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Deutschland, Volkswirtschaft

Einige US-Strafzölle kommen erst später

13.08.2019 - 17:03:24

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 13.08.2019 - 17.00 Uhr

WASHINGTON/PEKING - Die US-Regierung wird die Einführung der jüngst angekündigten Strafzölle auf Importe aus China für einige Produktgruppen verschieben. Der ursprünglich für September geplante Zollsatz in Höhe von 10 Prozent soll für Mobiltelefone, Laptops, Monitore, bestimmtes Spielzeug und manche Schuhe und Kleidungsstücke erst ab 15. Dezember gelten, wie der US-Handelsbeauftragte am Dienstag erklärte. Damit wird das Weihnachtsgeschäft in den USA wohl noch kaum von den Zöllen betroffen sein.

USA: Inflation zieht überraschend stark an

WASHINGTON - Die Inflation in den USA ist im Juli überraschend deutlich gestiegen. Die Verbraucherpreise legten gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate noch 1,6 Prozent betragen. Ökonomen hatten mit einer Teuerungsrate von 1,7 Prozent gerechnet.

Merkel sieht keine Notwendigkeit für Konjunkturpakete

STRALSUND - Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht aktuell keine Notwendigkeit für Konjunkturpakete. Zwar gehe die Wirtschaft in eine "schwierigere Phase", sagte die CDU-Politikerin am Dienstag bei einem Leserforum der "Ostsee-Zeitung" in Stralsund. Internationale Handelskonflikte träfen Deutschland als Exportnation. Außerdem seien in der Kernindustrie Automobil "viele Fehler" passiert.

ROUNDUP 3/Schäfer-Gümbel: Soli-Abschaffung nur bei höherer Reichen-Besteuerung

BERLIN - Die SPD ist zur vollständigen Abschaffung des Solidaritätszuschlags nur bereit, wenn Topverdiener zugleich mehr Einkommensteuer zahlen müssen. "Ein Gesetz, das lediglich das Nettoeinkommen der Superreichen erhöht und damit die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland weiter vergrößert, wird es mit der SPD nicht geben", sagte der kommissarische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag) mit Blick auf die Unionsforderung nach vollständiger Abschaffung.

Ifo-Institut: Deutschland bei Zollkrieg 'lachender Dritter'

MÜNCHEN - Deutschland könnte von einem weiteren amerikanisch-chinesischen Zollkrieg profitieren: Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Münchner Ifo-Instituts. "Die EU-Staaten könnten bei zusätzlichen US-Zöllen auf China-Importe mehr in die USA exportieren", erklärte die Wirtschaftsforscherin Marina Steininger. Sollten die USA zehn Prozent Zoll auf weitere Importe im Wert von 300 Milliarden Dollar erheben, könnte Deutschland 94 Millionen Euro mehr einnehmen, die EU insgesamt 1,5 Milliarden Euro.

ROUNDUP 2: ZEW-Konjunkturerwartungen brechen weiter ein

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten werden durch die zahlreichen politischen Risiken immer stärker belastet. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel im August um 19,6 Punkte auf minus 44,1 Zähler, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte. Nach dem vierten Rückgang in Folge notiert das Stimmungsbarometer auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2011. Analysten hatten zwar eine Eintrübung erwartet, aber eine wesentlich schwächere.

ROUNDUP 2/Wirren einer Krise: Salvini lässt in Italien die Muskeln spielen

ROM - Rechtspopulist Matteo Salvini versucht die Regierungskrise in Italien immer weiter für eine Machtdemonstration zu nutzen. "Wir sind zu allem bereit", sagte der Innenminister und Chef der rechten Lega am Montagabend nach einer Versammlung der Parlamentarier seiner Partei in Rom. Das einzige, was seine Lega nicht interessiere, sei, am Sessel zu kleben. "Das werdet ihr in den kommenden Stunden sehen", drohte Salvini, der in der Regierung mit der Fünf-Sterne-Bewegung auch Vize-Premier ist.

EU-Kommission startet Anti-Dumping-Ermittlungen gegen Stahl aus Asien

BRÜSSEL - Die EU-Kommission geht Vorwürfen nach, dass Stahlhersteller aus China, Taiwan und Indonesien bestimmte Produkte unter Wert in Europa verkaufen. Ermittlungen seien eingeleitet worden, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Es gehe unter anderem um flachgewalzte Erzeugnisse aus nicht rostendem Stahl.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

@ dpa.de

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