Regierungen, Medizintechnik

ERFURT - Das Thüringer Kabinett hat die Einführung einer 2G-Pflicht für weite Teile des öffentlichen Lebens beschlossen, ähnlich wie in anderen Bundesländern.

16.11.2021 - 14:07:26

Thüringen führt in vielen Bereichen 2G-Pflicht ein. Demnach soll unter anderem in der Gastronomie, in Beherbergungsbetrieben und zu Veranstaltungen nur noch Menschen Zutritt gewährt werden, die gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Das gaben Regierungsvertreter am Dienstag in Erfurt bekannt. Ein negativer Corona-Test reicht dann oftmals nicht mehr aus.

Die neuen 2G-Regeln sollen bereits in der laufenden Woche von den Kommunen umgesetzt und später in einer neuen Corona-Verordnung des Landes festgeschrieben werden.

Dem Kabinettsbeschluss war eine Diskussion darüber vorangegangen, in welchen Bereichen die 2G-Pflicht gelten soll. Zunächst waren Ausnahmen für öffentliche Veranstaltungen und Messen vorgesehen, wurden dann aber verworfen. Der Einzelhandel jedoch bleibt auch nach dem Kabinettsbeschluss von der Pflicht ausgenommen.

Die 2G-Pflicht in Thüringen gilt vor allem für Gäste, Kunden und Besucher, nicht aber für Beschäftigte. Ein ungeimpfter Kellner etwa, in dessen Restaurant eine 2G-Pflicht für Gäste besteht, kann alternativ auch einen negativen PCR-Test vorweisen, um weiter seiner Arbeit mit Kundenkontakt nachgehen zu können. Außerdem sind Ausnahmen für Kinder und Jugendliche geplant.

Thüringen gilt als eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Bundesländer. Am Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat bei 546,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Nur Sachsen und Bayern wiesen mit 759,3 beziehungsweise 554,2 höhere Werte aus.

Zugleich hat Thüringen eine der niedrigsten Impfquoten deutschlandweit. Sie lag mit Stand vom Dienstag bei 61,5 Prozent bei den vollständig Geimpften. Nur Brandenburg und Sachsen schnitten im Bundesvergleich noch schlechter ab.

@ dpa.de

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