterschiedliche Möglichkeiten auf dem Tisch lägen, sagte Lang der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Aber ich finde es auch wichtig, an dieser Stelle Farbe zu bekennen. Ich werde mich an einem Antrag zur allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren beteiligen und meinen Teil dazu tun, diese mit auf den Weg zu bringen." Lang stellt sich beim Grünen-Parteitag an diesem Freitag und Samstag gemeinsam mit Omid Nouripour zur Wahl für die neue Doppelspitze der Partei. BERLIN - Die Grünen-Vorsitzkandidatin Ricarda Lang ist für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. (Wirtschaft, 25.01.2022 - 06:56) weiterlesen...

USA und Europäer rufen Russland zur Deeskalation auf. Bei einer Videokonferenz am Montagabend äußerten die Teilnehmer - unter ihnen US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) - erneut den Wunsch nach einer diplomatischen Lösung und drohten Moskau im Fall weiterer Aggression gegenüber der Ukraine mit schwerwiegenden Konsequenzen, wie die Regierungen in Washington und Berlin mitteilten. In den nächsten Tagen stehen weitere hochrangige Beratungen an. Scholz empfängt an diesem Dienstag Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin. Auch bei ihrem Treffen ist der Ukraine-Konflikt Thema. WASHINGTON/BERLIN/BRÜSSEL/MOSKAU - Die Staats- und Regierungschefs der USA und ihrer europäischen Verbündeten haben Russland gemeinsam zu sichtbaren Schritten der Deeskalation im Ukraine-Konflikt aufgefordert. (Wirtschaft, 25.01.2022 - 06:34) weiterlesen...

Gegen die Wegwerfgesellschaft - Lemke für Index zur Reparierbarkeit. "Mit dem Recht auf Reparatur werden wir einen wichtigen Schritt aus der Wegwerfgesellschaft gehen", sagte Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Sinnvoll ist ein Reparierbarkeits-Index, auf dem man erkennen kann, wie reparierfreundlich ein Produkt ist", so Lemke. BERLIN - Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland sollen nach Plänen der Bundesregierung defekte Handys oder andere Produkte künftig leichter reparieren lassen können. (Boerse, 25.01.2022 - 06:34) weiterlesen...

Beschluss mit offenen Fragen - Bund und Länder ändern Teststrategie. Der Vorwurf von Fachleuten, Verbänden und Oppositionspolitikern nach den Beratungen von Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vom Montag: unausgegoren, in den Details unklar, womöglich zu leichtsinnig. BERLIN - Die Bund-Länder-Vereinbarung zur Änderung der Corona-Teststrategie hinterlässt viele offene Fragen und stößt auch auf Kritik. (Wirtschaft, 25.01.2022 - 06:34) weiterlesen...

Transparency fordert schärferes Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung. Die Vorfälle im vergangenen Jahr hätten ein bedenkliches Schlupfloch offenbart, kritisierte die Organisation am Dienstag. "Trotz der enormen Empörung nach Bekanntwerden der Fälle persönlicher Bereicherung konnten die betroffenen Abgeordneten am Ende strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden", betonte Hartmut Bäumer, der Vorsitzende von Transparency Deutschland. Das zeige, dass das Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung praktisch wirkungslos sei und dringend nachgeschärft werden müsse. In solchen Fällen müsse es auch tatsächlich zu Verurteilungen kommen. BERLIN - Nach der Maskenaffäre im Bundestag fordert Transparency International schärfere Regeln gegen die Bestechung von Abgeordneten. (Wirtschaft, 25.01.2022 - 06:14) weiterlesen...