Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Indikatoren, Regierungen

Erleichterter Zugang zu Kurzarbeit soll verlängert werden

04.11.2021 - 14:17:02

Erleichterter Zugang zu Kurzarbeit soll verlängert werden. BERLIN - Firmen und Beschäftigte, die wegen der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten sind, sollen weiter erleichterten Zugang zu Kurzarbeit erhalten. Geplant sei, die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld von maximal 24 Monaten und die in der Krise eingeführten Zugangserleichterungen um weitere drei Monate bis zum 31. März 2022 zu verlängern, teilte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Ein entsprechender Verordnungsentwurf sei in die Abstimmung innerhalb der Regierung gegeben worden.

gescheitert. Seitdem kochen öfter Spekulationen um neue Interessenten hoch. An der Börse hatte die Aktie nach den Gerüchten um Biomerieux am Vortag ein weiteres Hoch seit dem Jahr 2000 erklommen, nach der Prognoseanhebung war es nachbörslich ebenfalls deutlich hoch gegangen. Am Donnerstag lag das Papier zuletzt aber mit 2,5 Prozent im Minus. Das Geschäft des Diagnostikkonzerns habe ein starkes Fundament, lobte hingegen Analyst Falko Friedrichs in einer Studie.

Für das Gesamtjahr sagt das Management nun einen Umsatzanstieg gerechnet zu konstanten Wechselkursen um mindestens 15 Prozent voraus. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) soll dabei abseits von Wechselkurseffekten mindestens 2,48 Dollar erreichen. Im Sommer hatte Qiagen das Umsatzziel auf mindestens zwölf Prozent gekürzt und den bereinigten Gewinn je Aktie auf mindestens 2,42 Dollar.

Allerdings rechnet Qiagen mit einem schwächeren Schlussquartal. Erwartet wird währungsbereinigt ein Umsatzrückgang von rund neun Prozent im Vergleich zum Vorjahresviertel, das pandemiebedingt stark ausgefallen war. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll - ebenfalls gerechnet zu konstanten Wechselkursen - bei mindestens 0,60 Dollar herauskommen nach 0,68 Dollar ein Jahr zuvor.

Nicht ausgeschlossen ist laut Sackers, dass Qiagen auch im Schlussquartal die eigenen Ziele übertrifft, sollte die Pandemie weiter wie zuletzt Schub geben. "Wir fahren aktuell aber einen bewusst konservativen Ansatz, damit wir zumindest nicht negativ überrascht werden", sagte der Manager. Denn schon einmal hatte sich Qiagen verschätzt und den Bedarf an Corona-Tests zu hoch vorhergesagt - daher hatte das Management um Sackers und Konzernchef Thierry Bernard vor rund vier Monaten zurückrudern müssen.

Auch jetzt mache der im internationalen Vergleich sehr unterschiedliche Verlauf der Pandemie eine genaue Prognose sehr schwierig, erläuterte der Finanzchef. Qiagen verkauft unter anderem eigene PCR-Tests sowie Probenvorbereitungen für andere Hersteller von Covid-19-Tests und galt daher als Krisengewinner. Die Tests wurden zuletzt mit den fortschreitenden Impfkampagnen jedoch seltener nötig.

Hoffnungen setzt das Unternehmen nun auch auf einige neue Produkte, wie etwa ein Testpanel, mit dem in Labors abgeklärt werden kann, ob der Patient an Covid-19 erkrankt ist oder an einer Grippe. Solche stärker differenzierten Testformate dürften laut Sackers in Zukunft wichtiger werden.

Im vergangenen Quartal hatte Qiagen sowohl die eigenen Erwartungen als auch die der Analysten übertroffen. Von Juli bis September erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 535 Millionen Dollar (461,4 Mio Euro), das waren elf Prozent mehr als vor einem Jahr. Währungseffekte herausgerechnet betrug das Plus zehn Prozent. In der Produktgruppe mit Covid-Bezug ging der Erlös wechselkursbereinigt um vier Prozent auf 159 Millionen Dollar zurück, der mit Covid-Testkits sank um mehr als ein Fünftel. Allerdings war im entsprechenden Vorjahresquartal der Testverkauf wegen damals noch fehlender Impfungen auch sehr hoch gewesen.

Dagegen stieg im vergangenen Quartal der Erlös in der Produktgruppe ohne Covid-Bezug um 17 Prozent. Noch deutlich höhere Zuwächse verzeichnete der Konzern neben dem Quantiferon-Tuberkulose-Test mit dem Analysegerät NeuModDx und in der Gen-Sequenzierung. Der bereinigte Gewinn je Aktie blieb stabil bei 0,58 Dollar. Unter dem Strich stieg der Gewinn um ein Vielfaches auf 133 Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte die Firma lediglich 17 Millionen Dollar verdient.

