Deutschland, Volkswirtschaft

Eurozone: Unternehmensstimmung auf Zweijahrestief

05.12.2018 - 17:32:24

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 05.12.2018

LONDON - Die Unternehmensstimmung im Euroraum ist im November auf den tiefsten Stand seit gut zwei Jahren gefallen. Wie das Institut Markit am Mittwoch nach einer zweiten Umfragerunde mitteilte, fiel der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um 0,4 Punkte auf 52,7 Zähler. Das ist der niedrigste Wert seit September 2016. Der Rückgang fällt allerdings nicht ganz so stark aus, wie in einer ersten Runde geschätzt. Die Eurozone stecke weiter in einer Wachstumsdelle, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Eurozone: Einzelhandel macht etwas mehr Umsatz

LUXEMBURG - Die Einzelhändler der Eurozone haben im Oktober wieder etwas mehr Umsatz gemacht. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, lagen die Erlöse 0,3 Prozent über dem Vormonatsniveau. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Umsätze um 1,7 Prozent. Analysten hatten im Monatsvergleich einen Zuwachs um 0,2 Prozent und im Jahresvergleich um 2,0 Prozent erwartet.

Großbritannien: Dienstleister so pessimistisch wie zuletzt nach Brexit-Votum

LONDON - Die Stimmung in den britischen Dienstleistungsunternehmen hat sich im November überraschend eingetrübt. Wie das Institut IHS Markit am Mittwoch mitteilte, fiel der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um 1,8 Punkte auf 50,4 Zähler. Das ist der schwächste Wert seit Juli 2016, als der Indikator infolge des Brexit-Votums eingebrochen und unter 50 Punkte gefallen war.

Spaniens Industrie weitet Produktion deutlich aus

MADRID - Die spanische Industrie hat ihre Produktion im Oktober deutlich ausgeweitet. Nach Angaben des Statistikamts INE vom Mittwoch lag das Produktionsniveau 1,2 Prozent höher als im Vormonat. Das ist der stärkste Zuwachs seit Februar. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Herstellung um 0,8 Prozent. In beiden Betrachtungen wurden die Markterwartungen klar übertroffen.

Chinas Dienstleister deutlich zuversichtlicher - Caixin

PEKING - Chinas Dienstleister sind einer Unternehmensumfrage zufolge deutlich zuversichtlicher. Wie das Wirtschaftsmagazin Caixin am Mittwoch mitteilte, stieg der von ihm erhobene Indikator im November um drei Punkte auf 53,8 Zähler. Das ist der höchste Stand seit fünf Monaten. Analysten hatten im Mittel dagegen eine leichte Eintrübung erwartet.

Kreise: China bereitet Wiederaufnahme von Import von US-Sojabohnen und Gas vor

PEKING/WASHINGTON - Im Handelsstreit zwischen China und den USA gibt es wohl erste Zeichen für eine weitere Entspannung zwischen beiden Ländern. Chinesische Offizielle haben Vorbereitungen getroffen, den Import von Sojabohnen und Flüssigerdgas aus den USA wieder aufzunehmen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch mit Berufung auf zwei chinesische Behördenvertreter berichtete. Allerdings sei noch unklar, ob China die jüngst erhobenen Gegenzölle für diese Produkte aufhebe, kürze oder den Käufern erstatte und wann die Warenkäufe starteten. Das chinesische Wirtschaftsministerium wollte sich auf Anfrage von Bloomberg dazu nicht äußern.

ROUNDUP: Rechtsgutachten zu Brexit-Deal verhärtet Fronten im Unterhaus

LONDON - Der Streit im britischen Parlament über das Brexit-Abkommen hat erneut an Schärfe zugenommen. Die Regierung musste am Mittwoch ein Rechtsgutachten von Generalstaatsanwalt Geoffrey Cox zu dem Abkommen veröffentlichen, nachdem sie tags zuvor mehrere Abstimmungsniederlagen im Parlament erlitten hatte.

ROUNDUP 2: Macron fordert Appell zur Ruhe - Proteste weiten sich aus

PARIS - Nach schweren Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Paris hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron einen Appell von Parteien und Sozialpartnern zur Ruhe gefordert. Politische und gewerkschaftliche Kräfte sowie Arbeitgeber sollten einen "deutlichen und expliziten Aufruf zur Ruhe" verbreiten. Das sagte Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung, an der auch Macron teilgenommen hatte. Unterdessen weiten sich die Proteste in Frankreich weiter aus.

ROUNDUP: Wettkampf der Weltwährungen - Brüssel will Euro international stärken

BRÜSSEL - Angesichts zunehmender Krisen und Unsicherheiten soll der Euro nach dem Willen der EU-Kommission global eine wichtigere Rolle spielen. Entsprechende Ideen legte die Brüsseler Behörde am Mittwoch vor. Vor allem Energieimporte in die EU sollen demnach künftig stärker in Euro abgewickelt werden. In den USA dürften die Ideen neuen Unmut auslösen.

ROUNDUP: ILO zählt weltweit mehr Arbeitsmigranten - weniger in reichen Ländern

GENF - Die Zahl der Arbeitsmigranten wächst weltweit. Im vergangenen Jahr arbeiteten nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 164 Millionen Menschen in fremden Ländern. Das war ein Anstieg von neun Prozent in vier Jahren, berichtete die Organisation am Mittwoch in Genf. Zwar machen sie in Ländern mit hohen Einkommen fast ein Fünftel der Erwerbstätigen aus, aber in absoluten Zahlen ist ihr Anteil dort seit 2013 zurückgegangen: von gut 112 auf gut 111 Millionen. Mehr Migranten zögen dafür in Länder mit mittleren Einkommen, so die ILO.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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