Finanzindustrie, Bundesregierung

Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank würde nach Einschätzung der Bundesregierung helfen, den hohen deutschen Exportüberschuss zu senken.

19.04.2017 - 03:01:42

Bundesregierung: Zinserhöhung würde Exportüberschuss senken

"Eine geldpolitische Straffung im Einklang mit der Wirtschaftserholung in den europäischen Volkswirtschaften würde über den Wechselkurseffekt zu einem Abbau des Leistungsbilanzsaldos beitragen", heißt es in einem gemeinsamen Arbeitspapier des Bundesfinanz- und des Bundeswirtschaftsministeriums, über das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Mit dem achtseitigen Text will Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) die anhaltende Kritik an den deutschen Exporten entkräften.

Das Treffen beginnt am Freitag. In dem in beiden Ministerien entstandenen Papier fordert die Bundesregierung keine höheren Zinsen, sie verweist aber an zwei Stellen auf die Folgen einer Zinserhöhung: "Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone und die Entwicklung der Inflation könnten die EZB anhalten, eine Normalisierung der Geldpolitik zu beginnen", heißt es in dem Text. "Ein stärkerer Euro würde automatisch den Handelsüberschuss verkleinern." In dem Argumentationspapier betont die Regierung, Deutschland sei zwar einer der wichtigsten Handelspartner der USA, habe aber keinen Einfluss auf die Währungspolitik und betreibe selbst "keine eigenständige Handelspolitik", das sei Sache der EU. Der eigentliche Grund für den weltweiten Erfolg deutscher Produkte sei deren Qualität und "das Ergebnis von Entscheidungen von privaten Verbrauchern und Unternehmen auf den Weltmärkten." Die deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik könne wenig daran ändern. Umgekehrt sei es Sache der Länder, deren Wirtschaft mit hohen Importen kämpfe, "die notwendigen Anpassungen zu unterstützen".

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Daimler alarmiert: Kräfte vom rechten Rand drängen in Betriebsräte Der Autohersteller Daimler befürchtet einen Rufschaden, weil rechte Gruppen in den Betriebsrat im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim drängen. (Wirtschaft, 22.02.2018 - 01:06) weiterlesen...

Vertrag mit Telekom-Chef Höttges um fünf Jahre verlängert Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG hat den Vertrag mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Timotheus Höttges um weitere fünf Jahre verlängert. (Wirtschaft, 21.02.2018 - 17:56) weiterlesen...

VKU-Präsident kritisiert Modellpolitik deutscher Autobauer Der Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Michael Ebling, hat vor dem "Diesel-Urteil" des Bundesverwaltungsgerichts in dieser Woche die Modellpolitik der deutschen Fahrzeug-Hersteller kritisiert. (Wirtschaft, 21.02.2018 - 12:29) weiterlesen...

Harley-Davidson distanziert sich von Trumps Strafzoll-Politik Der möglicherweise von EU-Strafzöllen bedrohte Harley-Davidson-Konzern spricht sich für "freien und fairen" Handel aus - und distanziert sich damit auch von US-Importbeschränkungen, die Präsident Donald Trump ins Auge gefasst hat. (Wirtschaft, 20.02.2018 - 20:23) weiterlesen...

Audi-Chef Stadler weist Spekulationen um Rücktritt zurück Audi-Chef Rupert Stadler fürchtet ungeachtet der Gerüchte um seine Ablösung nicht um seinen Job. (Wirtschaft, 20.02.2018 - 20:18) weiterlesen...

PKV wegen Niedrigzinsen immer stärker unter Druck Die aktuellen Niedrigzinsen bringen die Private Krankenversicherung in Deutschland immer stärker unter Druck. (Wirtschaft, 19.02.2018 - 15:51) weiterlesen...