Energie, Deutschland

Erst vor ein paar Tagen überrascht die Ökostrom-Tochter die Märkte mit einer Gewinnwarnung.

19.12.2017 - 21:04:23

Sofortige Ablösung - Peter Terium ist Chefposten bei RWE-Tochter Innogy los. Der Börsenkurs sackt ab. Jetzt räumt der Vorstandschef seinen Platz.

Essen - Die RWE-Tochter Innogy verliert nach der Gewinnwarnung vor einer Woche mit sofortiger Wirkung ihren Vorstandschef Peter Terium. Die Trennung sei im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat beschlossen worden, teilte Innogy überraschend in Essen mit.

Einstweilen werde Personalvorstand Uwe Tigges den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernehmen. Die RWE-Ökostrom- und Netztochter Innogy hatte erst vergangene Woche wegen der andauernden Probleme auf dem britischen Markt die Gewinnprognose für 2017 gekappt. Unter anderem wegen stark gestiegener Investitionen sei zudem auch für das kommende Jahr mit einem geringeren Ergebnis zu rechnen, hatte das Unternehmen weiter mitgeteilt.

Der Mutterkonzern RWE hält 77 Prozent der Innogy-Anteile. Eine RWE-Sprecherin hatte seinerzeit betont, dass das Unternehmen an seinen Gewinnerwartungen festhalte. Der Innogy-Mutterkonzern sehe keine Auswirkungen auf die Dividendeneinnahmen.

Innogy hatte seit längerer Zeit massive EDV-Probleme auf dem britischen Markt und in der Folge erhebliche Kundenverluste. Im November hatte Innogy angekündigt, die Mehrheit an seinem britischen Vertriebsgeschäft an den britischen Versorger SSE abzugeben.

Für 2017 werde das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen des Konzerns voraussichtlich nur rund 4,3 statt 4,4 Milliarden Euro betragen, hatte Innogy in einer Gewinnwarnung angekündigt. Das für die Dividendenberechnung ausschlaggebende bereinigte Nettoergebnis werde 2017 wie geplant bei mehr als 1,2 Milliarden Euro liegen. 2018 sei aber mit einem leichten Rückgang auf gut 1,1 Milliarde Euro zu rechnen.

Hintergrund sind hier laut Innogy erhebliche höhere Investitionen in Zukunftsfelder wie Elektromobilität, Breitbandnetze und die Digitalisierung des eigenen Unternehmens. «Auch wenn das kurzfristig unser Ergebnis belastet, bin ich überzeugt: Das ist die richtige Strategie», hatte sich Terium seinerzeit noch überzeugt gezeigt.

@ dpa.de

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