Für das Management sind die Zahlen eine Bestätigung des aktuellen Kurses: Zwar gilt Qiagen wegen seiner Corona-Tests als Krisengewinner; aktuell liegt das Augenmerk des Vorstands aber auf den Produktgruppen ohne Covid-19-Bezug. Hierher soll maßgeblich das künftige Wachstum in Post-Pandemie-Zeiten kommen. So rechnet sich Qiagen laut Sackers beispielsweise jeweils achtstellige Umsatzbeiträge aus neuen Testvorrichtungen auf Meningitis und Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen aus.

Durch den starken Geschäftsverlauf sitzt Qiagen inzwischen auf einem hohen Geldbestand, die freien Barmittel verdreifachten sich fast in den ersten neun Monaten auf über 300 Millionen Dollar. Qiagen will die Gelder wie in der Vergangenheit für Investitionen und weitere Aktienrückkäufe verwenden. Zugleich bekräftigte der Finanzvorstand frühere Aussagen, wonach sich das Unternehmen selbst nach Übernahmezielen umsieht. Dabei gehe es um ergänzende Zukäufe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

GESAMT-ROUNDUP 2: Experten für harte Corona-Regeln (Wirtschaft, 27.11.2021 - 23:04) weiterlesen...

Erster Fall der Omikron-Virusvariante in Tschechien aufgetaucht. Nach einer sogenannten Genomsequenzierung stehe dies "mit rund 90-prozentiger Sicherheit" fest, sagte ein Sprecher des Krankenhauses im nordböhmischen Liberec (Reichenberg) am Samstagabend im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender CT. Eine weitere Probe sei zur näheren Analyse an das nationale Referenzlabor in Prag geschickt worden. LIBEREC - In Tschechien ist erstmals die neu entdeckte Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. (Wirtschaft, 27.11.2021 - 22:37) weiterlesen...

Zehntausende protestieren in Österreich gegen Impfpflicht. Die größte der Demonstrationen fand am Samstag in Graz statt. Die Polizei berichtete von bis zu 30 000 Teilnehmern, die mit Sprechchören wie "Friede, Freiheit, keine Diktatur" durch Österreichs zweitgrößte Stadt zogen. Auch in St. Pölten, Klagenfurt und Innsbruck kam es zu größtenteils friedlichen Versammlungen. Viele Menschen wurden jedoch angezeigt, weil sie keine Masken trugen. GRAZ - Bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen und die geplante Impfpflicht sind in Österreich rund 40 000 Menschen auf die Straße gegangen. (Wirtschaft, 27.11.2021 - 22:37) weiterlesen...

Omikron-Variante in Italien nachgewiesen - weitere Untersuchung. Die Probe werde für eine weitere Bestätigung untersucht, um die Abstammung definitiv B.1.1.529 zuzuweisen, teilte das Oberste Gesundheitsinstitut (ISS) am Samstagabend in Rom mit. Ein Labor in Mailand hatte das Genom demnach aus der Probe einer positiv getesteten Person aus Mosambik sequenziert, die der Nachrichtenagentur Ansa zufolge vor wenigen Tagen in Mailand mit dem Flugzeug ankam. Sie und die Familienangehörigen, die in der süditalienischen Region Kampanien wohnen, seien in guter gesundheitlicher Verfassung, erklärte das ISS weiter. ROM - Ein Labor in Italien hat bei einer Genomsequenzierung die Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. (Wirtschaft, 27.11.2021 - 21:45) weiterlesen...

Zwei Fälle der Omikron-Virusvariante in Deutschland bestätigt. MÜNCHEN - In München sind nach Angaben des zuständigen Max-von-Pettenkofer-Instituts zwei Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag. Nach Angaben des Institutsleiters und Virologen Oliver Keppler steht eine Genomsequenzierung noch aus. Aber es sei "zweifelsfrei bewiesen, dass es sich um diese Variante handelt", sagte er auf Anfrage. Die Kombination aus einem mutationsspezifischen PCR-Test und der Reiseanamnese lasse keinen Zweifel zu. Zwei Fälle der Omikron-Virusvariante in Deutschland bestätigt (Wirtschaft, 27.11.2021 - 21:34) weiterlesen...

KORREKTUR: Zwei Fälle der Omikron-Virusvariante in Deutschland bestätigt. (Es wird klarggestellt, dass die Genomsequenzierung noch aussteht, das zuständige Institut in München die Fälle aber für bestätigt hält.) KORREKTUR: Zwei Fälle der Omikron-Virusvariante in Deutschland bestätigt (Wirtschaft, 27.11.2021 - 21:15) weiterlesen...