Stahl, Deutschland

Essen- Der ThyssenKrupp Konzern will die geplante Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata voraussichtlich bis zur Jahresmitte besiegeln.

12.04.2018 - 15:14:24

Zusammenschluss mit Tata - Thyssenkrupp will Stahlfusion bis zur Jahresmitte besiegeln

Vor dem Hintergrund der erzielten Fortschritte bei den Verhandlungen werde mit einer Entscheidung der Gremien noch im ersten Halbjahr 2018 gerechnet, teilte das Unternehmen nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Anschließend könne das Vertragswerk besiegelt werden.

Bei den bisherigen Verhandlungen sei es gelungen, für wesentliche Punkte gemeinsam tragfähige Lösungen zu erzielen. So würden durch das Gemeinschaftsunternehmen Synergien von 400 bis 600 Millionen Euro erwartet. Geplant sei auch der Abbau von bis zu 4000 Stellen, davon etwa die Hälfte in Deutschland.

Während für die Beschäftigten in Deutschland bereits ein Tarifvertrag geschlossen worden sei, stehe eine entsprechende Vereinbarung für die Beschäftigten von Tata in den Niederlanden und Großbritannien noch aus. Mit der IG Metall hatte Thyssenkrupp unter anderem eine Beschäftigungsgarantie für die 21.000 Mitarbeiter seiner Stahlsparte bis zum 30. September 2026 sowie eine langfristige Standortsicherung vereinbart.

Der Betriebsrat hatte zuvor angekündigt, den geplanten Zusammenschluss auch weiterhin kritisch hinterfragen zu wollen. Das vom Vorstand geplante Joint Venture sei noch lange nicht beschlossen, so der Chef des Stahlbetriebsrats, Tekin Nasikkol. Nachteile für Standorte und Belegschaft werde der Betriebsrat nicht akzeptieren.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Industrie-Idylle Duisburg: Das Thyssenkrupp-Stahlwerk Schwelgern (r) und das Steag-Heizkraftwerk Walsum (l) stehen im Licht des Sonnenuntergangs da. (Media, 18.07.2018 - 07:46) weiterlesen...

Essener Traditionsunternehmen - Krise bei Thyssenkrupp: Wachsende Angst vor Zerschlagung. Ein erbitterter Machtkampf um den Kurs des Konzerns tobt. Während die Beschäftigten um ihre Jobs fürchten, macht sich an der Börse Vorfreude breit. Es gibt Rücktritte in Serie bei der Führungsriege von Thyssenkrupp. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 16:40) weiterlesen...

Krise bei Thyssenkrupp: Wachsende Angst vor Zerschlagung. Dazu dürfe es nicht kommen, forderte Gesamtbetriebsratschef Wilhelm Segerath in Essen. Nach Vorstandschef Heinrich Hiesinger hatte auch der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Lehner das Handtuch geworfen. Für die Beschäftigten gehe es nun um die Sicherung der Arbeitsplätze, betonte Segerath. Zuvor war das Thyssenkrupp-Management von Anteilseignern mit der Forderung nach einem schnelleren Konzernumbau unter Druck gesetzt worden. Essen - In der Führungskrise bei Thyssenkrupp wächst die Angst vor einer Zerschlagung des Konzerns. (Politik, 17.07.2018 - 09:46) weiterlesen...

Essener Industriekonzern - Krise bei Thyssenkrupp: Wachsende Angst vor Zerschlagung. Dazu dürfe es nicht kommen, forderte Gesamtbetriebsratschef Wilhelm Segerath in Essen. Essen - In der Führungskrise bei Thyssenkrupp wächst die Angst vor einer Zerschlagung des Konzerns. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 09:27) weiterlesen...

Essener Industriekonzern - Krise bei Thyssenkrupp: Aufsichtsratschef schmeißt hin. Nun dürften viele auf die Stiftung schauen. Übernehmen Finanzinvestoren bei Thyssenkrupp das Ruder? Nach dem Abgang des Vorstandschefs verlässt auch der Aufsichtsratschef den Industriekonzern. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 07:57) weiterlesen...

Krise bei Thyssenkrupp spitzt sich zu. Das Dax-Unternehmen teilte heute mit, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Lehner Ende Juli abtritt. Lehner nannte in mangelndes Vertrauen der großen Aktionäre als Grund für sein Ausscheiden. «Das muss jetzt der allerletzte Weckruf dafür sein, dass sich alle Beteiligten disziplinieren», sagte der NRW-Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler, der «Rheinischen Post». Essen - Nach dem überraschenden Rücktritt von Thyssenkrupp-Chef Hiesinger muss der Konzern einen weiteren wichtigen Abgang verkraften. (Politik, 16.07.2018 - 19:58) weiterlesen...